Yamaha MODX (neuer Midrange Synthesizer)

16.9.2018

Überrascht – Keineswegs – trotzdem Yamaha hat echt gut dichtgehalten, keiner im Netz hatte eine Vorahnung. Allerdings wurde es auch allerhöchste Zeit für Yamaha in der Mittelklasse nachzulegen. Da half auch kein zum moXF aufgebrezelter moX. Die Teile sind definitiv veraltet (aber nicht schlecht).

Am 12.9. kamen erste Meldungen (auch schon direkt mit Bildern wo was zu erkennen war) und der Ankündigung eines Online Yamaha Events am 14.9. Mir gefällt der MODX 6 am besten weil dort alles so kompakt wirkt.

Kurze Vorgeschichte

Als ich mir Ende 2011 einen moX 6 kaufte hatte ich Wochen zuvor noch nie Kontakt mit Musik-Equipment gehabt obwohl ich ein Kind der 80er Jahre bin. Immer und immer wieder fuhr ich zum MUSICSTORE und quälte mich welchen 1k€ SYNTH ich wohl nehmen sollte. Damals waren das der Roland Juno Di, der Juno Gi und der Yamaha moX. 

Von der Hardware her definitiv Roland, stabil, nix knarzt einfach sturdy. Bessere Tastatur, coolere Optik (Gi). Leider hatte der Juno Gi nur eine 8 Spur A/D-Recorder (man mußte also spielen können), ich wollte aber einen echten Sequenzer weil man damit als Anfänger beliebig langsam Einspielen und Nach-Editieren kann. Und der Juno Di war mir damals schon zu betagt. Nach und nach stellte ich fest was der Yamaha so alles kann, wenn man nur mal an den entsprechenden Stellen schraubt. Gekauft in dem Wissen das Teil hat nur eine 64fache Polyphonie. Was, wie ich feststellen durfte, doch ein bißchen wenig ist bei 16 Track’s.

Als nach einigen Jahren dann überraschend der moXF erschien war man leicht verärgert. 128fache Polyphonie, ROM 1:1 des MOTIF XF, 8 duale Insert-Effekte, Sampling usw. Das legte sich aber schnell weil man hatte ja schon Jahre am moX verbracht und das mit Freude. So konnte man getrost den moXF überspringen.

Ich weiß noch das ich der Meinung war, der nächste dicke Yamaha ist meiner. Dann kam der Montage und ich dachte die wollen einen verarschen eine “Workstation” ohne Sequenzer !! NoGo – trotzdem bleibt das Gerät ein Objekt der Begierde. Leider bin ich gebrandmarkt durch die moX-moXF Ohrfeige.

Über wenige Jahre hinweg entwickelt man schon einen tiefen Einblick in die Materie der Synthesizer. Inzwischen nehme ich viel mehr einzelne Voices des moX (und anderer Synth) mit Cubase auf und bin auf einen Sequenzer im Gerät nicht mehr so fixiert. Aber es ist schon so das man mit dem moX extrem schnell Songs zusammen hacken kann weil man immer alles live abhören kann. Das geht schnell, effektiv und macht auch noch Laune. Mit Cubase hört man dann zwar auch immer wieder alles ab, aber in der Maschine ist es homogener. Nichtsdestotrotz kann man mit Cubase im Endeffekt mehr herausholen, es macht aber nicht diesen “ich bin da drin” Spaß.

Am Yamaha moX knarzt das Gehäuse (wenn man es provoziert) und die Tastatur kommt überhaupt nicht an die MOTIF XF’s heran. Die Roland Tastaturen (FA/System-8/JD-XA) ähneln sich alle sehr und sind besser wie die des moX. Die geilste Tastatur die ich kenne ist die vom Yamaha Montage, nochmals besser wie die der alten MOTIF XF’s. Leichtgängig, präzise, absolut kein nach vibrieren, total stabil.

