Erwachen der Computer (1982)

Man kann dieses Feeling von 1982/83 heute nur noch schwer vermitteln. Es ist, wie Wolfgang Back es im Computerclub 2 mal gesagt hat, “eine reine Anwendergesellschaft geworden in der nur noch geklickt wird”. Vielleicht ist es aber auch gut so das die Menschen nicht mehr allzu viel über die technischen Einzelheiten wissen wollen (nicht falsch verstehen es gibt heute durchaus noch sehr versierte Bastler, aber die Masse bastelt eben nicht mehr). Es muß aber auch nicht immer wieder von null angefangen werden, es muß weitergehen. Und viele heutige Errungenschaften liegen eher in der Software (GUI/Touchscreen) als in der Hardware. Damals war es das Experimentieren mit der Hardware, heute die Evolution der Anwenderschnittstellen und somit die Benutzbarkeit der Hardware. Ich versuche trotzdem mal dieses Feeling in aller Kürze darzustellen.

Das Jahr NULL

Es ist für mich das Jahr NULL. Bis dato gab es keine erschwinglichen oder gar befähigten Computer für den Heimbereich. Man hat ja auch nicht drauf gewartet weil man von nix wußte. Und quasi von einem Moment zum Anderen sind die Heimcomputer da. Die Faszination das da plötzlich eine Maschine ist mit der man quasi alles machen kann war bei mir immens.

Was mir beim PC völlig abgeht ist das die Homecomputer der 80er Jahre vollkommen eigene Systeme waren. Also ein C64 hatte seine ganz speziellen Hardware Fähigkeiten. Alles was bei mir läuft rennt auch bei einem anderen C64. Und die Maschinen machten einem ganz klare Vorgaben. Das kann ich, dort sind meine Hardwareregister/Speicherbereiche und nun mach mal. Und es wurde im Vollbildmodus gearbeitet, also an der Maschine. Heute arbeitet man in Fenstern, die keinen echten Bezug mehr zur Maschine hergeben. Auch unwiederbringlich verschwunden diese Aufbruchstimmung. In fast schon regelmäßigen Abständen kamen neue einzigartige Homecomputer mit immer besseren Hardwarefähigkeiten auf den Markt … aber ich schweife ab.

Alles begann so 1982/83. In der Stadt in meiner Nähe gab es einen Quelle Laden. Dort an einer Regal-Wand tauchten plötzlich die ersten Homecomputer auf. An den Commodore VIC-20 (Volkscomputer) kann ich mich erinnern. Da dieser aber zu teuer war bekam ich einen VTech Laser 200. Es gab für das Teil keinerlei Speichergeräte, so das Programme beim Ausschalten immer weg waren. Ferner war die Dokumentation nicht gut. Dadurch machte das Programmieren nicht wirklich Spaß. Auch die kaum vorhandenen Hardwareschnittstellen waren nicht dokumentiert. Das Gerät wurde noch ausschließlich an einen Fernseher angeschlossen. BASIC Befehle waren fertig auf die Tasten gelegt, gut bei der schrottigen Gummitastatur.

vtech_laser_200

Relativ kurz darauf erschien der Commodore C64. Ein Computer wie man ihn nie vergißt. Klasse Hardwareschnittstellen darunter der frei programmierbare Userport und die zu diesem Zeitpunkt einmalige Fähigkeit 8 Hardware-Sprites unabhängig von der Hintergrundgrafik absolut flüssig, weil Hardware-Einblendung des Grafikchips, zu bewegen. Den Charakter-ROM, also die Bitmuster der einzelnen Buchstaben/Zeichen, konnte man komplett in das “darunterliegende” RAM kopieren und dort im RAM verändern wodurch eigen kreierte Blockgrafik-Elemente möglich wurde durch die man wiederum eine Gesamtgrafik erstellen konnte. Diese Grafik konnte man mittels eines Hardware-Registers Pixelweise auf dem Bildschirm verschieben, horizontal wie vertikal. Dadurch war ein butterweiches Hintergrund-Scrolling möglich. Alles klasse Voraussetzungen für eine geniale Spiele und Anwendermaschine.

Commodore C64 (ab 1982)
Der Commodore C64

Gespielt habe ich auch sehr oft, mich interessierten aber die Hardwareschnittstellen und das Programmieren mehr. Nachdem ich einige Zeit eine Datasette (Turbo Tape incl.) verwendet hatte mußte ein VC-1541 Diskettenlaufwerk her. Eigentlich ist die 1541 ein eigener Computer mit CPU, RAM, ROM und I/O Bausteinen. Deswegen war das Teil auch richtig teuer. 650-700 DM habe ich dafür bezahlen müssen, etwas mehr als für den C64 selber. Das Netzteil der 1541 ist komplett integriert wodurch die 1541 recht heiß wurde. Irgendwie komisch das Netzteil von ATARI’s Diskettenlaufwerk 1050 ist ein Externes. Das erinnert heutzutage an die XBox 360 (extern) und PS3 (intern). Wie damals erscheint mir der C64/1541  (PS3) hochwertiger und die 1050/ATARI 800XL (XBox 360) nicht so wertig gebaut zu sein.

Die 1541 ist ein einmaliges Diskettenlaufwerk mit absolut genialem Design, genauso genial wie das Design des C64 selber. Da ich meinen ersten C64 leider 1987 verkauft hatte (“mußt du verkaufen wenn ein AMIGA 500 ins Haus kommt”) legte ich mir ca. 2011 wieder einen C64 + Floppy VC-1541 per eBay für sagenhafte 12,50 Euro zu. Beide unverbastelt und nach der Reinigung wie aus dem Laden. Wenn ich C64 oder VC-1541 heute anschaue denke ich immer, was sehen die Geräte doch auch heute noch fantastisch gut aus. Die Tastatur des C64 hat schon einen eigenen Klang und erst die Laufwerksgeräusche der VC-1541, das Anschlagsklackern, das Trackstepping und das schnurren beim Anspringen von Tracks.

