So nach einer gefühlen Ewigkeit mal ein Roland Boutique JX-03 gekauft (244 Euro). Hatte die Geräte im MUSICSTORE oft getestet und der Klang ist schon Sahne. Verarbeitung und Optik bei allen Boutique Modellen ist einfach top.
Ursprünglich hieß es ja von Roland die Geräte seien limitiert. Nach Jahren kam aber bei mir dann das Gefühl auf, die Teile gibt es ewig. Laut Verkäufer sind die Geräte so beliebt das Roland nochmal eine Auflage nachgelegt hat (JP-08, JU-06, JX-03).
Warum habe ich JETZT ein Gerät gekauft ? Weil es nun ziemlich plötzlich Modelle schon nicht mehr zu kaufen gibt. Z.B. ist der JP-08 und der JU-06 nicht mehr zu haben. Der JU hat schon einen klasse Klang. Und da der JX-03 gerade der günstigste (und einzigst vorhandene) ist und auch noch zwei Oszillatoren hat nahm ich Einen.
Firmware Updaten
Zuhause erst mal ein Fiormwareupdate auf Version 1.11 gemacht. Geht folgendermaßen…
Versionscheck
- beim Einschalten Taste 8 gedrückt halten
- wenn Taste 8, 12 und 16 leuchten ist die neuste Version installiert (nicht updaten)
- leuchten Diese nicht dann updaten
- Gerät ausschalten
Updaten
- beim Einschalten Taste MANUAL gedrückt halten
- es öffnet sich ein USB-Laufwerk “JX-03” welches leer ist
- die Firmwaredatei BQ_UPD.BIN auf das Laufwerk kopieren (NICHT den Ordner ‘boutique_sys_111‘ dorthin kopieren)
- das USB-Laufwerk ‘auswerfen’ um sicher zu gehen das alle Daten darauf geschrieben wurden
- Taste MANUAL drücken um das updaten zu starten
- während des updaten’s zeigen die 1 bis 16 Tasten den Fortschritt an
- das updaten ist beendet wenn die MANUAL Taste leuchtet
- Gerät ausschalten
Speicherplätze für eigene Patches
Der JX-03 hat drei Bänke mit je 16 Patches. Bank A + B sind (logischerweise) veränderbar dort aber NICHT wieder speicherbar. Eigene oder veränderte (auch eigene) Patches kann man nur auf Bank C speichern. Zum Speichern hält sich die Anleitung recht bedeckt. Dort steht ‘halten Sie den gewünschten Patch Taster (1…16) länger gedrückt.
Allerdings muß man nach meiner Erfahrung erst C drücken und dann die Taste (1…16) so lange drücken bis Diese blinkt. Eigentlich wäre es ja logisch das egal in welcher Bank ich bin IMMER ein langes drücken der Tasten 1…16 ein Speichern zur Folge hätte. Denn man hat ja sowieso nur Bank C zum speichern.
Dann frage ich mich wie man diese 16 Patches zu einem Cubase Projekt speichert. Denn es gibt für die Boutique’s kein VSTi das Cubase konform im Projekt speichern könnte. Nach der Arbeit am Projekt währenddessen man die Patches in den Tracknamen vermerkt und im JX-03 gespeichert hat schalte ich den JX-03 einfach aus und beim Einschalten halte ich die die Taste 2 gedrückt. Dadurch öffnet sich wiederum das USB-Laufwerk ‘JX-03’. Dort liegt ein BACKUP/RESTORE Ordner. Diesen BACKUP Ordner kopiere ich einfach in den Cubase Projekt Ordner und nenne Ihn in für mich in ‘JX-03’ um.
Will man dann an einem Projekt weiterarbeiten hält man wieder am JX-03 beim Einschalten Taste 2 gedrückt, USB-Laufwerk geht auf und man schmeißt die Patches dort in den RESTORE Ordner. Dann evtl. das USB-Laufwerk entfernen und MANUAL drücken.
Nachdem alle LED’s aufgehört haben zu blinken den JX-03 ausschalten und wieder einschalten.
Das alles muß man als CUBASE Nutzer (danke Steinberg) natürlich tun bevor man Cubase (Version <9) startet, da Cubase 8 kein USB-Gerät erkennt welches nach dem Start von Cubase eingeschaltet wurde (was erwartet man auch im Jahr 2017 ?!).
Bedienung/Funktionen
Erste Sahne, die Drehregler fühlen sich wie Große an. Einige gehen schwerer andere leichter, ist aber wohl so gedacht. Der JX-03 hat keine diese wunderschön illuminierten Fader.