MODX (ohne angefaßt zu haben)

Und damit geht es schon mal los. Einer schrieb die Tastatur des MODX sei auf dem Niveau des moXF, der meiner Meinung nach keinen Unterschied zum moX aufweist. Demnächst mal testen, das wäre echt ein Trauerspiel wenn Yamaha wieder so eine Tralala-Tastatur verbaut hätte. Woody von Piano Shack allerdings sagt die Tastatur sei eine spürbare Verbesserung zur Tastatur seines moXF.

Nach dem Ansehen einiger weniger Videos sieht man deutlich und wiederholt wie ein Yamaha Vorführer den (netten) Touchscreen bedient. Er tippt, der Finger entfernt sich, es vergehen satte 1-2 Sekunden, dann leuchtet die Stelle auf. Ey, wenn mir was keinen Spaß macht dann Technik die nicht spurtet. Das ist auch beim Montage so. Ich sage nicht die Reaktion ist nicht da, aber es ruckelt wo es nur geht. Wenn Animationen, dann ruckelfrei, scheiße jedes Handy schafft das besser in 2018 ! PS : Warum nicht die Yamaha typischen Funktionstasten unterm Bildschirm, das war echt cool und praktisch. Ach ja, laut einem Yamaha Mann kosten beleuchtete Tasten ja Geld, deswegen wurde die komplette rechte Tastenmatrix des Montage weggelassen. Aha, deswegen hatte der moX(F) wo es nur geht Tasten mit Beleuchtung.

Oder Verarbeitungsqualität. Schon beim moX hat mich eine scharfe Kante unterhalb der Tastatur abgetörnt. Auch auf der Rückseite ist so eine Kante. Aber beim MODX kann man schon auf den Fotos der Rückseite Kunststoff Grate bei Buchsen-Vertiefungen der Anschlüssen erkennen. So etwas gäb es bei Roland nicht. Es muß schwierig sein Gußformen zu bauen mit runden Kanten, Roland kann’s doch auch.

Gewicht MODX ca. 6kg ähnlich dem moX, ich finde viel leichter dürfen die Dinger nicht werden sonst fühlt sich das leer (billig) an. Jetzt fragt man sich ein Montage 6 wiegt satte 15kg was haben die alles rausgeschmissen um 9kg abzuspecken. Ich vermute mal das im Montage zum einen ordentlich Metall verbaut ist. Dann hat der Montage ein integriertes Netzteil und die Tastatur dürfte auch mehr wiegen.

Touch-Screen

Der Touch-Screen Bildschirm ist nicht besonders hoch auflösend und dürfte durchaus größer sein. Kontraststark ist auch was anderes. Wide VGA heißt ca. von 720 × 400 bis 800 × 480 Pixel für 2018 einfach lächerlich und es ist kein moderner Multitouch-Screen wie an der Akai MPC Live. Dennoch ist alles gut lesbar und die Farben sind kräftig. Stellt man die Animation ab, kommt so etwas wie ein Speed-Feeling auf (wie bei Windows 10 – Animationen aus – piff-paff-poff – man ist das schnell).

Wenn ich schon sehe wie da an den Envelope-Kurven editiert werden muß. Wäre ein Traum könnte man wenigstens einzelne Punkte packen und ziehen. Es scheint aber so das man immer mit dem Datenrad (oder INC/DEC) Werte verändern muß. Vielleicht geht es ja auch mit den Fadern (NEIN – geht nicht). Das beste was es dafür gibt sind diese Touch-Slider am Reface DX, genial.

