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Commodore AMIGA 500 von 1987 (PC Diskettenlaufwerk eingepflanzt)

Ziemlich direkt als der AMIGA 500 auf den Markt kam kaufte ich mir Einen (diesen Einen um den es hier geht). Ich meine immer 700 DM gezahlt zu haben, auf dem kleinen Aufkleber (ohne BARCODE) steht allerdings 979 DM !!!!!!!!!!!

Mit dem AMIGA war ich nie so zufrieden wie mit dem C-64. Und das lag an dem Fenster Betriebssystem. Damit war das Gefühl direkt an der Maschine zu arbeiten weg. Und dann diese ständigen GURU-Absturzmeldungen, so etwas gab es auf dem C-64 nicht.

Das Disketten-Dilemma

Unten im Dorf hatte ein Kumpel auch einen A500, der jedoch ein anderes Diskettenlaufwerk intus hatte. Spürbar leichter gingen die Diskette rein/raus.

Das wollte ich auch und so habe ich eine von zwei Zugfedern ausgehangen die den Diskettenschacht beim Einlegen nach unten zieht. So gingen die Disketten dann auch leichter raus (und evtl. nicht mehr richtig rein. Vielleicht wurde so der Schreib/Lesekopf nicht mehr fest genug ans Medium gepresst.

Damit fingen dann schleichend Leseprobleme an. Bis heute bilde ich mir ein es läge an der Feder, Die aber aber nie wieder ein gehangen hatte. Aus heutiger Sicht – wie dümmlich kann man sein ? Wenn was schlechter als vorher ist macht man es rückgängig. Aber vielleicht lag es ja schon immer am Diskettenlaufwerk das schleichend schlechter wurde.

Irgendwann kam der AMIGA dann in die Ecke und der PC hielt Einzug.

23 Jahre später :  ich sehe mir extrem gerne YouTube Filmchen über Homecomputer an. Unter anderem eben auch den Austausch eines Amiga 500 Laufwerks gegen ein PC Diskettenlaufwerke. Oh, ich wußte gar nicht das das geht ! Hey da oben in meinem Regal liegen 4 von den Dingern von verschiedenen Herstellern.

Tagelang überlegt ob man sich das antun soll, dann doch den AMIGA 500 vom Speicher geholt plus zwei volle Diskettenboxen.

Das Originallaufwerk EPSON SMD-400

Das Ding war nie wirklich defekt, es hatte nur zuletzt Leseprobleme.

Als erstes stelle ich fest, das es Klackt wie es sich gehört ohne Diskette, leider Bewegt sich der Schreib/Lesekopf nicht. Ich meine ohne Strom müßte man den Schlitten mit einem Finger schieben können. Doch da bewegt sich nix.

Und diese Teile sind echt Meisterleistungen der Ingenieurskunst. Man erkennt quasi nicht was, wie , wo geschieht oder bewirkt. Nach einer Weile des grübeln’s klinke ich diese kleine Stahlstange aus auf der der Kopf hin und her fährt. Diese geht echt schwer raus. Ich merke mir wie herum Sie drin war und reinige Sie. Dann  minimal eingeölt. Viel besser, der Kopf kann nun wieder per Finger verschoben werden.

Dann bemerke ich das am raus stehenden Ende ein Minischlitz ist für einen Uhrmacher Schraubendreher. Ich drehe und man fühlt das die Stange alles ist nur nicht rund. Ist aber so gedacht denn während man dreht hebt/senkt sich der Lesekopf einseitig. Dient also zur Lage Justage.

Nachdem der Kopf wieder gängig ist, Diskette rein. Ja, der Kopf fährt zum “Bootsektor”, steppt noch ein paar mal und Ende. Und das immer gleich mit verschiedenen Game-Disketten.

Ich reinige noch die Köpfe und justiere an der Stange, bringt aber nix. Ende für einen Tag reicht es. Morgen bringe ich Den wieder auf den Speicher.

Tausch Diskettenlaufwerk

Komm, überwinde dich, versuch es mal mit dem Tausch des Diskettenlaufwerk. Simpel soll das Samsung SFD-321B sein. Genau so eines habe ich hier zufällig auch.

Mir ist vorher schon klar, das es nicht leicht sein wird. Abgesehen von der SMD Miniatur Elektronik ist der mechanische Einbau im Amiga viel schwieriger zu bewältigen (dazu unten mehr).

Das erste ist schon mal – selbst wenn eine Laufwerksbezeichnung exakt stimmt, gibt es zig Platinen Revisionen  mit verschiedenen Controller Chip. Und nicht nur die Chip Bezeichnung ist anders auch deren PIN-Anzahl. Aber beim Samsung SFD-321B braucht man glücklicherweise KEIN Beinchen am Chip hoch zu biegen.

Ich orientiere mich an diesem gefundenen Foto.

Elektronik um löten

Zuerst entferne ich die Löt-Gnubbel Verbindung beim DS1 und verbinde stattdessen DS0.

Samsung SFD-321B – Brücke DS1 nach DS0

Dann löte ich den NULL-Widerstand bei DC raus und bei RDY wieder ein. Durch das auslöten bei DC wird automatisch PIN 34 des Datenkabelsteckers aufgetrennt.

