30.4.2016
Kaufe mir die Novation Circuit für 300 Euro. Verarbeitung klasse, Optik sehr gut. Erstmal ein Firmwareupdate machen. Das ist einfach und sieht echt lustig aus auf dem “32 PAD Matrix-Display”. Ein mega Fortschrittsbalken wird abgebildet, einfach cool.
Es dauerte etwas um alle Funktionen zu verinnerlichen, aber das vergisst man dann nicht mehr, weil die selective Beleuchtung von allen Drehreglern, PAD’s und Tasten klasse und eingängig ist.
Bei mir zeigte sich allerdings (Bug ?) das die Synth2 Spur aber auch DRUM Spuren beim Pattern verketten von einem Pattern auf mehrere im Play Modus irgendwie nicht die Reihenfolge hatten wie Synth1. Spielt also im Synth1 Pattern 1 ist das beim Synth2 dann z.B. Pattern 2. Schalte ich dann Synth 2 kurz auf Pattern 1 und dann wieder zurück auf z.B. Pattern 1-4 läuft Synth 2 wieder synchron zu Synth 1. Vielleicht mache ich auch nur gedanklich einen Fehler. Beim Gerät im Laden ist das nämlich auch so.
Das justieren von Patches ist kinderleicht. Die Belegung der 8 Hauptregler ist meist ähnlich (Cutoff, Resonanz ect.) und es gibt mehrfach Belegungen da es Macroregler sind. Je nach Patch machen die Regler oft ähnliches aber zumindest dem Patch entsprechend interessantes. Es ist eben eine inspirierende Groovebox, so steht es auf der Verpackung.
Reverb und Hall kann man einmal in der Intensität/Art einstellen und dann die Send Level pro Spur justieren. Es ist also nicht möglich einer Spur eine Art von Hall zu geben und einer anderen Spur eine Andere. Genau das selbe mit dem Reverb. Allerdings sind die Send-Pegel automatisierbar.
Quasi alle Regler-Bewegungen lassen sich live, meist auch gemütlich per Step, aufzeichnen (automatisieren). Velocity und Gate kann man per Step präzise verändern.
Leider sind die Mini PAD’s nicht besonders sensitiv, man muß also schon gut draufhämmern damit Sie reagieren. Öfters gibt es auch mal doppelt ausgelöste Töne was nicht schön ist.
Klanglich kommt die Circuit ja auch ordentlich, aber die 64 Patches sind zu wenig.
Plötzlich wurde es ja bekannt das man sogar neue Patches in die Circuit laden kann. Leider geht das nur auf einer Webseite online mit Facebook/Google-Konto. So etwas mag ich gar nicht. Habe ich auch nicht ausprobiert.
Und dann gibt es da noch einen Editor, mit dem sich die Synth-Engines detailliert programmieren lassen. Habe ich zwar Standalone installiert aber nicht weiter ausprobiert, weil ….
…mir nach einigen Tagen die Circuit nichts mehr bot und ich Sie wieder Retour zum MUSICSTORE brachte.
Gedanke war, kauf dir lieber eine KORG Electribe 2, kostet zwar 100 Euro mehr, hat aber klanglich und technisch einiges mehr zu bieten (leider nicht bei der Pattern Anzahl nur 4 anstatt 8 bei der Circuit).
Apropos klanglich. Nehme nun immer meinen eigenen InEar Kopfhörer (Sennheiser) mit zum MUSICSTORE weil deren Kopfhörer Müll sind. Und das im Profiladen. Die haben doch tatsächlich die brauchbaren Monitor-Kopfhörer Sennheiser HD 205 gegen Billigstmodelle gewechselt. Wie soll man sich da einen echten Eindruck verschaffen ?
Fazit
Novation Circuit ist absolut gut verarbeitet, wunderschön illuminiert und simpel/intuitiv zu bedienen. Weiter möchte ich die Circuit eigentlich nicht kleinreden, da ich den Editor nicht probiert habe. Aber irgendwie war es mir vom Knöpfchenjustieren einfach zu wenig Effekt (zu wenig Spielerei).
Ja, die Circuit ist definitiv ohne Display gedacht/gemacht. Aber macht man eine Life Aufnahme weiß man nie so genau in welchem Pattern man sich gerade befindet, außerdem fehlt evtl. ein Click (OK, DRUM’s gehen auch als Hilfe).
Nachteilig auch, hat man noch keine Noten im Sequenzer gesetzt und Play gedrückt, hat man in der Patchauswahl selber (SHIFT + Spurtaste) keine Vorhörmöglichkeit. Das sollte aber per Software-Update leicht zu beheben sein.