Bedienbarkeit und Optik

Datenrad und INC/DEC/SHIFT

Thema Datenrad – welches übrigens gleich (billig) aussieht wie am moX/moXF (wahrscheinlich noch tonnenweise übrig). Das Datenrad (AI-Knob) an meinem moX war nach einem Jahr intensiver Nutzung defekt. Die Präzision ließ nach und Sprünge entstanden. Im Inneren ein billiger Drehschalter für 1,50 Euro. Bei so einer Beanspruchung muß das kaputt gehen. Reparatur moX AI-Knob siehe hier

Thema INC/DEC – nach meiner AI-Knob Reparatur nahm ich das Datenrad viel weniger und machte viel mehr mit INC/DEC und SHIFT für größere Sprünge, klappt einwandfrei mit einer Hand weil SHIFT nahe den INC/DEC Tasten liegt. Nicht so beim MODX, die SHIFT Taste ist sehr weit entfernt von INC/DEC und liegt auch noch Daumen unfreundlich auf der rechten Seite. Vielleicht gewöhnt man sich dran.

SHIFT Taste und INC/DEC schlecht mit einer Hand bedienbar
moX – SHIFT Taste liegt optimal zu INC/DEC – nahe und Daumen gerecht links

Beim Montage fühlt sich das Datenrad total anders an funktioniert hoffentlich optisch und somit verschleißfrei. Es dürfte doch heutzutage bei einem so zentralen Bedienelement nicht die Welt kosten das auch beim MODX mit einer Optischen Abfrage zu realisieren.

Markierungen und Symmetrie

Auf den obigen Fotos kann man auch sehr schön sehen das Yamaha die Markierungsfarbe von Weiß auf “Unsichbar” geändert hat. Beim moX kann man wunderbar alle Umrandungs und Verbindungslinien erkennen beim MODX nicht.

Richtig ärgerlich ist das bei den  Fadern. Als sei es total unwichtig wo ein Fader steht sind beim MODX die Zwischenpositionen auch mit diesen fast unsichtbaren Markierungen versehen. Nur die Endpositionen sind weiß. Es wäre also möglich (und total logisch) gewesen die Zwischenlinien weiß zu machen !!

MODX – Fader Markierungen nicht erkennbar
moX Fader Markierungen optimal sichtbar
Altbackene runde LED’s

Und dann wieder diese natürlich belassenen rundköpfigen grünen LED’s, genau wie beim moX. Sieht uncool aus. Yamaha sieh dir mal z.B. die LED’s beim Behringer Neutron an. Bündig mit der Oberfläche abgeschlossen, total cool.

Flache LED’s eben zur Oberfläche abgeschlossen

Klanglich ist das Teil sicher der Hammer AWM2 + FM-X (128/64 fache Polyphonie).

18.9.2018

Mal eben eine Anleitung runterladen …

Vier Tage nach der Vorstellung des MODX gibt es auf der deutschen Webseite von Yamaha keine Anhaltspunkte das das Gerät überhaupt existiert !!!

24.9.2018

MUSICSTORE

MODX wird als lieferbar angezeigt, die werden doch nicht ein Ausstellungsstückhaben, doch !!

Tastatur

OK, grundsätzlich der gleich Rotz wie am moX(F), die schwarzen Tasten sind nun mattschwarz was cool ist. Die weißen Tasten vibrieren nicht ganz so billig nach wie am moX. Allerdings scheinen die Tasten etwas schwerer zu gehen und wirken akustisch leicht gedämpfter. Ein kleiner Unterschied zum Besseren ist schon feststellbar aber überhaupt kein Vergleich mit einem Montage. Da frage ich mich warum Roland ab der 1000 Euro Klasse immer die gleiche brauchbare Tastatur verbaut. Oh Moment, selbst der Juno DS für etwas über 600 Euro hat die Gute. Wenn die MODX Tastatur doch wenigstens einen Hauch Montage hätte, da ist aber nichts.

Tasten/Drehregler/Fader/Bildschirm/Gehäuse

Taster

Die edel beleuchteten Taster gehen recht schwer, könnten sich noch einarbeiten, mußte teilweise kräftig drücken. Trotzdem Tastenmäßig ein Fortschritt zum moX. Fein diffus beleuchtet, leiserer Klick und schönes Feeling. Ähm KORG, seht mal es geht farbig und diffus, nicht monochrom und blendend.