Commodore VC-1541 – Diskettenlaufwerk

Obwohl, neulich hatte ich mal ein Atari 1050 Diskettenlaufwerk in Betrieb und deren Arbeitsgeräusche ähnelten frappierend denen der VC-1541. Vor dem Kauf des AMIGA 500 kam noch ein Zweitlaufwerk hinzu. So konnte man endlich Direktkopien anfertigen. Ich erinnere mich an die Software Turbonibbler.

Die 1541 war allerdings nicht die schnellste, verbunden mit dem C64 über eine Serielle-Schnittstelle. Und diese Schnittstelle wurde auch noch durch einen Chipfehler weiter ausgebremst. Commodore überbrückte diesen Chipfehler durch Übertragungs-Protokoll Anpassungen was die Geschwindigkeit der ohnehin langsamen Schnittstelle nochmals reduzierte.

Später wurde durch das benutzen einer Turbo-Software die VC-1541 stark beschleunigt. Ich hatte aber auch im Eigenumbau ein EPROM in den C64/1541 montiert. Dadurch wurde die Datenübertragung rasant beschleunigt.  Es gab auch Parallel-Kabel Lösungen, die jedoch einen größeren Umbau erforderten. Später waren Floppy Beschleunigungen auch per Expansionsport Modulen möglich.

Aber man konnte mit der 1541 nicht nur Spiele laden oder BASIC-Programme speichern/laden, sondern auch selber mit BASIC Befehlen Daten-Dateien erstellen. Ich fand das immer extrem cool, weil man selber Datenbanken erstellen konnte. Und es war sehr faszinierend das ein Diskettenlaufwerk direkt auf Befehls-Eingaben reagierte.

Im Nachhinein muß man sagen, das BASIC des C64 war absoluter Müll. Überhaupt keine Befehle für Sprites und Grafik. Für einen unerfahrenen User war es nicht möglich auch nur ein Pixel auf den Bildschirm zu darzustellen. Klar später gab es Module mit Luxus-BASIC Versionen, aber ich bewerte mal die Maschine im Auslieferungs Zustand.

Selbst wenn man es geschafft hätte auch nur in den Grafikmodus umzuschalten, war da nix mit eben mal einen Kreis zeichnen. Denn es gab dort kein simples x/y Koordinaten-System, nur Speicherstellen. Man hätte sich hier erstmal eine eigene Routine zur Umrechnung von Koordinaten schreiben müssen. Klar die Softwarefirmen hatten sowas. Für den normalen User quasi unmöglich.

Immerhin war es möglich und so verdammt direkt, mal eben ein ASCii Zeichen direkt in den sichtbaren Bildschirmspeicher zu schreiben oder deren Farbe zu verändern. Heißt – wenigstens konnte man den Textbildschirm vollständig manipulieren. Es war cool eigene Textausgabe/Eingabe-Varianten zu kreieren.

Natürlich konnte man auch die Bildhintergrund und Rahmenfarbe per Poke-Befehl ändern. Aber auch hier, es gab nicht einmal BASIC-Befehle für solch grundlegende Dinge, einfach unfassbar schlecht gemacht.

Da scheint es fast schon utopisch mit Sprites zu arbeiten oder ?

NEIN, denn das ging erstaunlich “einfach”. Der Grafikchip hat eine direkte Verbindung zu bestimmten RAM-Bereichen. Dort legt man (in BASIC) zumeist mit DATA-Befehlen eine Pixelmatrix ab. Hier geht alles mit Peek und Poke-Befehlen. Die x/y-Position der Sprites, deren Prioritäten und Sichtbarkeit wurde alles über direkte Poke-Befehle in den Grafikchip geschrieben.

Der Grafikchip ging nun beim Bildaufbau so vor das er genau an der Sprite-Position dann zeilenweise eben die sichtbaren Pixel eines Sprite ausgab. Und das war CPU unabhängig. In BASIC konnte man einfach eine Schleife programmieren und fröhlich die Position eines Sprite verändern. Diese wanderten dann absolut flüssig und ohne CPU-Last über den Bildschirm. Ein großer Vorteil des C64 da die Sprites vollkommen unabhängig vom Hintergrund waren. Zwei Arten von Sprites waren möglich Einfarbige und Multicolor-Sprites (mehr Farben dafür weniger Auflösung).  Der Grafikchip konnte auch selber Kollisionen von Sprites registrieren anhand derer man dann Aktionen auslösen konnte.

Was wäre der C64 für eine Über-Maschine mit einem modernen BASIC gewesen. Abgesehen davon das BASIC sehr langsam ist. Neulich ein Video über den C128 gesehen mit seinem BASIC 7.0

Unfassbar der hat sogar Befehle um Sprites automatisch von a nach b zu bewegen, ohne selber in einer Schleife die Koordinaten zu berechnen, ein Traum. Einfach Grafik-Modi einschalten und Linien, Kreise, Elypsen usw. per Befehl zeichnen lassen. Wobei ich wirklich erstaunt bin über das lahme Zeichnen von Kreisen. Da muß doch ein Entwickler Code in Maschinensprache für geschrieben haben. Warum ist das sooo langsam. Einmal wird der BASIC Befehl in seine Parameter zerlegt, dann in Maschinen-Sprache ein Kreis gezeichnet. Das müsste doch hurtig gehen.

Deutlich erweiterte “DOS” Befehlen die den Umgang mit Disketten deutlich vereinfachen. Unverständlich das Commodore kein BASIC-Upgrade oder TURBO-Loader in den C64C integriert hat. Es wird schon Gründe dafür geben, aber mit Kniffen wäre das bestimmt möglich gewesen. Es wurde doch ohnehin im C64 Betriebssystem ROM/RAM/VIC Speicherblöcke umgeblendet. Ein erweitertes ROM wäre bestimmt möglich gewesen. 