Leider läßt sich der LFO nicht synchronisieren, so das man auf gut Glück angewiesen ist um einen Sound halbwegs passend zu bekommen. Leicht negativ ist auch, das wenn man irgendeinen Patch anwählt die Regler/Schalter nicht mit den Patch-Positionen übereinstimmen (können). Spielt man an irgendwas herum und es missfällt muß man auf Gehör arbeiten um es wieder geradezubiegen.
Interessant ist wenn man MANUAL drückt werden ALLE aktuellen Schalter/Regler Stellungen übernommen. Du spielst was du siehst.
Dann gibt es noch die ‘versteckten’ Funktionen, die wichtig sind aber (Platzmangel – Original-Optik) nicht aufgedruckt wurden.
M=MANUAL C=CHORUS C=Ribbon Controller’s
Nach dem Einschalten leuchtet A und MANUAL, alle Regler/Schalter-Stellungen wurden übernommen. Es ist KEIN direkter Patch gewählt.
Chorus
Chorus Noise OFF M12 + 1
Half Noise M12 + 2
Full Noise M12 + 3
Delay
Delay Level M14 + 1…16
Delay Time M15 + 1…16
Delay Feedback M16 + 1…16
Bend Range M13 + 1…12
2 Oktaven M13 + 13
OFF M13 + 16
BACKUP/RESTORE
Beim Einschalten Patch 2 = USB Drive (Backup/Restore zum speichern/wiederherstellen der Patches C1 bis 16)
C + SOLO/UNISON/POLY spricht für sich selber
C + 4…13 Tonhöhe der Tastatur (Octave Up/Dn)
Portamento
Portamento Time C + C2 (Ribbon Controller 2) von unten bis oben
Portamento Switch C + C1 (Ribbon Controler 1) unten = AUS oben=EIN
Auffälligkeiten
Das Speichern sollte man gewissenhaft tun. Die beleuchteten Taster gehen erwachsen schwer. Fühlt sich wertig an und ist auch gut so, aber mir ist es Anfangs einige male passiert das ich die Tasten zu zaghaft Drückte. Durch das daraus resultierende ‘zu kurze drücken zum Speichern’ und zweit Drücken ruft man dann urplötzlich einen anderen Patch ab und alle Arbeit ist verloren. Hier kommt evtl. wieder die MANUAL-Taste ins Spiel. Denn hatte man zuvor an ALLEN Schalter/Reglern gearbeitet (was aber nicht so oft der Fall ist) wäre das fast eine UNDO-Funktion.
CC Control Change’s
Es wurde ja zum Erscheinen gesagt die Teile regieren nicht auf spezielle CC’s. Nach dem Update ist es aber durchaus so, das ich z.B. den Cutoff-Regler (CC-74) sogar live in einer MIDI-Spur aufzeichnen/wiedergeben kann, genauso die Resonanz.
Aus Geiz habe ich mir natürlich nicht das KM-25 Keyboard gekauft, da ich es mal wieder für zu teuer halte (100 Euro und ein Bundle gibt es nicht). Vermerk : das Keyboard ist zwar nett, das des JD-Xi aber noch besser.
Neulich dachte ich kauf doch für 200 Euro das Bundle A1 und KM-25. Da hätte man 50 Euro gespart weil das A1-Modul 150 Euro kosten würde. Aber …
Also ich vermisse an so einem Gerät wirklich die Tastatur, Sounds per MIDI anzutesten geht, macht aber keine große Freude. Beim live Spielen kann man eben mal Variationen im Anschlag/Notenlänge probieren.
Anbindung per USB/Audio
Audio per USB, klasse. Unter Windows 7 hat man ja eh keine Kontrolle mehr über irgendwelche Eingangspegel (Line-In). Habe alles probiert um den USB-Audio Pegel anzuheben, geht nicht. Und leider ist der Pegel oft deutlich zu niedrig. Egal nehme ich eben den Audioausgang, das klappt wie gehabt klasse. Dann ist der Pegel ein Zusammenspiel des VCA-Levelregler und des Rückseitigen Pegeleinsteller. Unter Cubase hat das Aufnehmen per Audio Interface noch andere Vorteile. Das PAN/Monitoring/Effekte funktionieren dann wie Sie sollen. Ist der Boutique mit seinem ASIO dran, hat man während der Aufzeichnung keine Effekte (Cubase), PAN ect.