Drehregler

Die 4 Knobs gehen schön sähmig und haben keine Rastung wie Die am moX. Am moX konnte man so aber präzise bestimmte Werte anfahren, das ist am MODX nun etwas schwieriger. Und per Software hätte Yamaha um den Nullpunkt einen weiteren Bereich programmieren können, wäre dann leichter zu treffen. Bei KORG geht das beim Monologue z.B. Davon abgesehen fiel mir schon in Videos auf, das die blaue Umrandung der Knobs nicht zentrisch ist. In Realität ist das auch so, aber wer baut ein schief bemaltes Irgendwas.

Fader

Edel, kurze Wege aber schön sähmig. Und wie erwähnt weiße Markierungen nur beim maximal/minimal-Wert. Die Markierungen dazwischen sind in der Relität wirklich nicht mehr erkennbar. Wer denkt sich so was aus ?! OK, man guckt eh auf’s Display weil dort der Wert angezeigt wird.

Bildschirm

Wie vermutet, ganz OK, aber nicht gestochen wie an einer MPC Live (dafür nicht so rot ;). Reagiert gut, es will aber geübt werden Punkte zu treffen. Farben schön kräftig, Alles schon crisp.

Envelope Kurven muß man bestimmt oft editieren, wäre doch kraß wenn man das mit den Fadern machen könnte, geht leider nicht. Recht gut geht es wieder mal mit den Cursortasten um die Punkte anzuwählen und dann (SHIFT) INC/DEC. Datenrad geht natürlich auch, dürfte aber langfristig dessen Tod bedeuten.

Gehäuse

Meine schlimmsten Befürchtungen wurden war, es geht noch schlechter wie am moX. Wieder eine scharfe Kante unter der gesamten Tastatur wo sich die Gehäuseschalten treffen. In der Praxis kommt man dort zwar nicht dran, aber muß das sein ? Es muß echt schwer sein eine Gußform entsprechend zu designen. Zusätzlich hat Yamaha nun auch noch an den Seiten schöne billige scharfe Kante erstellt. Es ist fast egal wo man den MODX anfaßt irgendwo ist meist etwas scharfkantiges. Bei Roland undenkbar.

Klang

OK, einmal hat mich eine Räumlichkeit fasziniert. Viele Performance-Namen kennt man aus dem moX, was auch so gewollt ist. Aber auch die Klänge die man kennt machen nicht an. Ich gehe dann nur auf die FM-X Klänge, da muß doch irgendwas reinhauen. Auf die Schnelle habe ich keinen Sound gefunden der mich so angemacht hat wie am Reface DX der DynaLead. Aber ich denke man muß es mehrmals anspielen.

Alles in Allem, abwarten was nun nach den Roland FA’s und Korg’s KROME kommt. Die müssen hurtigst nachlegen, und ich denke beide Parteien werden egal was KEIN FM drin haben, ein immenser Yamaha MODX Vorteil.

Weiteres

Drum Kits, da würde mich mal folgendes interessieren. Am moX war es nicht möglich mal eben den Pitch eines Key’s on the Fly im Songmodus zu ändern. Es mußte zuerst im Voice-Modus das Kit editiert und dann neu gespeichert werden. Danach wieder in den Song-Modus wechseln und im entsprechenden Track das Kit drüber laden. Nicht praktisch sondern doof. Denn so ist ein schnelles Anpassen der Pitch’s an den Song unmöglich.

Nun im MODX gibt es leider keinen fully featured Sequenzer nur einen MIDI/AUDIO Rekorder. Was im Prinzip  dem Songmodus ähnelt, da bis zu 16 Part’s. Frage ist ob man ein Drum-Part direkt in der Performance editieren kann (kann man – siehe unten) ? Und kann man bestimmte Key’s zu Effekten senden (geht auch – siehe unten), Andere nicht, das wär mal was.

