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yaVDR Hardware Upgrade (08-2021)

3.8.2021

Montage

Das billig Gehäuse KoLink KLA-002 ist superschnell von Völkner eingetroffen. Das Gehäuse bekomme ich nicht aus dem Karton geschüttelt, auch nicht gezogen wenn ich den Karton festhalte. Ungewöhnlich, ich muß den Karton zerreißen um an den Inhalt zu gelangen. Ist das Teil leicht, vermutlich Feder(leicht)stahl. Alles  Metall an diesem Gehäuse scheint echt mal ultradünn zu sein.

KoLink KLA-002 – Karton
KoLink KLA-002 – Front
KoLink KLA-002 – Rückseite

Zuerst baue ich das übrige BIOSTAR TA970 Mainboard ein. Seltsam, im neuen Gehäuse sind schon sechs Stützpunkte vormontiert, was nicht üblich ist. Ich halte mein FullSize Mainboard rein und stelle fest, das an wichtigen Stellen KEINE Gewindelöcher existieren. Gerade dort wo man bei einem Mainboard auch mal Kraft beim Stecken von Kabeln aufwendet. Genauer gesagt im hinteren Bereich wo die Stromversorgung gesteckt wird.

Deswegen befestige ich an diesen Punkten am Mainboard selber ein paar Stützpunkte bevor ich es einbaue.

Jetzt brauche ich schon die restliche Hardware aus dem alten Gehäuse. Alter Schwede ist hier ein Staub drin. Egal alles rausgerissen, Gehäuse zum Alteisen. Gegen das neue Gehäuse ist das alte Teil “Build like a Tank”.

Grafikkarte, DVB-S2 Karte, CPU-Kühler, SSD und Netzteil um montiert.

Beim Einbau der PCI-Karten fällt mir direkt eine extreme Abweichung der Norm bei den Schraublöchern auf.

KoLink KLA-002 – PCI Verschraubung sehr pass ungenau

Bei der Grafikkarte ging es noch (FOTO). Bei der SAT-Karte am äußersten Ende des Mainboard gesteckt bekam ich die Schraube nur noch mit hängen und biegen rein.

Kaufte man früher ein 40€ Gehäuse bekam man erstens mehr Blech und die Maße stimmten besser.

Egal, Strom an’s Mainboard und die SSD gesteckt.

An der Rückseite sitzt schon ein 80mm Lüfterchen, direkt angeschlossen.

Komm ich baue noch einen 120mm Lüfter unter die Frontverkleidung. Die Front abgehebelt und wieder keine Schraubenlöcher erkennbar. Stattdessen Langlöcher, die durchaus passende Maße haben. Ich würge die Schrauben rein. Lüfter ans Mainboard gesteckt. Schade das BIOSTAR TA970 hat KEINEN einzigen vier poligen Lüfter-Anschluß.

Schon vor der Gehäusebestellung hatte ich das Mainboard offen ausprobiert yaVDR lief direkt. Dabei stellte ich fest, das die Netzwerkverbindung NICHT funktionierte. Mit etwas rumgefrickel an der /etc/network/interfaces.conf ging es dann wieder.

Funktionstest

yaVDR läuft sofort, Bild am TV ist zwar falsch skaliert, ist aber eine Kleinigkeit.

Mal wieder KEIN Internet weil Ubuntu die Netzwerkschnittstelle durchnummerierend erkennt. War es am alten Mainboard eth0 ist es nun wahrscheinlich eth1

Ich gehe in die /etc/network/interfaces.conf und nenne dort eth0 in eth1 um (DHCP). Nach einem Neustart habe ich nun auch Internet.

Dann stelle ich die Auflösung auf 1920×1080 mit 60Hz um, klappt, perfektes FullHD Bild.

KoLink KLA-002 – Boden ist lackiert

Das ist der Boden des Towergehäuse Welcher sogar schwarz lackiert ist. Gut, denn ich muß das Gehäuse ja auf die rechte Seite legen. Schwarz fällt nicht so auf wie nacktes Metall. Ich klebe vier fette Gummifüße an die “Hutze” die wie recherchiert KEINE Lüftungslöcher aufweist.

