Der 32kByte große Hauptspeicher ist von den RAM’s der einzelnen Cogs separiert.
Ein Programm welches auf einem Cog läuft (egal ob Benutzerprogramm oder der SPIN Interpreter) hat durch die Befehle RDLONG, RDWORD, RDBYTE, WRLONG, WRWORD und WRBYTE Zugriff auf den Hauptspeicher. Diese Befehle werden immer komplett durchgeführt und nie teilweise. Wenn also zwei Cogs nacheinander in den gleichen Hauptspeicherbereich schreiben, so steht dort immer der Wert den der in der zuletzt hineingeschrieben wurde. Dieser Wert ist kein Mischwert aus beiden Schreibzugriffen.
Die Benutzung von Locks hilft einem Cog einen längeren ununterbrochenen Zugriff auf den Hauptspeicher zu bekommen um größere Bereiche des Hauptspeichers zu lesen/beschreiben.
Der Hauptspeicher kann entweder mit 32k x 8 Bits, 16k x 16 Bits, 8k x 32 Bits oder wenn erforderlich eine Mischung aus diesen angesprochen werden. Wenn die Befehle RDLONG oder WRLONG benutzt werden müssen die zwei LSB’s auf null gesetzt werden. Bei den Befehlen RDWORD und WRWORD muss das LSB auf null gesetzt werden.
Der Hauptspeicherinhalt wird beim starten des Propeller von einem externen 32k x 8 Bit I2C EEPROM oder von der Propeller Tool Software einkopiert. Danach startet der SPIN Interpreter im Cog 0, welcher dann beginnt den geladenen SPIN Code auszuführen.
Das externe EEPROM bzw. der vom Tool eingespielte Code muss immer ein SPIN Programm enthalten. Auch wenn dieses SPIN Programm nur dazu dient den Operations Modus des Propeller festzulegen und dann mit anderweitigem Code weiter zu arbeiten.
Der Hauptspeicher enthält keinen ausführbaren Maschinencode wie bei einem normalen Microcontroller. Er enthält nur Daten. Die Interpretation dieser Daten hängt vom laufenden echten Programm in einem der Cog’s ab. Da im Cog 0 zuallererst der SPIN Interpreter startet ist er der Entscheider wie die nachfolgenden Daten interpretiert werden.