Sequenzielle Dateien VC-1541

Mit dem Befehl Open 2,8,2,”DATEN,S,W” wird direkt live auf der Diskette eine neue Datei namens DATEN vom Typ Sequenziell zum Write (schreiben) erstellt und im Kanal 2 geöffnet.

Jetzt kann man sequenziell direkt in die Datei schreiben mit PRINT #2,”TESTTEXT” oder PRINT #2,A$,B$,C$

Die Daten werden nacheinander wie an einer Schnur in die Datei geschrieben. Ist man fertig schließt man die Datei mit CLOSE #2

Die Datei kann man dann auch zum Read (lesen) öffnen mit OPEN 2,8,2,”DATEN,S,R“. Das Lesen beginnt immer am Anfang der Datei und die 1541 weiß wo der nächste Eintrag beginnt. Der Lesebefehl lautet INPUT #2,A$,B$,C$

Man konnte auch Daten an eine bestehende Datei Appenden (anhängen) mit OPEN 2,8,2,”DATEN,S,A

Ich fand es immer interessant eine eigene Struktur in solche Dateien zu bringen. Man denkt sich einfach spezielle Zeichenkombinationen aus, die beim Lesen erkannt werden und bestimmte Aktionen auslösen.

Direkt Zugriff VC-1541

Das war schon so etwas wie eine Datenbank (Excel-Tabelle).

Man mußte vorher wissen was für Felder (Spalten) man benötigt und wie viele Zeichen jede Spalte maximal aufzunehmen vermag und die Anzahl an Datensätzen (Zeilen) die benötigt werden. Damit wurde dann die gesamte Datenbank auf der Diskette erstellt und somit auch der Speicherplatz schon vorbelegt.

Vorteil, per Befehl konnte man direkt bestimmte Zeilen gezielt lesen/schreiben also direkter schneller Zugriff, Nachteil wenn eine Formatierung im nach hinein nicht mehr passt/ausreicht.

Es war einfach spannend der 1541 dabei zuzuhören wie Sie direkt auf die Kommandos reagiert, einfach diese Direktheit.

Vor 1987 kaufte ich mir noch einen ATARI 800XL incl. Kassettenlaufwerk, einfach weil das Teil geil aussah und zu dem Zeitpunkt billig war. Einer der Computer der Hardware-Technisch dem C64 nahe kam.

ATARI 800XL

Am C64 habe ich mittels eines Userport EPROM-Brenners eine lange Zeit EPROMs für meine selbst gebastelten Einplatinencomputer gebrannt. Der Brenner war ein Micro-Maxi-Prommer. Mittels UV-Löschgerät wurden die EPROMs immer wieder gelöscht um neu programmiert zu werden (da ist der Propeller Chip eine unglaublicher Fortschritt – eben programmiert und mit einem Tastendruck übertragen und im Propeller gestartet).

Auch habe ich einige Userport Platinen gebastelt, wie z.B. eine komplette Laufschriftmatrix (LED Matrixfeld). Programmiert habe ich das ganze mit BASIC wobei die Buchstaben-Character in DATA-Feldern abgelegt waren. Diese LED-An/Aus Daten wurden dann per Userport in gestapelte Speicherchips (8-Bit Latches) geschrieben und somit ausgegeben. Hatte auch mal eine 4-Bit (1 Nibble) Userport Datenübertragung gebastelt die per Maschinensprache eine maximale Geschwindigkeit von 0,4 kByte/s erreichte.

Eigenbau C64 Userport LED-Matrix
Schneider CPC 6128

Den C64 hatte ich schon eine ganze Weile da erschien der Schneider CPC 6128 (vorher erschien noch der Schneider CPC 464 mit Kassettenspeicher-Laufwerk). Seine Z80 CPU lief mit 4MHz und er hatte 128kByte RAM (zwei umschaltbare 64kByte Speicherbänke, da die Z80 CPU nur 64kByte adressieren kann). Ferner war im Tastaturgehäuse noch ein 3-Zoll Diskettenlaufwerk mit 360kByte Speicherkapazität integriert. Das Locomotive BASIC des CPC hatte direkte Grafikbefehle um in bestimmte Auflösungen umzuschalten und Punkte, Linien, Rechtecke ect. zu zeichnen. Allerdings zeichnete der Schneider auch das Textinterface in Grafik, was mir heutzutage total träge vorkommt. Da war der C64 deutlich schneller bei der Bildausgabe trotz seines höheren Alters. Auch die fehlenden Hardware Sprites bemerkte man stark an den flickenden Shapes genannten Objekten (Copy/Paste) in Spielen. Ich besaß zwar keine CPC 6128 hatte aber Gelegenheit an Einem zu programmieren. Vor Jahren bekam ich einen gut erhaltenen CPC 6128 samt Monitor und Disketten geschenkt.

cpc6128_full1
Schneider CPC 6128

Wie oben erwähnt, zwischenzeitlich legte ich mir noch einen Atari 800XL zu als dieser ca. 300DM kostete (Karstadt). Einfach weil das Teil faszinierend aussah. Als Massenspeicher diente mir ein Kassettenlaufwerk von Atari. Auch der Atari 800XL ist ein ein sehr schön designter Computer der ähnliche Hardware Fähigkeiten wie der C64 hatte. Da ich keine Ahnung habe wo mein 800XL ab geblieben ist erstand ich auch einen ATARI 800XL samt Floppy 1050 aus nostalgischen Gründen bei eBay. Später noch einen AMIGA 1200 weil krasse Optik und einer der moderneren AMIGAs. Leider zeigt der AMIGA 1200 Pixelbrei Sprites. Alles funktioniert, aber die Quadrahte der Sprites sind mit buntem Pixelwirrwarr befüllt. Neulich gelesen das Problem habe Andere auch. An den AMIGA’s der letzten Generationen werden die SMD-ELKO’s bemängelt, denen man Defekte kaum mehr ansieht. Kann man gegen SMD-KerKo’s (Keramikkondensatoren) tauschen. Aber ohne zu wissen das das was bringt, in einem Original AMIGA rumlöten … hmmm.