Lüftung

Ich hatte ja 2 Lüfter angeklemmt die aktuell einen Höllenlärm machen. Kein Problem, kann man bestimmt im BIOS drosseln.

NÖ, kann man nicht. Zumindest reagieren die beiden Zusatzlüfter auf nix. Wer macht denn von euch beiden so einen Lärm. Im laufenden Betrieb einen Lüfter abgezogen, wow, viel leiser. Komm weg mit dem Zweiten Lüfter. Wahnsinn, absolute Ruhe nur mit dem CPU Kühler-Lüfter. OK, ich habe so fast keine Gehäuse Durchlüftung außer Der des Netzteils, ist ja aber auch kein Leistungsmonster. Einer der wärmsten Teile ist der fette Passivkühlkörper der Grafikkarte und der wird nur gut warm.

KoLink KLA-002 – Funktionstest

Ist das Teil leise, absolut klasse. Ich schließe das Gehäuse und ab ins Rack. Sieht das dezent aus, nur schwarz gebrusht, perfekt. Und die Bodenplatte ist quasi nicht zu sehen wegen der Nähe zu einem Yamaha Verstärker. Schön und wie geplant liegen die Luftschlitze an der Frontverkleidung über die gesamte Breite oben und unten. Zusätzlich gibt es dann oben noch die Möglichkeit einen 120mm Lüfter anzubringen. Ich probiere es aber erst mal ohne, die Lüftungslöcher lassen warme Luft (steigt nach oben) schön selber raus.

KoLink KLA-002 – Im Rack super dezent

Zusätzlich ist das Gehäuse sehr wartungsfreundlich. Nur aus dem Rack ziehen, die zwei Rändelschrauben raus und “Seitendeckel” abziehen. Schon hat man vollen Zugriff auf alle Hardware.

Was war das beim alten Gehäuse immer ein kleiner Krampf. Zwei Schrauben an der Rückseite mit dem Schraubendreher raus drehen. Den massiven U-geformten Deckel abziehen. Dann zwei innere Riegel verschieben um eine obere Gehäusehälfte per Scharnier ausschwenken zu können. 

Das Panel liegt wie erwarten auf der rechten Seite. Nachts fällt mir auf, das die Power/HDD LED’s viel zu hell sind. Nichts was nicht ein Stück schwarzes Klebeband mildern kann 🙂

Laufstabil

Für ein FullSize ATX Gehäuse ist es sehr kompakt und doch innen sehr voluminös. Heißt sehr luftig, es herrscht keinerlei Enge. Deswegen verzichte ich erst einmal auf jegliche Zusatzlüfter. Nach Tagen des Betriebs keinerlei Abstürze.

Performance 

Erwartungsgemäß ist nun alles schneller.

Der Hammer ist aber die Geschwindigkeitssteigerung beim Schneiden von TV-Aufnahmen.

Ein Serienteil (45 Minuten) brauchte vorher 22 Sekunden, jetzt nur noch 6 Sekunden !!!!

Ein kompletter Spielfilm in SD-Auflösung braucht nur noch 22 Sekunden (vorher 45 Sekunden), fein.

Tage später

Und da sind sie wieder die völlig sporadischen System Hänger.

Trotz völlig anderem Mainboard/RAM/CPU aber gleicher Grafik und DVB-S2 Karte. Auch ist die UBUNTU-OS Basic quasi gleich geblieben. Mein UBUNTU ist immer noch 14.04. Ich könnte wohl auf Version 16 Upgraden, traue mich aber nicht, weil yaVDR dafür nicht geeignet sein soll.

Nerver change a running System

TV-Bild steht still, das ist aber grundsätzlich nicht bedenklich, weil das oft so ist bei Timer-Aufnahmen. Ist evtl. ein Stromspareffekt. Warum soll die Grafikkarte ackern, wenn doch nur ein Datenstrom aufgezeichnet wird, guckt ja eh keiner zu.

In der Regel braucht man dann nur den Kanal wechseln, wenn das schon nicht klappt war’s das. RESET-Taster drücken.