Samsung SFD-321B – NULL-Widerstand DC nach RDY

Nun verbinde ich PIN 2 des Datenkabelsteckers mit DC als Stützpunkt. Real verbinde ich aber PIN 2 mit dem Controller Chip.

Samsung SFD-321B – PIN 2 mit Controller Chip verbinden

Dann will ich freudigst die Floppy montieren, stelle aber fest, das das Stromkabel der Original-Floppy an dieser fest verlötet ist. Ich besorge mir einen Floppy Strom Stecker mit Kabel aus meinen 30 Jahre lang angesammelten PC Teilen. Drehe noch ein paar Kontakte so das es mit + und – paßt.

Samsung SFD-321B – Stromkabel gebastelt/verlängert

Beim Floppy Einbau stelle ich dann fest “zu kurz”. Noch ein bisschen verlängert ohne zu löten. Wichtig ist das Plus an Pin 1 und Minus an Pin 2 des SFD-321B ankommt.

Ich weiß das das AMIGA Datenkabel einseitig nur mit Masse beschaltet ist und ein falsches Anstecken nicht schlimm ist.

Das Datenkabel stecke ich erst mal “richtig” herum an, die Nut paßt nur so.

Ich schalte den AMIGA ein, nix, kein KLACK oder Geräusch vom Diskettenlaufwerk. Aber andersherum geht das Datenkabel doch nicht wegen der Nut – DOCH geht ohne Probleme.

Und siehe da es KLACKT…Diskette rein ratter…schöööönes Geräusch.

Finaler Einbau und Auswurf-Knopf

Also das der Auswurf-Knopf Schwierigkeiten machen würde war klar, aber beim Laufwerks-Einbau hätte ich’s echt nicht erwartet. Und genau als ich diesen Satz schreibe denke ich “warte mal, am Original-Laufwerk ist bestimmt ein Besfestigungs-Rahmen dran”. JAU !!! Also das Höherlegen der Floppy hätte ich mir sparen können :/

Zum Einen muß das Samsung Laufwerk deutlich höher eingebaut werden. Die zwei Metall Schraub-Verlängerungen schraube ich einfach weiter raus, hält trotzdem.

Samsung SFD-321B – Metall Stützpunkte weiter rausschrauben

Bei dem AMIGA Kunststoff Stützpunkt baue ich eine Verlängerung aus alten PC Stützpunkten mit zufällig passendem Gewinde.

Samsung SFD-321B – Verlängerung des 3. Stützpunkt

Der 4. Punkt ist die eine seitliche Schraube, die kann ich einfach in der Höhe variieren. Ach ja, die Laufwerk interne LED klebe ich ab, sonst nervt deren leuchten durch den Diskettenschlitz.

Samsung SFD-321B – LED abgedunkelt

Jetzt kommt das schwierige der Auswurf-Knopf. Zuerst probiere ich den Original irgendwie zu benutzen, keine Chance. Dann baue ich eben Einen aus Metall. Irgendwo sehe ich eine Schiene für ein 2,5″-HDD Laufwerk rumliegen und säge ein U ähnliches Stück ab. Nach einer einstündigen Feil-Arbeit flutscht es endlich. Einseitig am Diskettenlaufwerk angelötet. Paßt, wackelt (kaum 🙂 und hat Luft.

Oberstes Gebot am AMIGA wird nicht rum gefeilt.

Samsung SFD-321B – Neuer Auswurfknopf
Samsung SFD-321B – Knopf draußen
Samsung SFD-321B – Knopf drin
Samsung SFD-321B – FERTIG !!!

Schöner erfolgreicher Tag.

Als nächstes müsste ich mir ein SUB-D (23polig AMIGA) nach VGA-Adapter bauen…

Original Halterahmen

Abends, es lässt mir keine Ruhe. Der Halterahmen am Original-Laufwerk ist mit 4 Schrauben befestigt. Ich demontiert Ihn. Beim Samsung passen nur 2 Schrauben, es fehlen 2 Gewindelöcher. Beide Schrauben fixieren die Halterung aber schon gut.

Samsung SFD-321B – mit Original AMIGA Halterahmen

Nun folgt ein einstündiger Kampf mit der  Justage. Ich habe das Laufwerk dutzende mal ein/ausgebaut. Einmal schleift die Diskette mit Ihrer Unterseite an der oberen AMIGA Gehäuseschale. Wenn das dann mal OK ist, schleift mein gebastelter Auswurf-Knopf am Gehäuse so das Er sich nur zäh bewegt.

Ich arbeite mit hauchdünnen Unterlegscheiben am Plastikstützpunkt was immense Maß-Auswirkungen hat. Paßt es dann am Diskettenschlitz, drehe ich die beiden Metallstützpunkte bis die Luft weg ist. Zuletzt klappt es endlich mit einer hauchdünnen rötlichen Pappscheibe von PC-Montagen.

Den Original-Auswurf-Knopf einfach mit TAPE im AMIGA-Gehäuse fixieren. So geht Er nicht verloren.