Commodore AMIGA 1200

Am Erscheinungstag des Commodore Amiga 500 in Deutschland kaufte ich mir sofort Einen (verdammich wieder bei Karstadt). Das war im Jahr 1987 weil der AMIGA 500 dann erschien. Vorher hatte ich schon viel über den Amiga 1000 gelesen, der aber viel zu teuer war. Der Amiga 500 hatte alles was der 1000er hatte und das in einem kompakten Tastaturgehäuse. Den Amiga 500 habe ich als erstes mit einer Erweiterungsplatine mit Echtzeituhr aufgerüstet auf der auch eine Speichererweiterung war. Danach habe ich noch eine Kickstart ROM Umschaltplatine eingebaut. Einen RAM und einen Kickstart Umschalter hatte ich in der rechten Gehäuseseite eingebaut. Allerdings war der Amiga für mich nie ein solch genial zu programmierender Computer wie der C64, da auf dem Amiga alles in Fenstern stattfand. Ferner stürzte der Amiga extrem oft ab (Guru-Fehlermeldung). Es kam einfach bei mir nie mehr dieses “ich bin an der Maschine dran” Feeling auf wie beim C-64.

Ich kann mich auch nicht erinnern überhaupt in BASIC Programmiert zu haben. War da überhaupt ein BASIC bei ?

Amiga 500 (1987)
Warum hatte ich bestimmte Homecomputer nicht

Zumeist weil kaum bezahlbar, zu exotisch oder aber technisch kein wirklicher Sprung. Oftmals sogar eher ein Rücksprung.

Man las von Computern wie Dragon (32), Archimedes (unbezahlbare Hightech Teile), Commodore 128, Commodore Plus/4 usw. Aber ich sah keine Vorteil darin mir einen dieser Rechner zu kaufen. Denn der Preis mußte stimmen und dessen Fähigkeiten mußten einen Fortschritt bedeuten. Und das paßte zu keinem dieser Homecomputer.

Zum Beispiel der Schneider CPC 6128. Kam deutlich nach dem C64 hatte auch eine höhere Bildschirm-Auflösung aber nicht die Hardwarefähigkeiten des C64. Er hatte zwar auch Sprites (Shapes), diese wurden aber in Software auf den Monitor gebracht (Copy and Paste). Dadurch entstand ein Flicker-Effekt, einfach schlecht so etwas. Dafür war sein BASIC echt gut. Grafikmodi einschalten, Linien, Kreise wasauchimmer zeichnen, kein Problem.

Oder ein Commodore 128. Der hatte zwar einen 80-Zeichen Bildschirmmodus und CPM, aber irgendwo keinen entscheidenden technischen Sprung. Neulich mal ‘ne DOKU drüber gesehen. Das waren quasi zwei Computer in einem. 128kByte RAM, wovon der integrierte C64 nur 64kByte zu sehen bekam. Zwei CPU’s für C64 ein moderneres 6502 Derivat und für den CP/M Teil eine Z80 Prozessor.

Leider baute Commodore für den CP/M Teil eine für Spiele absolut untaugliche Grafik-Einheit ein. Keine Sprites und hochauflösend nur noch Monochrom. Hauptsächlich weil mit 16kByte viel zu wenig Grafik-RAM da war. Immerhin waren 80 Zeichen pro Zeile drin. Denen ging es wohl um Business-Kunden die mit CP/M dann Business-Applikationen laufen lassen können. 

Dann der Commodore Plus/4, ein todschickes Gerät. Kompakt und moderner gezeichnet wie der C64. Leider war er weder Soft noch Hardware-Kompatibel mit dem C64. Und das schlimmste er hatte keine Hardware-Sprites mehr sondern nur noch langsamere sogenannte Shapes. Und die Soundfähigkeiten waren auf 2 Rechteckgeneratoren reduziert worden. Also irgendwie ein Rückschritt. Dafür hatte er ein traumhaftes BASIC (endlich mit Grafikbefehlen) und einen Maschinesprache-Monitor, oberkrass. 

Hätte der Plus/4 Gaming Fähigkeiten gehabt wäre ich damals nicht abgeneigt gewesen. Irgendwie hatte Commodore auch hier wieder auf Business-Kunden abgezielt und deswegen viele Gaming-Fähigkeiten weg gelassen – großer Fehler.

Wenn man in YT mal Game Video’s schaut oder Demos, mein Fresse der Plus/4 kann schon was, speziell viel mehr Farben wie der C64. Und die Geräte Plus/4, C116 und C16 verschwanden (leider) schnell wieder vom Markt weil Commodore den Misserfolg erkannte.

Wie kann man so viele Fehler machen ?

Fragt man sich aus heutiger Sicht wirklich.

Mal kurz nachgedacht :

Commodore hat mit dem C64 einen extrem erfolgreichen Homecomputer und bringt es in 5 Jahren (bis 1987 der Amiga 500 erschien) nicht fertig dieses Gerät besser zu machen.

Stattdessen baut man mehrere verkrüppelte Billigheimer die keinen Fortschritt bringen weil Ihnen wichtige Features und Kompatibilität fehlen.

Es hätte doch bestimmt eine Möglichkeit gegeben zwei Systeme in einem Gehäuse zusammenzufassen. Der C128 ist dafür das Parade-Beispiel. Warum hat man nicht statt des auch damals schon sterbenden CP/M keinen C64 auf Steroiden als zweit-System verbaut ?

Man stelle sich vor :

  • höhere Auflösungen
  • schnellere CPU
  • mehr RAM/ROM
  • viel besseres BASIC
  • mehr Farben

Noch krasser als zwei Maschinen in einem Gehäuse zu haben wäre es aber gewesen, Chip’s zu haben die nur umgeswitcht werden. Also Modi haben, die z.B. den Grafikchip des C64 auch können, daneben aber auch einen “ULTRA-Modus” besitzen.