4k Videos YouTube

Die Hoffnung war gegeben, das die “neue” Hardware 4k Video’s ruckelfrei wiedergeben könnte. NEIN, kann Sie nicht weil …

Tja, yaVDR hat ja keinen richtigen grafischen Taskmanager, nur den Befehl “top” im Terminal. Immerhin zeigt dieser an das ein Chromium-Browser Prozess 240% CPU Leistung verballert, stoppe ich das Video geht die Leistung logischerweise runter.

240% ist das nun ein Kern meiner 4-Kern FX-4300 CPU oder sowas wie eine Summe ?

Ich installiere einen besseren Taskmanager htop mit sudo apt-get install htop.

Der zeigt immerhin jeden der 4 Kerne separat als Balken UND in Prozent Auslastung an UND zusätzlich noch die einzelnen Prozesse.

Grundsätzlich muß ich sagen, das meine NVidia GeForce GT 610 nur bis zu einer Auflösung von 2560 x 1600 Pixel darstellen kann.

Jetzt gibt es zwei Theorien. Entweder macht die GT 610 beim runterskalieren von 4k schlapp oder die FX-4300 CPU.

Mit htop sieht man einwandfrei das die CPU schuld ist. Alle 4 Kerne liegen so um die 86% Auslastung und das wird auch in rot eingefärbt. Gehe ich in Youtube auf 1440p runter läuft alles gerade so noch ruckelfrei bei einer CPU Auslastung von 65 – 76%

PS : der TIP eines YTers im Chrome-Browser unter Settings/Advances/User Hardware-Acceleration if available auf AUS zu schalten bringt bei mir gar nichts.

OK immerhin ist man damit schon mal ein Quanten-Sprünglein über FullHD, und das sieht man auch.

Es ist aber auch schon sehr beeindruckend stockende 4k Videos auf meinem steinalten 2k Fernseher anzusehen. Ich sach nur Cheops Pyramide oder Teotihuacan. Es wirkt schon auf dem ollen Fernseher als wäre man dabei. Wie muß das erst auf einem 4k Bildschirm wirken ?!

Als die 4K Fernseher aufkamen sagt mal Jemand, 3D ist nicht mehr nötig, das wirkt wie in ECHT.

Das wirft dann direkt die Frage nach einem CPU-Upgrade auf. So etwas macht aber auf dem AM3-Sockel Mainboard echt keinen Sinn mehr.

Immer wieder System-Hänger

Trotz massiv getauschter Hardware zeigt yaVDR 0.6.2 genau wie mit der vorherigen Hardware-Konstellation plötzliche Hänger.

Dann geht meist noch kurz ein Bewegen der Maus, vielleicht das Einblenden des linken Seitenmenü’s und dann ist ENDE.

Neulich war es so schlimm, das direkt nach einem Neustart alles hing, Hard-Reset, Neustart, hängt wieder, Hard-Reset, Neustart läuft.

Und in dem Zustand war die Hardware KALT, also nicht etwa instabil durch Überhitzung.

Das war jetzt beim System-Kaltstart.

Dann wieder eine ganz andere Lage, Rechner hängt in der Sekunde als ich eine TV-Aufnahme per TV-Frontend wiedergeben will. In KODI ist das aber auch schon mal passiert.

Mal läuft der Rechner einen Tag durch, mal bleibt Er plötzlich stehen, auch mal während einer Aufnahme.

Gleichgeblieben sind folgende Komponenten :

  • TECHNISAT DVB-S2 Karte
  • NVidia GeForce GT 610 Grafikkarte
  • Netzteil
  • Betriebssystem yaVDR 0.6.2 (steinalt)
  • 240GB Toshiba SSD

Ich fange sogar schon an mir Datum/Uhrzeit der Ereignisse aufzuschreiben um dann im LOG (welches ist es bloß ?!) zu forschen woran es liegen könnte.

KEINE Chance, Linux hat sooo viele LOG’s in /var/log/

Man solle wohl dmesg und syslog durchforsten.

Aktueller Grafiktreiber ist 384.130 – Gehe ich nach NVidia finde ich die Version 390.144 als .RUN Datei. Direkt runter geladen.

Bei der Installation kommt jedoch die Meldung “x-Server beenden”, würde ich gerne, leider ist nicht herauszubekommen wie Der heißt.

LightDM, X oder sonst wie.