 

 

 

 

Seagate 7200.10 Reparaturversuch

Vor Jahren kaufte ich mir eine Seagate Barracuda ST3750640AS mit 750GB Kapazität. Diese sollte nur als Datengrab dienen.

Ich füllte Sie mit Filmen und als Sie fast voll war machte es KLICK und Ende. Die Platte war nagelneu. Kurz darauf erfuhr ich aus dem Netz das ein Firmwarefehler schuld sei und dieser gleich die Platine mit zerstören würde.

Äußerlich sieht man an der Platine nichts. Die Platte dreht auch schön hoch, danach macht der Kopf nur noch wiederholende Geräusche.

Nachdem ich einige Videos gesehen habe in denen HDD’s geöffnet wurden und der Kopf irgendwo auf den Plattern fest hing traue ich mich auch mal. Das erste mal seit überhaupt …

HDD vor dem öffnen

Also kleinen Torx Schraubendreher, alle Deckelschrauben raus, auch die unter dem Aufkleber Versteckte. Dann mit einem mittleren Schlitzschraubendreher sanft hier und da aufgehebelt. Total einfach … jetzt bloß nicht Husten !

HDD offen

Zuerst sehe ich die Schreib/Leseköpfe mitten auf den Plattern, freue mich “siehste Die hängen”. Sieht man aber mal nach oben rechts das größere schwarze Plastikteil, welches irgendwie keine Ähnlichkeit mit üblichen Parkpositions-Teilen hat.

Egal, erste Aktion, mittels des gleichen Torx die Platter langsam gegen den Uhrzeigersinn drehen und gleichzeitig den Kopfträgerarm per Fingerdruck nahe der Drehachse nach außen zu bewegen.

Das geht echt schwergängig, hätte nicht gedacht das bei so feiner Mechanik solche Drücke herrschen. Ist aber eigentlich kein Problem. Ich sehe auch nicht das der Kopf irgendwelche Macken hinterläßt.

So, der/die Köpfe sind nun an der äußersten Kante der Platter, weiter läßt sich der Arm nicht bewegen. Dann bemerke ich das dieses schwarze Plastikteil, die gedachte Park-Aufnahme nicht dafür geeignet scheint, weil Sie es nicht ist. Die Köpfe würden direkt das Plastik berühren. Es ist nicht die Parkposition.

Weiter nach Außen gehts nicht – KEINE Parkposition

Ich schaue ein paar Videos/Fotos und bei ähnlichen Seagate-Modellen liegen die Köpfe immer nahe der Plattermitte, das scheint die Parkposition zu sein. Also den Trägerarm wieder zurückgedreht. Also Er die Parkposition erreicht macht es einen spürbaren Klick und es geht total leicht. Die Köpfe werden irgendwie mechanisch von den Plattern angehoben.

Einfach mal ein schöner Anblick

Ich schließe die HDD wieder und denke vielleicht hat das Bewegen ja was gebracht. Die HDD spinnt hoch, die Köpfe aber machen genau das selbe wie vorher. Und ab auf den “nicht gelungen Haufen”.

 

 

 

Yamaha moX (Platinen Reparatur)

Mir fällt die Decke auf den Kopf (moX)

Sachen gibt’s. Fallen doch einige Quadrahtmeter Deckenvertäfelung runter teilweise auf den moX. Rein äußerlich ist eigentlich nichts zu sehen. 

Als ich dann mal wieder mit dem moX Arbeiten will, fällt mir auf, das auf der rechten Hälfte einige Tasten nicht mehr funktionieren. Man sieht dann auch von Außen, das einige Tasten zu tief liegen. Also schraube ich den moX auf und finde einen Mega Platinenriß entstanden durch den Schlag einer Deckenplatte. Die Tasten gaben ihrerseits den Druck auf die Platine weiter.

Yamaha moX – Platine gerissen (unten)
Yamaha moX – Platine gerissen (oben)

Da ich meinen guten alten Wirewrap-Stift nicht wiederfinde nehme ich stabile Schaltdrähte. Ist zwar nicht so elegant weil klobiger/sichtbarer, auf Dauer aber auch haltbarer.

moX Platine repariert (Leiterbahnbrüche überbrückt)

Die Decke habe ich wieder hergestellt und dieses mal viel besser gesichert. Der moX funktioniert wieder tadellos.

Yamaha moX Synthesizer

Ende 2011 kaufte ich mir den Yamaha moX 6 Synthesizer (Workstation). Ich hätte zu dieser Zeit lieber etwas von ROLAND genommen aber in der 1000 Euro Klasse gab es nur den JUNO GI und der hatte leider nur einen digitalen Audiorecorder als ‘Sequenzer’. Und ich wollte unbedingt eine Workstation mit Sequenzer um vom PC unabhängig zu sein. Der erste moX hatte über die gesamte Tastatur Oberflächenkratzer weswegen ich Ihn umtauschte, der Zweite war dann fehlerfrei.

Nach einer Zeit der Eingewöhnung kommt ein klasse Arbeitsfluß zustande. Das Display ist zwar kompakt aber crisp und sehr informativ. Heutzutage in Zeiten eines ROLAND FA-06 allerdings Yamaha moX Synthesizer weiterlesen