Der Personal Computer

Ca. 1992 kaufte ich meinen ersten PC, einen IBM PC Clone. Nach Jahren der Homecomputer an einem TV-Monitor endlich mal ein scharfes Bild. Denn hauptsächlich fand ich die gestochen scharfe Herkules Grafik klasse, die endlich auch einen richtigen monochromen Monitor erforderte. Der PC kostete 1600DM, hatte einen 80286 Prozessor der mit 16MHz lief und 4MB RAM. Im Desktop Gehäuse war eine 40MByte große Festplatte von Seagate. Die Speicherkapazitäten der Festplatten stiegen über die Jahre 250MByte, 1GByte, 4GByte, 18GByte, 40GByte, 80GByte, 120GByte, 160GByte usw. bis zu den heutigen Terrabyte Monstern. Recht gut erinnere ich mich an eine sogenannte Multi-I/O-Karte. Am Slotblech war eine paralleler Druckerport und ein analoger VGA-Ausgang angebracht. Intern ein oder zwei IDE-Schnittstellen sowie eine/zwei serielle Schnittstellen herausgeführt über ein separates Slotblech.

Mein erster PC (1992) – Multi I/O-Karte

Obwohl der PC in Punkto Grafik, Sound und Schnittstellenausstattung zu der Zeit nicht mit dem Amiga 500 mithalten konnte war mit seinem Erscheinen unmerklich die Ära der Homecomputer für mich beendet 🙁

Denn der PC war schon eine faszinierende Maschine. Das Befehle einhacken mit DOS, die direkte Aktion/Reaktion mit der Festplatte (Klick-Klack-Ratter). Die Erweiterungsfähigkeit durch Slot’s und es gab professionelle Software. Ich erinnere mich an CAD Programme mit denen man Elektronische Schaltungen entwerfen konnte, feine Maschinensprache Compiler, es machte so einen Spaß damit für die 6502 CPU den Sourcecode einzugeben für meine EMUF Eigenbau-Computer. Und wie oben schon gesagt endlich ein Bild das man als scharf bezeichnen konnte. Der PC war (und ist) einfach eine Arbeitsmaschine. Von Gaming war da erst mal keine Rede.

PC Jahre der Evolution

Also zuerst hatte mein PC  ja eine Hercules-Grafikkarte (Multi-I/O). Kurz darauf laß ich in einer c’t-Ausgabe einen einseitigen Bericht über eine VGA-Grafikkarte von Johnson-Design (Billighersteller). Diese Karte habe ich dann auch gekauft. Zur Auswahl stand auch eine teurere GraKa von Diamond (Markenhersteller). Gut, die Johnson GraKa tat ihren Dienst, aber ich habe mir mehrfach gewünscht die Diamond gekauft zu haben weil kompatibler mit vielen Dingen. Habe ich heute noch das Teil.

Meine erste (billig) VGA-GraKa (Johnson Designs)
Soundblaster 16

Auch der Aufstieg der Soundkarten begann nun im PC-Sektor. Schluß mit dem PC-Gepiepse. Meine erste Soundkarte war eine Creative Soundblaster 16, was für eine Soundkarte, zu recht berühmt. Eine recht lange Karte, auf die ich später noch eine Wavetable-Karte von Orchid pflanzte was MIDI-Klänge sehr verbesserte. Und die Spiele mussten die Soundkarten noch explizit unterstützen (pre Windows Zeit) und deren per Jumper einstellbaren Hardware-Adressen mußte man in den Spielen angeben. Die Soundblaster 16 habe ich heute noch.

Soundblaster 16
Grafik 2D nach 3D

Dann kann ich mich erinnern 1994/95 eine MIRO Video 10/20 TD Live Videocapturekarte gekauft zu haben (ja bei Karstadt). Eine 2D Grafikkarte die eben auch Videos capturen konnte. Ich habe die auch mal Speichertechnisch aufgerüstet mit den 2 Chips in den braunen Sockeln. Auch diese Karte habe ich heute noch.

Miro Video 10/20 TD VGA und Video-Capture GraKa (ca. 1994)

An ein Ereignis erinnere ich mich noch sehr genau. Das muß so um 1997 gewesen sein. Wieder las ich, diesmal nur als kleine News, auf den ersten Seiten einer c’t von einer “sensationellen” Grafikkarte. Einer Hercules Stingray 128 3D. Und der Preis ließ mich erstaunen, gar nicht mal so teuer. Diese Grafikkarte erschien kurz darauf und ich kaufte mir sofort Eine. Die Stingray hatte noch eine Doppelplatine, da nicht alles auf Eine paßte. Weil die beiden Platinen über Pfostenleisten verbunden waren, mußte die Taktfrequenz leicht abgesenkt werden. Etwas später erschien eine Singleboard-Version. Ein Spiel aus der Zeit wo gerade der Übergang von Software-3D zu Hardware 3D stattfand war Quake (1). Wie dem auch sei damit begann das Hardware-3D Zeitalter und welch ein Fortschritt war das. Wow !

Hercules Stingray 128 3D (1997)

An den nächsten Schritt in Sachen Grafik erinnere ich mich auch noch sehr gut. Die Creative Graphics Blaster 3D für um die 300 DM. Sofort gekauft (schon wieder Karstadt). Zu dieser Zeit mußten Spiele noch bestimmte Grafikkarten unterstützen. Und die Voodoo Grafikkarten von 3DfX waren der absolute Standard. Die Creative Graphics Blaster 3D brauchte ihre eigene Spiele Unterstützung. Es war ein Risiko solch eine Grafikkarte zu der Zeit zu kaufen. Aber es wurde von Woche zu Woche und Monat zu Monat besser mit der Spiele Unterstützung. Das hatte man nach einem halben Jahr vergessen. Nvidia’s (Riva TNT) Aufstieg hatte begonnen, leider auch der Abstieg von 3DfX (Voodoo).