Irgendwo wird dann gemeldet (wenn man es denn schaffen würde) das wenn irgendwann der KERNEL erneuert würde, mit dem neuen KERNEL wieder ein älterer Treiber käme. Was für eine bescheuerte Topografie Linux hat. Treiber im KERNEL.

Irgendwie klappt es plötzlich, das ich ONLINE per “sudo apt-get install nvidia-current” eine andere  Treiberversion installiert bekomme. Hatte vorher auch irgendein Repository hinzugefügt.

Aktuelle Treiberversion ist nun 304.137 also viel älter als vorher die 384.130 – fein !!

/träum/ was würde ich gerne UBUNTU 20.x als BASIS für yaVDR verwenden – aber es gibt KEINE verlässliche Quelle ob sowas funktioniert /träum-ende/

Nach einem Tag ohne Crash installiere ich wieder den 384.130 Treiber mit

sudo apt-get install nvidia-384

Klappt problemlos. Vorher probiere ich noch mit

sudo apt-get install nvidia-390

einen aktuelleren Treiber zu installieren, da gibt es aber nichts.

System LOG’s

Woran liegt es nun das das System sporadisch einfach stehenbleibt ?

Ich sehe mal die System Logdateien in /var/log/ durch. Speziell syslog.

SysLog

Ich Google also nach Buffer Usage und GLib-Critical und Console-Kit-Daemon.

Da Console-Kit-Daemon unwichtig scheint deinstalliere ich es mit

sudo apt-get remove consolekit

Alles läuft, nach einer Weile heißt es irgendwo das StreamDev-Plugin würde auch schon mal hängen, also weg damit.

sudo apt-get autoremove vdr-plugin-streamdev-server

Ich wundere mich das Ubuntu mir anzeigt über 400MB zu deinstallieren, aber OK.

Danach läuft yaVDR nicht mehr man landet direkt in der Vollbild-Konsole. Zumindest startet das TV-Frontend nicht mehr und nirgends steht wie man Es startet. Der VDR selber scheint aber zu laufen, denn nach sudo vdr start kommt die Meldung “läuft schon”.

DAS HEISST NEUINSTALLATION

Oh man, erst mal alle *.config’s nach Windows gesichert, leider vergessen die Chromium (Youtube AddOn) und Firefox Bookmarks eben zu sichern. Auch habe ich mir deren Addons/Plugins nicht gemerkt.

KEINEN Bock den jungen TV-Rechner wieder aufzuschrauben nur um ein DVD-Laufwerk zur Installation anzuklemmen…hmmm USB-Stick ??

Cool in MINT finde ich direkt eine Anwendung “USB-Abbilderstellung”. Ich lade schnell die yaVDR 0.6.2 ISO herunter und erstelle mit dem Tool einen bootbaren USB-Stick (hoffentlich). Scheibenkleister das ging schnell, über 700MB Image in wenigen Sekunden am Stick ?! OK, USB 3.0 und schnelleren steinalt Stick.

Ab mit dem Stick in eine USB 3.0 Buchse im yaVDR-PC, bootet nicht !!

Hurtig Googeln ab das mit einem steinalt AMI-BIOS von 2010 überhaupt geht. JA, sollte es. Im BIOS gehe ich unter ADVANCES auf den gefundenen USB-Stick und stelle den von Automatic auf HDD um. Dann noch in der Bootreihenfolge den Stick als ersten einstellen.

!! BOOTET !!

Ach du liebes bisschen, geht das schnell von USB, die Installation rast nur so durch (bis auf den von allen geliebten PRESEED).

Leider will ich wieder schlau sein und wähle bei der ersten Neuinstallation bei den Partitionen “nimm die Partitionen so wie Sie sind”. Normalerweise würde ich dort wählen “schnapp dir die gesamte SSD”.

Jedenfalls läuft das System nach erfolgter Installation so nicht, alles nochmal. Dieses mal nehme ich aber “nimm die ganze SSD”. Ja, so klappt es nun.