Mal lesen oder demnächst testen. Wie ich Yamaha kenne geht das immer noch nicht.

Antesten 2. Versuch

Beim 2. mal ist schon vieles besser.

Ein DRUM-Kit in einer Performance läßt sich editieren. Part anwählen dann EDIT drücken. Dort kann man bestimmte Grund-Instrumente wie BD, SD, HH ect. anwählen. Es ist aber auch möglich zu sagen jeder Key den ich auf der Tastatur spiele ist ausgewählt. Pitch ist dann ohne Probleme veränderbar. Ob man das Kit dann nochmal separat speichern muß oder es einfach mit speichern der Performance getan ist weiß ich nicht. Pro DRUM-Kit gibt es einen doppelten InsertFx. Jeder Key eines Drum-Kits kann EINEN der beiden InsertFx (A oder B) ansteuern.

Effekte

Da mußte ich erst mal nachlesen. Der MODX hat insgesamt 13 Effekt-Set’s. Ich denke es sind eben wie beim moX duale InsertFx. Einer davon hat eine spezielle Aufgabe (weiß gerade nicht welche), bleiben 12 übrig von denen 8 den Parts 1 bis 8 feste zugeordnet sind. Die verbleibenden 4 kann man wohl variabel den Parts 9 bis 16 geben. Das ist ja mal Vollausstattung an Insert Fx.

Das Insert Fx Routing ist genau so wie beim moX. Jedes Element kann EINEN (A oder B) Insert Fx ansteuern. Die Fx können dann noch so geroutet werden. A->B       B->A  oder Parallel, heißt beide Fx arbeiten unabhängig und gehen getrennt zum Ausgang. 

Praktischer beim MODX ist, das man direkt die Fx testweise Ein/Ausschalten kann um zu prüfen wie der Effekt nun wirkt. Das ging beim moX nicht. Dort mußte man immer jedes Element auf Thru schalten oder eben den Effekt selber komplett deaktivieren was mit Parameterverlust einherging.

Build Quality

Seitenteile nochmal angefaßt, es geht, scharfkantig aber so oft packt man da nicht dran. Gehäuse-Plastik klingt beim gegen klopfen massiv. Druckknöpfe, Fader, Drehregler sehr OK. 

Die Tastatur … hmmm … OK Sie ist spürbar besser als am moX(F). Wie oben schon mal erwähnt, minimal schwergängiger und bei Loslassen gedämpfter. Was sich aber dann auch wertiger anfühlt als am moX. Direkt nach dem MODX mal kurz am Montage 6 getestet, kein Vergleich. Die Montage Tastatur ist so viel besser spielbar und definierter, einfach der Hammer.  Aber eben auch weit über 1k€ Preisunterschied.

Display

OK, auch mit Animationen, die Reaktionszeiten sind schon tauglich. Habe die Animation mal ausgeschaltet damit ist alles noch direkter. Von der Größe her dem Korg Krome ziemlich ähnlich. Aber die Farben kommen beim MODX deutlich besser raus. Dafür scheint das (uralt) Display beim Krome crisper zu sein. Die Auflösung könnte ziemlich ähnlich sein. Wäre cool wenn man am Yamaha die Schärfe variieren könnte. Ist auf jeden Fall eines der besseren Displays, macht schon Spaß.

“Sequenzer” Rekorder

Das ist echt schade, das dieser Rekorder quasi keine Features hat. Er dient aber laut Anleitung z.B. auch dem Erstellen eigener Arpeggios. Toll, klar kann man ein paar Noten live einspielen. Aber echt jetzt, wäre es wirklich so schwer gewesen eine STEP-Eingabe hinzuzufügen und einen LOOP-Modus mit manueller Notenkorrektur hinzuzufügen. Gegen diesen Rekorder ist der Sequenzer im moX(F) ein Super-Highend-Aufnahmestudio. Es macht so viel Spaß mit dem moX einen Song/Pattern’s zu erstellen, weil es total direkt und ohne PC geschieht.