Creative Graphics Blaster TNT
Plug and Play (Prey)

Zu dieser Zeit dürfte der PCI-Bus schon dagewesen sein, es gab noch keinen separaten Slot für die Grafikkarte. Danach folgte der AGP-Slot und heute PCIx (PCI-Express). Ach ja, mit dem PCI-Bus kam ja auch Plug and Play. Die Karten meldeten ihren Bedarf an Ressourcen an das BIOS und das OS holte sich dort seine Informationen. Das Plug and Play BIOS verwaltete die IRQ (Interrupt) und Adressvergabe dynamisch. Will heißen nicht mehr die Karten bestimmten durch Jumper-Einstellung ihre(n) Adresse/IRQ sondern das BIOS vergab auf Anforderung Ressourcen.

In der Übergangsphase vom AT zum PCI-Bus konnte man im BIOS auch bestimmte Ressourcen (Adressen/IRQ’s) für AT-Bus Karten blocken, da auf AT-Bus Karten nur bestimmte wenige Adressen/IRQ’s einstellbar waren. Nicht das gerade diese Adressen automatisiert anderweitig vergeben wurden.

Es folgten bei mir bis heute viele Grafikkarten mit NVidia GPU. Schon in der 2. Generation wurde Hardware T&L (Transforming & Lightning) eingeführt, bei dem die GraKa der CPU teilweise die Arbeit abnahm und selber Berechnungen durchführte.

Online

Was für ein Abenteuer wenn man Filme wie Wargames sah und sich dann selber Einwählte. Nö, nicht Einwählen, sondern Anwählen (Anrufen) einer Mailbox. Für mich ziemlich sinnfrei, man machte es aber trotzdem. Ferngespräche nach Zeittakt abgerechnet.

Zuerst mit einem billigen Akkustikkoppler, später mit einem Marken-Gerät. Dann folgten PC-Karten die auch Faxen mit beherrschten. Jährlich stiegen die Analog-Modem Geschwindigkeiten an.

Und ich hatte sogar schon Btx (Bildschirmtext) per Software Decoder ohne DBT-03 Hardware (1200/300 Baud Limitierung). Einfach mit einem Modem (schneller als 1200/300 Baud 🙂 einwählen. Größter Vorteil von Btx, man konnte damit damals schon Online Überweisungen tätigen. Btx war aber kein Internet sondern ein erbärmlicher Abklatsch.

Darauf folgte ein kleiner Quantensprung mit ISDN bei dem man auch beide 64kBit/s B-Kanäle bündeln konnte. Kostete natürlich dann das doppelte. Kleiner Quantensprung weil Analog-Modems zuletzt bis zu 56kBit/s schafften. Aber ich meine die 56k Modems kamen erst als es schon ISDN gab, ich jedenfalls hatte Keines. Stattdessen ISDN mit der gute alte AVM Fritz-Card.

Internet

Diese Überweisungs-Funktion wurde dann in das aufkommende Internet mit übernommen in das man sich auch per Modem/ISDN einwählte (Windows mit der DFÜ-Verbindung).

Es folgte DSL. Ich habe immer noch meine original Zugangsdaten vom 29.8.1996. Mein erster DSL war ein 2MBit Anschluß. Jahre später konnte ich auf 6MBit RAM upgraden. Bis endlich am 20.3.2020 mein 100MBit REGIO folgte. Und das war wirklich ein Quantensprung.

Aufrüstung

Was es bei mir heute viel seltener gibt ist Aufrüstung des Systems. Sowas mache ich heute vielleicht alle 6 Jahre.

Damals ein Zwang und Notwendigkeit, denn …

Spiele (ja, der PC war zur führenden Spielemaschine emporgestiegen) erforderten einfach immer mehr Ressourcen.

Nach jedem Festplatten Upgrade habe ich alle Games/Anwendungen durch getestet wie sich die Performance verbessert hat. Grafikkarte/CPU/RAM-Speicher/Mainboard Aufrüstung. 1-2 Jahre nach Erscheinen von Games liefen dann auch die ehemaligen Hightech-Spiele mal brauchbar flüssig. Es war ein ständiger Kampf. Speziell beim CPU/Festplatten Upgrade spürte man meist Vorteile.

Stapel alter Mainboards (nur ein kleiner Teil)
IBM DTLA 307045 Raid-0 Desaster

Einmal bastelte ich mir ein Raid-0 (ja Speed anstatt Sicherheit) zusammen. Zwei IBM DTLA 307045 (2x 45GB) im Verbund wie Eine HDD. Nach einer (zu) kurzen Zeit des Glücks vernahm ich stetig vermehrt kratzende Geräusche und Downspin’s. Es gab schon Internet über ISDN, dort erfuhr ich DTLA haben Lagerprobleme, die Lager laufen trocken, ENDE. Sofort weg mit den Teilen.

Ich habe jetzt noch einen Samsung 1TB HD103UJ im Einsatz, eine der ersten 1TB Festplatten (Flüssigkeits-Gelagert). Datum 02.2008 steht drauf und läuft wie am ersten Tag.

Wie oben gesagt mit einer 40MB Seagate begonnen. Neulich wollte ich Die nochmal anschmeißen. Manchmal läuft der Motor noch an, aber funktionieren tut das Teil nicht mehr. Großer Fortschritt bei den Festplatten sind die Lager der Hauptspindel. Das waren zuerst Kugellager, die nicht ewig hielten und furchtbare Geräusche machten. Heutige Festplatten haben Flüssigkeitslager oder noch besser keine Lager bei den SSD’s. SSD’s einfach Klasse ! Aber irgendwie werde ich Festplattengeräusche vermissen. Einfach Stille, ich habe immer gerne zugehört wie es rattert, klackert und sirrt. Und der unbeirrbare Glaube beim Kauf einer neuen, größeren Festplatte – “Die kriege ich nie voll”.

Info : Nach Jahren mit SSD’s (aktuell NVME) : NEIN, das Rattern und Klackern vermisse ich nicht, kein bisschen. Habe aber natürlich noch mehrere HDD’s im Einsatz (Datengrab).