Wie üblich kein Bild, kein Ton … komme schon.

sudo stop vdr

Vom Windows Rechner die *.config’s wieder rübergeschoben, Dann am yaVDR-Rechner ALLE *.config’s wieder nach /var/lib/vdr geschoben bis auf die epgsearch.config

Die gehört in den Ordner /var/lib/vdr/plugins/epgsearch

sudo start vdr

Goil, alles wieder genau so justiert wie das vorher war, Oberfläche, Lautstärkestufen, Startlautstärke usw.

Auch die Timer UND die Suchtimer sind da (was zu erwarten war).

Nun noch das YouTube AddOn installieren mit

sudo apt-get install yavdr-addon-youtube

Nun noch die Lesezeichen regenerieren und einige Plugins installieren.

Ich krümme jetzt keinen Finger mehr, mach erstmal nix mehr am System.

4 Tage später

Es lief alles sooo Absturzfrei, am 4. Tag jedoch, ein Crash als ich wieder mal eine HD-Aufnahme während eines Recording’s abspielen wollte.

Und da es das gleiche Verhalten wie vorher mit einer halb so großen SSD ist scheint das Laufwerk unschuldig.

Schon blöd, bei so etwas simplen wie eine Wiedergabe …

Wochen später …

Da war’s wieder, beende nach einer stundenlangen YouTube-Session das YouTube AddOn, blättere kurz TV-Aufnahmen durch und starte Eine … System hängt quasi direkt.

Datum 16.10.2021 Uhrzeit 12:??

Ich hatte zum Glück die Taskleiste offen in der die Uhrzeit angezeigt wird. Es war genau um äääh, stand da nicht eben was von 12:4?

Aktuell steht die UHR auf 12:50 und schlägt nach 12:51 um, aha, das gesamt System hängt also nicht.

Einfrieren tut der VDR, weil die Sidebar-Icons mit stehenbleiben.

Ich öffne mal eine Vollbildkonsole mit Strg + Alt + F1 und gebe htop ein um die Tasks zu beobachten …

Tja, der Bildschirm wird schwarz, es kommt keine Konsole, das war’s. Wäre ja auch zu schön gewesen mal was recherchieren zu können.

RESET

Logs durchforsten

Ich sehe mir /var/log/syslog an und sehe genau passend …

DVBPLAYER “won’t end” ERROR

Eine Zeile weiter um 12:54 erfolgt der Neustart.

Das Problem, im Internet existiert kein DVBPLAYER.

Deswegen scheinen weitere Recherchen unmöglich.

 

Commodore AMIGA 500 von 1987 (PC Diskettenlaufwerk eingepflanzt)

Ziemlich direkt als der AMIGA 500 auf den Markt kam kaufte ich mir Einen (diesen Einen um den es hier geht). Ich meine immer 700 DM gezahlt zu haben, auf dem kleinen Aufkleber (ohne BARCODE) steht allerdings 979 DM !!!!!!!!!!!

Mit dem AMIGA war ich nie so zufrieden wie mit dem C-64. Und das lag an dem Fenster Betriebssystem. Damit war das Gefühl direkt an der Maschine zu arbeiten weg. Und dann diese ständigen GURU-Absturzmeldungen, so etwas gab es auf dem C-64 nicht.

Das Disketten-Dilemma

Unten im Dorf hatte ein Kumpel auch einen A500, der jedoch ein anderes Diskettenlaufwerk intus hatte. Spürbar leichter gingen die Diskette rein/raus.

Das wollte ich auch und so habe ich eine von zwei Zugfedern ausgehangen die den Diskettenschacht beim Einlegen nach unten zieht. So gingen die Disketten dann auch leichter raus (und evtl. nicht mehr richtig rein. Vielleicht wurde so der Schreib/Lesekopf nicht mehr fest genug ans Medium gepresst.

Damit fingen dann schleichend Leseprobleme an. Bis heute bilde ich mir ein es läge an der Feder, Die aber aber nie wieder ein gehangen hatte. Aus heutiger Sicht – wie dümmlich kann man sein ? Wenn was schlechter als vorher ist macht man es rückgängig. Aber vielleicht lag es ja schon immer am Diskettenlaufwerk das schleichend schlechter wurde.

Irgendwann kam der AMIGA dann in die Ecke und der PC hielt Einzug.

