Längere Zeit habe ich mit einer Soundblaster Audigy 2 ZS in Verbindung mit Cubase gearbeitet. Die Soundkarte hat nicht wirklich die richtigen Buchsen oder Kabelpeitschen für den Job aber irgendwo lag noch ein 5.1 Adapter kleine Stereo Klinkenstecker auf Chinch-Buchsen. Mit ein paar Kabeln zum billigst Mixer verbunden.
Am Anfang bildete sich eine schöne Feedbackschleife beim Abhören, mit ein wenig nachdenken und Aufmalen des Signalwegs ergab sich schnell “die Schleife ist zurecht da”. Mit dem Verstehen kam das Beseitigen.
Ich weiß es nicht mehr genau, aber ich meine letztens konnte ich Aufzeichnen und Abhören ohne großartig was umzuswitchen.
Immer schon ein Auge auf ein richtiges Audio-Interface geworfen speziell das Steinberg UR22-Mk2. Hört sich doch ausgereift an Mark 2. EIN Video gibt es wo das Teil aufgeschraubt wird und die Innereien recht gut zu sehen sind. Da ist echt viel an Elektronik drin für 130 Euro. Gekauft – das Teil ist aus Vollmetall, standstabil und einfach wertig.

Nerven tut das man nie ganz genau weiß ob Input 1 und 2 wirklich gleich justiert sind und das wenn der MIX-Regler auf INPUT steht nur MONO zu hören ist. Echt Professionell sowas. Trotzdem macht das Arbeiten mit dem Teil Spaß, bis auf …
Jahre später
Also ich werde nicht glücklich mit dem UR22 Mk2 weil ich, wie viele andere auch, immer wieder Aussetzer habe die absolut nicht eingrenzbar sind. Mal gibt es kurze Knackser meistens aber verschwindet der Sound abrupt und fadet dann wieder ein. Das ist oft begleitet vom flickern der weißen Power LED.
USB umstecken bringt nix, starkes Handy Netzteil anschließen bringt nix. Die Sample-Rate erhöhen bringt etwas, die Ausfälle nehmen ab verschwinden aber nicht vollständig.
Mal kann ich stundenlang ohne Probleme mit Cubase arbeiten, dann wieder häufige Störungen. Seltsamerweise werden Aufnahmen quasi nie gestört. Ich habe während Aufnahmen noch nie Knackser oder Einbrüche gehabt. Nur während Wiedergaben.
Das passiert auch extrem häufig während man YouTube Video’s schaut – also auch eine Wiedergabe. Treiber/Firmware Updates alles drauf, hilft aber nichts.
Irgendwann ist man es dann echt leid. Die Störungen sind absolut unvorhersehbar und nicht zu beseitigen. Schade um’s Geld…weiß noch nicht was ich unternehme.
Ich denke ich baue nochmal die Soundblaster in den PC, muß nur mal sehen wie das mit der Verkabelung war.
Nächster Tag
Gestern hatte ich in Cubase die unter Buffer-Size die Samples hochgesetzt. Das erhöht natürlich auch die Latenz. Ich setze die Samples wieder auf 128 und die Latenz hängt nun um die 7ms, brauchbar.
In Windows finde ich eine Energiesparoption für die USB-Ports. Ich schalte die mal AUS. Bringt leider gar nichts.

Nur Cubase geöffnet, ein Projekt spielt ab. Sporadisch kommen wieder Aussetzer, die Power LED des UR22 flickert definitiv kurz, also ein Stromversorgungsproblem. Ich schalte um auf ein starkes (2 Ampere) USB Netzteil. Die Aussetzer bleiben nun aus.
Mal intensiver testen. Wenn ich in Cubase arbeite sind eigentlich keine weiteren Programme am laufen. Aber ich stelle eben fest, das wenn in Cubase ein Projekt spielt und ich im Firefox eine Webseite öffne z.B. YouTube (aber auch Andere) kräckelt es heftig. Besonders gut zu hören wenn man im Stereo-Out Kanal die Höhen abschneidet.
Spiele ich eine MP3 im VLC-Player ab und öffne eine Webseite keinerlei Störungen.
Hmmm, PING mal ins Internet oder erzeuge mal LAN-Traffic.
Windows-Taste und ‘cmd’ eingetippt – ich bin erstaunt, es krackelt heftig im Cubase Projekt. Wer ist der Schuldige, die CPU-Last anderer Tätigkeiten oder der Traffic per LAN.
PING in Netz macht nix aus, ein gestarteter Download macht nix.
Die CPU-Last muß Derjenige welcher sein !!!
Nächste Stufe ich drehe mal die Buffer-Size wieder nach oben, mal sehen was die Kräckler machen.
512 Byte, die Kräckler sind komplett weg. Langsam ran tasten nach unten 256, 192. Bei 192 Byte sind Störungen da aber viel weniger als mit 128 Byte. Ab 256 Byte keinerlei Störungen mehr, auch nicht wenn ich Cubase laufen lasse gleichzeitig per VLC eine MP3 abspiele und Webseiten lade. Keinerlei, naja, ab und an noch ein kleiner Knackser.
Latenz liegt bei 9/11ms geht noch, habe aber irgendwie kein Vertrauen in das UR22.
Wochen/Monate später
Keinerlei Probleme mehr mit dem UR22-Mk2. Es scheint vieles/alles an der Buffer-Size zu liegen. Toll ist das die Instabilitäten weg sind, leider erkauft mit erhöhter Latenz. Genau der Vorteil den man sich durch Kauf eines Audio-Interface erhofft hat (geringe Latenz), geht damit flöten.
Was ich bei Cubase auch nicht verstehe ist das es einen Haken gibt um die Latenz des Audio-Interface automatisch auszugleichen, was aber nicht wirklich klappt. Dann probiert man wieder manuell mit den Samples rum um Aufnahmen perfekt zu platzieren.
Cubase kennt doch die exakte Latenzzeit des Interface und kann Aufnahmen dementsprechend umplatzieren. Tut es aber nicht.
Warum kann Cubase eigentlich nicht MIDI-Daten (um die Latenzzeit) früher zum Synthesizer senden so das Der synchron zu allem anderen abspielen kann ?