Was mir neulich beim gucken einer Sendung “Computer Chronicles” auffiel in der Alan Shugart (Seagate) auftrat. Der Mann sprach 1984/85 schon vom Perpendicular-Recording bei Festplatten welches es seit ca. 2007 auf dem Markt gibt. Worauf haben die so lange gewartet ?

VIA 686B Soutbridge Desaster
VIA 686B Southbridge (böse)

Und das war wirklich ein kleines Desaster, weltweit. Ich weiß noch genau wie ich plötzlich beim durchstöbern meiner Bilder digitale Zerstörungen feststellte. Bildbereiche durchsetzt von Pixelmustern.

Nach Recherche wurde gesagt, ja wenn man Dateien von einer zur anderen HDD kopiert (über den VIA 686B) werden dabei dank eines Hardwarefehlers Daten zerschossen. Es gab ja nur zwei IDE-Ports für je ein Master/Slave Gerät. Ich meine es wäre so gewesen wenn ein Kopiervorgang zwischen Master<>Slave am gleichen Kabel/Port stattfand passierte es. Nicht wenn man zwischen IDE1<>IDE2 kopierte.

USB

Auch USB kam irgendwann und ich weiß noch genau wie ich dachte “was soll das denn nun wieder sein ?”. Da kann man ja gar nichts mehr mit basteln, so kompliziert wie das Protokoll ist. Aus heutiger Sicht natürlich eine der besten Entwicklungen überhaupt. Nur inzwischen viel zu langsam, aber USB 3.0 ist ja nun da. Nebenher gesagt Bluetooth müsste auch mal schneller werden.

Betriebssysteme

Da kann ich nur über DOS und Windows berichten (inzwischen Linux MINT). Angefangen mit DOS 3.x, bis DOS 5.x dann Windows. Die Version weiß ich gar nicht mehr, müsste aber noch vor 3.x gewesen sein (Oh Gott ! Sollte ich wirklich Windows 1.x oder 2.x verwendet haben – würg).

In Kürze, Windows 1.x, 2.x kann ich mich nicht mehr dran erinnern. Windows 3.11 for Workgroups nur noch dünn. An was ich mich wiederum sehr genau erinnere ist der Kauf von Windows 95. Gleich am ersten Verkaufstag in Deutschland dem 5. November 1995 ging ich nach Comtech und kaufte mir Windows 95, was für ein Quantensprung. Und es muß auch schon CD-ROM Laufwerke gegeben haben, weil Windows 95 auf CD-ROM war, denn die liegt noch hier.

Die CD

Dann folgten CD-Brenner, sau teuer und ich weiß noch eine CD-R kostete 10 DM. Und die Angst bloß nix mit Windows parallel neben dem Brennen machen. Die kleinste Unterbrechung und 10 DM für die Tonne. Heutzutage brennt man DVD-R’s während man Filme encodiert, was runterlädt, ein Video guckt oder alles gleichzeitig. Macht gar nichts mehr aus.

Die DVD

Dann kam auch bald die DVD, damals ein bildtechnischer Quantensprung, heute gerade mal SD TV Qualität. Dank wenig CPU-Power hatte ich mir eine MPEG2-Decoderkarte gekauft. Die VGA-Grafikkarte wurde über Sie geschleift. Wenn eine DVD Wiedergabe stattfand entlastete die Karte die CPU dank Hardware MPEG2-Decoder und schaltete sich in ein Fenster auf dem Desktop welches zum Vollbild skaliert werden konnte. 

Scanner

Bis 1994 kamen verschiedenste Scanner auf dem Markt. Zuerst sogenannte Handheldscanner. Habe noch zwei von den Teilen. Der erste hat 256 Graustufen, der zweite schon 24-Bit Farbtiefe.

Vobis 256 Graustufen Handscanner
PEARL 24-Bit Truecolor Handscanner (12.1994)

Wie man sieht mit eigenen Interface-Karten. Verschiedene Hersteller aber bei Beiden exakt die selben Interface-Karten.

Thema Windows 95/98. Nichts habe ich häufiger installiert als Windows. Gerade hatte man sich alles perfekt eingerichtet, wurde das System durch irgendeine Unachtsamkeit total zerstört (man bastelt ja so gerne). In der Regel jede Woche eine Neuinstallation. Diese System Instabilitäten unter Windows 95, Windows 98 und Windows Me (zum Glück nur kurz probiert) endeten erst mit Windows 2000, mein erstes stabiles Windows-OS. Ich weiß noch wie es hieß “nicht Windows 2000” da laufen nicht alle Spiele drunter, aber es lief alles. Kurz darauf kam schon Windows XP und alles war gut. Vista habe ich nie benutzt, Windows 8 auch nicht und Windows 10 gezwungenermaßen, weil Cubase das so wollte.

Herziehen über Windows 10

Ich arbeitete mal im dual Boot Windows XP/Windows 10.

Die Schnellstart-Option von Windows 10, die ich abschaltete als ich  bemerkte das dadurch (Open-Office) Dateien die ich unter beiden Betriebssystemen verwende zerstört werden. Ein wichtiges Dokument ließ sich nicht mehr öffnen. Nach einiger Zeit und mit Hilfe eines Hex-Editors sah ich mir die Textdatei an. Ich dachte ich sehe nicht richtig. Der Inhalt wies auf eine EXE-Datei von meinem Yamaha-Synthesizer hin. Daten verloren, danke M$

Eine Weile später kam mal wieder ein Update welches einfach den Schnellstart wieder einschaltete. Seit dem gucke ich immer mal wieder nach ob das Häkchen Schnellstart (Energie-Optionen) raus ist. Inzwischen bleibt Es aber draußen.

Einmal mußte ich Windows 10 wieder auf 1803 downgraden da Cubase nach dem Upgrade auf 1809 kaum mehr als lauffähig zu bezeichnen war. Wochenlang nach einem Fehler gesucht, Windows 1809 war’s.