VSTi

Ich dachte zuerst es gäbe kein VSTi für Cubase, aber das Teil heißt MODX-Connect. Es arbeitet standalone und als VST3. Ist aber kein VSTi wie beim moX(F) mit dem man sämtliche Synth-Parameter einstellen kann sondern dient nur dem laden/speichern verschiedener Performance’s.

MODX Connect (Standalone und VST3)

Eine komplette Performance kann in beide Richtungen übertragen werden (MODX <> PC) und die Song’s nur zum PC.

Per Auto-Sync kann MODX-Connect immer die aktuelle Performance des MODX erhalten. Einen Song auf dem MODX kann per Drag/Drop zu Cubase übertragen werden (vorher so viele MIDI-Spuren erzeugen wie der Song enthält).

Sinnhaftigkeit einer Performance

Natürlich kann (und sollte man) mit dem MODX tolle Parts kreieren. Ich als Cubase Multitracker stelle mir z.B. eine Performance mit bis zu 16 “Instrumenten” (Part’s) zusammen und habe in dem Fall etwas davon. Denn so hat man schon mal 16 Instrumente ZUSAMMEN zu einem Cubase-Projekt (und wenn mehr als 16 Instrumente benötigt werden erstellt man einfach eine weitere Performance usw.).  Zusätzlich kann man sich dann Live-Sets erstellen in denen man die Performances ablegt. Und Bibliotheken (Librarys) gibt es auch noch. So ist für MICH eine (zwar nicht so gedachte) hohe Funktionalität gegeben.

Jemand schrieb auf AMAZONA “ich brauche aber meine Bank/Preset-Nummern”. Wozu, wenn man sich die Namen der Performance’s doch wohl eher merken kann. Außerdem könnte man sich im gespeicherten Performance-Namen selber beliebige Nummern hinzufügen.

Ich weiß Cubase kann VSTi-Presets speichern. Aber das ist umständlicher. Jedesmal Preset speichern, Preset laden wenn man einen anderen MIDI-Track beackern will. Ich suche schon lange an einer Möglichkeit das wenn man einen MIDI-Track auswählt im echten Instrument das Preset automatisch wieder hergestellt wird.

Motion Sequenzer
Die Funktion bietet eine Echtzeitsteuerung für Klangänderungen.
Für eine Performance gibt es maximal 8 Lanes (Motion-Sequenzer-Spuren). Eine Lane kann bis zu 8 Sequenzen enthalten. Ein Part kann bis zu 4 Lanes enthalten.
 
Knob’s
 
Der MODX hat leider nur 4 Knob’s (Drehregler). Mein moX hat 8, damit kann man extrem schnell Dinge erreichen wie Cutoff, Resonanz, Portamento, Filter EG Depth, Volume, PAN, Equalizer, Arpeggio Gate Länge, Arpeggio Tempo, Chorus Send, Reverb Send, 2x Assignable Knob’s.
 
Und der direkte Zugriff per Drehregler macht so viel Spaß  (und erst der fette Master-Volume-Fader).
 
Am MODX kann man nun den 4 Knob’s 8 eigene Zuweisungen geben. Das geht mit dem “Control Assign” Taster.
 
Jedem Part können bis zu 16 Controller-Sets zugewiesen werden.
 
Wenn sich der Cursor über einem zuweisbaren Parameter befindet, leuchtet der Taster “Control Assign” leicht auf. Drückt man die Taste kann im folgenden Bildschirm durch betätigen eines Controller-Knob dieser dem Parameter zugeordnet werden.
 
Antesten 3. Versuch
 
Diese Tastatur, warum hat YAMAHA die nicht mehr verbessert.
 