23 Jahre später :  ich sehe mir extrem gerne YouTube Filmchen über Homecomputer an. Unter anderem eben auch den Austausch eines Amiga 500 Laufwerks gegen ein PC Diskettenlaufwerke. Oh, ich wußte gar nicht das das geht ! Hey da oben in meinem Regal liegen 4 von den Dingern von verschiedenen Herstellern.

Tagelang überlegt ob man sich das antun soll, dann doch den AMIGA 500 vom Speicher geholt plus zwei volle Diskettenboxen.

Das Originallaufwerk EPSON SMD-400

Das Ding war nie wirklich defekt, es hatte nur zuletzt Leseprobleme.

Als erstes stelle ich fest, das es Klackt wie es sich gehört ohne Diskette, leider Bewegt sich der Schreib/Lesekopf nicht. Ich meine ohne Strom müßte man den Schlitten mit einem Finger schieben können. Doch da bewegt sich nix.

Und diese Teile sind echt Meisterleistungen der Ingenieurskunst. Man erkennt quasi nicht was, wie , wo geschieht oder bewirkt. Nach einer Weile des grübeln’s klinke ich diese kleine Stahlstange aus auf der der Kopf hin und her fährt. Diese geht echt schwer raus. Ich merke mir wie herum Sie drin war und reinige Sie. Dann  minimal eingeölt. Viel besser, der Kopf kann nun wieder per Finger verschoben werden.

Dann bemerke ich das am raus stehenden Ende ein Minischlitz ist für einen Uhrmacher Schraubendreher. Ich drehe und man fühlt das die Stange alles ist nur nicht rund. Ist aber so gedacht denn während man dreht hebt/senkt sich der Lesekopf einseitig. Dient also zur Lage Justage.

Nachdem der Kopf wieder gängig ist, Diskette rein. Ja, der Kopf fährt zum “Bootsektor”, steppt noch ein paar mal und Ende. Und das immer gleich mit verschiedenen Game-Disketten.

Ich reinige noch die Köpfe und justiere an der Stange, bringt aber nix. Ende für einen Tag reicht es. Morgen bringe ich Den wieder auf den Speicher.

Tausch Diskettenlaufwerk

Komm, überwinde dich, versuch es mal mit dem Tausch des Diskettenlaufwerk. Simpel soll das Samsung SFD-321B sein. Genau so eines habe ich hier zufällig auch.

Mir ist vorher schon klar, das es nicht leicht sein wird. Abgesehen von der SMD Miniatur Elektronik ist der mechanische Einbau im Amiga viel schwieriger zu bewältigen (dazu unten mehr).

Das erste ist schon mal – selbst wenn eine Laufwerksbezeichnung exakt stimmt, gibt es zig Platinen Revisionen  mit verschiedenen Controller Chip. Und nicht nur die Chip Bezeichnung ist anders auch deren PIN-Anzahl. Aber beim Samsung SFD-321B braucht man glücklicherweise KEIN Beinchen am Chip hoch zu biegen.

Ich orientiere mich an diesem gefundenen Foto.

Elektronik um löten

Zuerst entferne ich die Löt-Gnubbel Verbindung beim DS1 und verbinde stattdessen DS0.

Samsung SFD-321B – Brücke DS1 nach DS0

Dann löte ich den NULL-Widerstand bei DC raus und bei RDY wieder ein. Durch das auslöten bei DC wird automatisch PIN 34 des Datenkabelsteckers aufgetrennt.

Samsung SFD-321B – NULL-Widerstand DC nach RDY

Nun verbinde ich PIN 2 des Datenkabelsteckers mit DC als Stützpunkt. Real verbinde ich aber PIN 2 mit dem Controller Chip.

Samsung SFD-321B – PIN 2 mit Controller Chip verbinden

Dann will ich freudigst die Floppy montieren, stelle aber fest, das das Stromkabel der Original-Floppy an dieser fest verlötet ist. Ich besorge mir einen Floppy Strom Stecker mit Kabel aus meinen 30 Jahre lang angesammelten PC Teilen. Drehe noch ein paar Kontakte so das es mit + und – paßt.

Samsung SFD-321B – Stromkabel gebastelt/verlängert

Beim Floppy Einbau stelle ich dann fest “zu kurz”. Noch ein bisschen verlängert ohne zu löten. Wichtig ist das Plus an Pin 1 und Minus an Pin 2 des SFD-321B ankommt.