EINE gute Eigenschaft hatte die 1809er Version aber, die Schriftgrößen-Einstellung. War das so schwer M$ ?! Ein Träumchen, endlich die Schrift stufenlos vergrößern zu können. Darauf muß ich mit der 1803 Version leider wieder verzichten. Inzwischen ist das Geschichte nach einem APRIL Upgrade das tadellos lief UND den Text-Zoom hat.

Ich habe einen 4K Monitor (wie ich aber lernen mußte mit 28″ zu klein), und habe nach Monaten (Jahre ?) der K(r)ampfes mit Windows 10 aktuell ein Spitzenbild. Trotzdem kann man mit Windows 10 nicht zufrieden sein.

Was ist Windows XP (und auch Windows 7) doch Kontrast,  Farbstark und schön, auch bei Windows 7 alles soweit OK, aber Windows 10 !!

Windows 10 erstmal alles so flach und unschattiert, macht einen sehr (zu) cleanen Eindruck. Texte im Datei-Explorer die vorher fett schwarz waren sind nun grau/flau. Scrollbalken sind kaum mehr als solche zu erkennen. Symbole wie z.B. kleine gelbe Ordner auf weißem Grund sind extrem schlecht zu sehen. Selbstverständlich darf der dumme User KEINERLEI Farbjustagen vornehmen außer der Farbe der Titelleisten. Die Pfeilsymbole für ‘zurück’ sind bockhäßlich und zu klein. Der linke Navigationsbereich lässt sich nicht wirklich auf eigene Wünsche einstellen. Warum ist dort alles oft mehrmals vorhanden ? Wozu brauche ich einen Schnellzugriff, unter ‘Dieser PC’ finde ich doch schon alles.

Da fällt mir nichts mehr ein wenn ich so Meldungen der kommenden Version höre wie ‘Microsoft hat diese und jene FARBE geändert’ !! Ey, hackt’s noch, sind wir hier im Kindergarten. Da diskutieren Fachleute schon über die Startmenü-Farbgebung als Feature.

Und das Startmenü an sich ist ja wohl der totale Mist. Vorher Start/Programme/… bist da. Heute scrolle ich mühsam durch dieses Alphabetische Chaos. Ich will nicht scrollen !

Oder sagen wir mal die TASKLEISTE. Mir geht es schon auf die Nüsse, das laufende Programme über ihren Icons erscheinen. Vorher gab es in Windows XP einen Bereich wo kompakt die laufenden Programme lagen. Nun muß man erstmal die offenen Programme in der Taskleiste erfassen und dann noch mit weiten Mausbewegungen erreichen.

Dann z.B. Open/Libre Office. Nach jeder Installation einer neuen Version kann man alle festgepinnten wichtigen Dateien wieder neu anlernen, totaler Mist.

Und oft diese Lahmarschigkeit. Neulich mal wieder geschehen. EINE Datei löschen. Entfernen-Taste gedrückt, nix passiert. Nochmal Entfernen gedrückt, nix passiert. Häääh, der PC tut doch nix nebenher.

Auf einmal, gefühlt nach 30 Sekunden, poppt Meldung auf, die Datei wäre nicht mehr vorhanden. Das habe ich schon x-mal gehabt. Windows löscht die Datei beim ersten mal (aber wo bleibt dann die Sicherheitsabfrage) und findet Sie beim zweiten Versuch nicht mehr. Windows = Doof

Oder man geht in einen volleren Ordner rein und kann schon mal zusehen wie Windows die Icons schön langsam aufbaut. Da war ja Windows 98 mit Smartdrive schneller, viel schneller). Durch diese Verzögerungen hat man einfach das Feeling der Kontrolle/Direktheit nicht mehr.

Was habe ich mich am Anfang über die Datei-Explorer Suche (Ctrl + F) gefreut und geärgert. Oft ergab eine Suche keinen Erfolg, obwohl ich eben eine Datei mit Namensgleichheit im Ordner erzeugt hatte.

Heute scheint dieses Problem vorbei zu sein. Ohne diese Suche fände man am Rechner nichts mehr.

Schlimm finde ich auch diese Ribbon-Menüs, groß, bunte Bildchen die von dem ablenken was man eigentlich will. Da war es vorher mit ALT + … aber übersichtlicher und aufgeräumter.

Der Windows XP Zusammenbruch

In 07-2020 rüstete ich nach langer Zeit meinen Rechner um. Gehäuse blieb, aber es zählen ja die inneren Werte 🙂

Schon vor der Umrüstung fiel mir über einen längeren Zeitraum auf, das Windows XP wohl am Ende ist denn es gab seit einer kleinen Ewigkeit keinen neuen Firefox mehr für XP. Und das war auch von Mozilla so gewollt 🙁

Das war aber nicht der Grund für das Hardware Upgade, es war einfach mal wieder Zeit.

Wie immer eben mal XP auf dem hochmodernen Mainboard installieren, schien auch soweit zu klappen. Bis dann immer wieder ein Bluescreen kam. Ich fragte beim Mainboard-Hersteller an und der Antwortete sogar auf meine Frage “läuft Windows XP auf diesem MB nicht mehr ?”

Antwort : “genau, es läuft nicht mehr und das ist so gewollt”

Schitt, was jetzt, eine schnelle Lösung muß her. Und da ich schon geraume Zeit Microsoft nicht mehr vertraue, blieb nur LINUX.

Zum Glück griff ich direkt zur (aus heutiger Sicht) richtigen Distri, nämlich Linux MINT.

Damit habe ich auch schon bis heute (07-2023) viel mitgemacht. Aber alles in allem ein Hammer-System.

Es fühlt sich bei weitem nicht so schnell an wie Windows 10 (Dual-Boot) am gleichen Rechner, aber es beruhigt so ungemein.

Außerdem ist es viel nerdiger wie Windows auch wenn ich in diesem Leben Linux wohl nicht mehr verstehen werde. Aber arbeiten kann man damit, Games brauche ich nicht.

 

 

 

 

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