Habe mal einen Parameter einem Knob zugewiesen. Es wird beim drehen des Knob im Display so was wie “Parameter x” angezeigt, irgendwas allgemeines. Irgendwie kann man (glaube ich – hoffe ich) auch den Namen des Ziel-Parameters anzeigen lassen. Das müßte eigentlich gehen, da Preset-Performances auch bis zu (und maximal) 8 Knob-Zuweisungen MIT vernünftigen Bezeichnungen haben.
 
Die Synth-Engine Hüllkurven sind ordentlich mehrstufig. Beim Filter z.B. kann ein Klang dumpf starten, heller werden, wieder dumpfer und beim loslassen der Taste z.B. wieder heller.
 
Merkwürdig war folgendes. Obwohl ich den Volume eines Parts auf null hatte, ertönte der Part quasi unverändert laut. Als ob ein Teil am Mixer Volume Fader vorbei liefe.
 
Kopieren/Austauschen kann man Parts nur IN der aktuellen Performance. Wäre doch cool wenn man besondere Parts in andere Performances kopieren könnte.
 
Die Fader dienen unter anderem der Lautstärke-Einstellung der Parts. Habe mich zuerst gewundert warum sich beim bewegen eines Faders nichts tat. Die Fader sind auf MITNAHME des aktuell eingestellten Wertes geeicht.  Der Wert wird im Performance/HOME Display mit einem kleinen blauen Pfeil angezeigt. Das ist echt gut gemacht. Dann suchte ich unter Einstellungen ob man das deaktivieren kann, NEIN. Und das erscheint denn auch logisch. Da die Fader viele Funktionen erledigen müssen würde man sich ohne die Werte-Mitnahme oft die Volumes verdrehen.
 
Die 4 Knob’s fühlen sich bei diesem jungen Neugerät nicht ganz gleichmäßig im Drehwiderstand an. Da habe ich schon deutlich besseres gedreht. Auch ist es minimal kniffelig den Null-Wert (z.B. Cutoff) wieder einzustellen. Da müßte es  einen etwas erweiterten NULL Drehbereich geben. Das habe ich tatsächlich neulich mal bei einem anderen Synth gesehen, es sind diese Kleinigkeiten wo man sieht, da hat doch tatsächlich Jemand mitgedacht (Korg Monologue). Beim moX war das einfacher, da gerasterte Drehregler. Die machen auch echt mehr Spaß weil das Feeling dadurch präziser wird. Mag sein das man mit einem ungerasterten Drehregler softere Motion’s hin bekommt.
 
Hatte mal wieder meine In-Ear Kopfhörer dabei und ich mußte auf deutlich über die Hälfte aufdrehen um akzeptable Lautstärke zu haben. Doch ist beim moX auch so aber der hat einen fetten Fader, viel besser und cooler als so ein billiger Drehregler. Yamaha hat beim MODX echt gespart.
 
Der Sequenzer. Ich kriege da kaum was sauber eingespielt. Jedesmal muß man die LOOP wieder aktivieren. Ich bin wahrscheinlich zu blöd aber gehe ich zurück zum HOME Screen um einen anderen Part zu wählen und komme zurück in den Recorder ist alles futsch.
Antesten x-ter Versuch

Wow, der MUSICSTORE hat tatsächlich mal einen Kopfhörer am MODX der Ihm gerecht wird, klingt Sahne, kann nicht aufhören. Fast jeder FM-Sound oder auch AWM Synth-Comp machen Spaß und vieles klingt richtig böse geht man in die tieferen Oktaven. Wenn doch endlich Klarheit mit KORG und ROLAND wäre.

Entweder ist KORG sehr faul die haben den KROME zum KROME-EX aufgebrezelt oder das ist nur eine kurzzeitiger Refresh. Und ROLAND’s FA ist sowas von hintendran. Viel zu kleines Display, zu wenige Drehregler/Fader, überholtes Design, einfach zu alt. Da müßte dringend Nachschub kommen.

Und das heißt warten, vielleicht kommt ja mal was interessantes.

 

 

 
 

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