Ich weiß das das AMIGA Datenkabel einseitig nur mit Masse beschaltet ist und ein falsches Anstecken nicht schlimm ist.

Das Datenkabel stecke ich erst mal “richtig” herum an, die Nut paßt nur so.

Ich schalte den AMIGA ein, nix, kein KLACK oder Geräusch vom Diskettenlaufwerk. Aber andersherum geht das Datenkabel doch nicht wegen der Nut – DOCH geht ohne Probleme.

Und siehe da es KLACKT…Diskette rein ratter…schöööönes Geräusch.

Finaler Einbau und Auswurf-Knopf

Also das der Auswurf-Knopf Schwierigkeiten machen würde war klar, aber beim Laufwerks-Einbau hätte ich’s echt nicht erwartet. Und genau als ich diesen Satz schreibe denke ich “warte mal, am Original-Laufwerk ist bestimmt ein Besfestigungs-Rahmen dran”. JAU !!! Also das Höherlegen der Floppy hätte ich mir sparen können :/

Zum Einen muß das Samsung Laufwerk deutlich höher eingebaut werden. Die zwei Metall Schraub-Verlängerungen schraube ich einfach weiter raus, hält trotzdem.

Samsung SFD-321B – Metall Stützpunkte weiter rausschrauben

Bei dem AMIGA Kunststoff Stützpunkt baue ich eine Verlängerung aus alten PC Stützpunkten mit zufällig passendem Gewinde.

Samsung SFD-321B – Verlängerung des 3. Stützpunkt

Der 4. Punkt ist die eine seitliche Schraube, die kann ich einfach in der Höhe variieren. Ach ja, die Laufwerk interne LED klebe ich ab, sonst nervt deren leuchten durch den Diskettenschlitz.

Samsung SFD-321B – LED abgedunkelt

Jetzt kommt das schwierige der Auswurf-Knopf. Zuerst probiere ich den Original irgendwie zu benutzen, keine Chance. Dann baue ich eben Einen aus Metall. Irgendwo sehe ich eine Schiene für ein 2,5″-HDD Laufwerk rumliegen und säge ein U ähnliches Stück ab. Nach einer einstündigen Feil-Arbeit flutscht es endlich. Einseitig am Diskettenlaufwerk angelötet. Paßt, wackelt (kaum 🙂 und hat Luft.

Oberstes Gebot am AMIGA wird nicht rum gefeilt.

Samsung SFD-321B – Neuer Auswurfknopf
Samsung SFD-321B – Knopf draußen
Samsung SFD-321B – Knopf drin
Samsung SFD-321B – FERTIG !!!

Schöner erfolgreicher Tag.

Als nächstes müsste ich mir ein SUB-D (23polig AMIGA) nach VGA-Adapter bauen…

Original Halterahmen

Abends, es lässt mir keine Ruhe. Der Halterahmen am Original-Laufwerk ist mit 4 Schrauben befestigt. Ich demontiert Ihn. Beim Samsung passen nur 2 Schrauben, es fehlen 2 Gewindelöcher. Beide Schrauben fixieren die Halterung aber schon gut.

Samsung SFD-321B – mit Original AMIGA Halterahmen

Nun folgt ein einstündiger Kampf mit der  Justage. Ich habe das Laufwerk dutzende mal ein/ausgebaut. Einmal schleift die Diskette mit Ihrer Unterseite an der oberen AMIGA Gehäuseschale. Wenn das dann mal OK ist, schleift mein gebastelter Auswurf-Knopf am Gehäuse so das Er sich nur zäh bewegt.

Ich arbeite mit hauchdünnen Unterlegscheiben am Plastikstützpunkt was immense Maß-Auswirkungen hat. Paßt es dann am Diskettenschlitz, drehe ich die beiden Metallstützpunkte bis die Luft weg ist. Zuletzt klappt es endlich mit einer hauchdünnen rötlichen Pappscheibe von PC-Montagen.

Den Original-Auswurf-Knopf einfach mit TAPE im AMIGA-Gehäuse fixieren. So geht Er nicht verloren.