Yamaha moX Synthesizer

Ende 2011 kaufte ich mir den Yamaha moX 6 Synthesizer (Workstation). Ich hätte zu dieser Zeit lieber etwas von ROLAND genommen aber in der 1000 Euro Klasse gab es nur den JUNO GI und der hatte leider nur einen digitalen Audiorecorder als ‘Sequenzer’. Und ich wollte unbedingt eine Workstation mit Sequenzer um vom PC unabhängig zu sein. Der erste moX hatte über die gesamte Tastatur Oberflächenkratzer weswegen ich Ihn umtauschte, der Zweite war dann fehlerfrei.

Nach einer Zeit der Eingewöhnung kommt ein klasse Arbeitsfluß zustande. Das Display ist zwar kompakt aber crisp und sehr informativ. Heutzutage in Zeiten eines ROLAND FA-06 allerdings nur mehr lachhaft. Müßte ich aktuell eine Workstation kaufen, sofort einen FA-06. Was man da für 1000 Euro bekommt. Klasse Display, LOOP-Aufnahme, Sampler mit PAD’s, 16 Effekte also jede Spur Einen im Sequenzer usw.

Leider kam später der moXF heraus (was wirklich Niemand geahnt hatte) welcher deutlich verbessert wurde. Dieser hat 128fache Polyphonie, mehr ROM-Speicher (alle Sound’s 1:1 vom MOTIF XF), Sample-Fähigkeiten vom MOTIF XF. Aber vor allem 8 doppelte Insert Effekte !! Mein moX muß mit 3 Insert Effekten auskommen.

AI-Knob Reparatur

Da ich im ersten Jahr den AI-Knob extrem häufig benutze zeigte Dieses allmählich steigende Fehlfunktionen. Es gab schon mal keine Reaktion bei einem Klick, dann wieder Parameter Sprünge . Ich habe das genaustens ausgetestet. Je schneller man das Datenrad drehte desto eklatanter wurde die Fehlerquote.

TIP : Seit der Reparatur benutze ich das AI-Knob nur noch wenn es wirklich nötig ist. Denn oftmals geht es mit den INC/DEC Tasten im speziellen in Kombination mit der SHIFT Taste (10er Parameter Schritte) viel schneller als mit dem AI-Knob.

Also zog ich den AI-Knob einfach vom Drehschalter Schalter ab. Durch das Gehäuseloch sieht man den (defekten) Drehschalter auf einer Platine. Um dort aber einen Neuen einzulöten muß das gesamte Gehäuse geöffnet werden. Und es stellt sich die Frage kostet es wirklich so viel mehr einen verschleißfreien Drehschalter mit Lichtschranken-Sensor zu verbauen ?

Da ich auf Einsenden und evtl. wochenlanges Warten auf meinen geliebten moX keine Lust hatte bestellte ich bei einem Elektronikversender ein paar Varianten des Drehschalters (24 Raststellungen pro Umdrehung) die in etwa dieselben Abmessungen und Kontaktpositionen hatten. Diese kostete nur wenige Euro.

Da dies mein erster Synthesizer ist war ich beim öffnen sehr vorsichtig und habe die original Styropor Teile benutzt damit keine Kratzer an die Tastatur oder das Gehäuse kommen.

Die Aktion in aller Kürze

Gehäuse geöffnet hier und da einige Flachbandkabel/Kabel gelöst. Platine mit defektem Schalter demontiert. Original Schalter ausgelötet, Ersatzschalter verlötet. Platine montiert, Kabel gesteckt, Gehäuse geschlossen.

Ein paar Feinheiten waren aber dennoch nötig. Wie auf einem Foto zu sehen ist bei dem neuen Schalter der Metallschaft höher und der Drehstab selber rund und nicht abgeflacht auch evtl. zu lang.  Den Drehstab abflachen/kürzen (Feile/Puksäge) ist kein Problem, am Metallschaft kann man nichts ändern.

Nach dem Aufstecken des AI-Knob selbst stelle ich fest, das Dieser mit seinem untenliegenden Stützwulst nicht dicht genug ans Gehäuse heranreicht (in der Luft hing). Das ist aber nötig, damit der Fingerdruck von der Mulde nicht den Schalter belastet. Mit anderen Worten, der unter der Mulde liegende Wulst muß gerade so das Gehäuse berühren um die Fingerlast auf das Gehäuse abzuleiten. Da aber der AI-Knob nun an den höheren Metallschaft des Schalters stößt bleibt nichts anderes übrig als den AI-Knob selber ein wenig zu kürzen (siehe Foto mit Materialüberschuß).

Effekt der AI-Knob funktioniert nun wieder wie neu, ich benutze Diesen aber nun deutlich weniger (siehe TIP oben).

Was mir bei alledem auffiel war wie die restlichen Drucktaster beschaffen sind. Da habe ich bisher immer sanft mit gearbeitet um Diese lange zu erhalten. Die grauen Tastflächen selber schlagen beim Betätigen auf der Platine an, geben so den Klickton von sich, stellen selber aber nicht den Taster dar.  Es wird nur der darunterliegende Microtaster betätigt. Heißt auch wenn man richtig feste auf die Taster haut macht das kaum etwas, denn der echte Taster wird nur betätigt aber nicht bis zum Anschlag gehauen weil vorher der graue Taster an der Platine anschlägt. Nicht schlecht. Und auch nach nunmehr 4 Jahren intensivem Arbeiten mit dem moX funktionieren alle Taster sauber.

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