yaVDR 0.6.1 (Neuinstallation)

Habe mir vor einigen Tagen (eher aus Langeweile) einen neue 1TB 2,5″ HDD gekauft um die uralte 3,5″ Samsung 1TB im yaVDR Rechner auszutauschen. Eine 2,5″ HDD verbraucht deutlich weniger Strom und ist leiser.

Clonen

Erster Gedanke 1:1 Kopie erstellen mit Clonezilla Live CD. Das hat sich mit Windows bespielten HDD’s als gut erwiesen. Zum Clonen hatte ich extra die alte und neue HDD an meinen Arbeitsrechner gehängt, Clonezilla gestartet und mich durch die paar Fragen gekämpft. Leider kam während des Kopierens eine Frage “soll auch der MBR/Bootloader kopiert werden” oder so ähnlich. Als ich das mit Ja bestätigte kam aber eine Fehlermeldung. Also nochmal von vorne diesmal die Frage mit Nein beantwortet, clonen läuft durch, dauert aber über 2h !! Natürlich bootete die neue 2,5″ HDD am yaVDR Rechner nicht.

Neuinstallation

Irgendwie in ersuchen um Hilfe landete ich im yaVDR-Forum und dann auf der yaVDR Page und traute meinen Augen nicht….es gibt nach gefühlt 3 Jahren eine neue yaVDR Version 0.6.1 !!!!!!!!!!!!!!!!!

Sofort geladen/gebrannt und frisch auf die neue 2,5″ HDD installiert.

Konfiguration Sichern/Wiederherstellen

Vorher alle *.conf Dateien der alten HDD (Ordner /var/lib/vdr) per Konsole in z.B. den Bilderordner (/media/Bilder) kopiert um die Dateien einfach per Netzwerk am Windows Rechner zu sichern.

cd /var/lib/vdr
cp *.conf /media/Bilder/local

Unter Windows sind die *.conf Dateien dann unter \\Ubuntu\picture zu finden.

Ich habe nämlich keine Lust wieder die Sender zu suchen oder die Timer/Suchtimer neu zu erstellen. Die Neuinstallation dauerte ca. 45min.

Dann vom Windows Rechner die *.conf Dateien wieder in den per Netzwerk erreichbaren Bilder Ordner (\\Ubuntu\picture) zum yaVDR-PC kopiert. Dort per Konsole die *.conf Dateien in den entsprechenden Ordner geschoben (/var/lib/vdr). Vorher den vdr per “sudo stop vdr” gestoppt, nach dem Kopieren mit “sudo start vdr” wieder gestartet.

Danach waren die Sender wieder da und die normalen Timer, nicht aber die mühsam erstellten Suchtimer, obwohl die epgsearch.conf dabei war.

Also erstellte ich testweise einen Suchtimer da ansonsten keine reale epgsearch.conf erstellt wird. Dann begann ich eine diese epgsearch.conf zu suchen und fand Eine im Ordner /var/lib/vdr/plugins/epgsearch/

Dorthin habe ich dann per cp Befehl (bei gestopptem vdr) die epgsearch.conf kopiert. Nach starten des vdr waren alle Suchtimer wieder da 🙂

Alte Aufzeichnungen kopieren

Nun ging es darum die alten Auszeichnungen zu kopieren, also hängte ich die alte HDD während des Bootens an einen SATA-Port damit nicht von der alten Platte gebootet wird. Ich erstellte mit sudo mkdir /media/platte einen neuen Ordner und mountete die alte HDD (sdb1) darin mit sudo mount /dev/sdb1 /media/platte

Dann kopierte ich den gesamten Inhalt des Aufnahme Ordners auf die neue Platte.

cp -a /media/platte/srv/vdr/video.00 /srv/vdr/video.00

Das Kopieren dauerte bestimmt 1h. Danach hatte ich plötzlich zwei Ordner im /srv/vdr/ Ordner einmal video und einmal video.00

Lösche ich in einem Ordner etwas ist das auch im Anderen weg, wie eine Spiegelung. Selbst wenn ich wüßte welcher der korrekte Ordner ist (video.00) würde ich durch löschen des Anderen alles löschen.

Rechte vergeben

Immerhin waren danach die Aufnahmen im VDR wieder vorhanden, jedoch konnte ich Diese bei Bedarf nicht wie üblich im TV Frontend löschen. Das lag an den Besitzrechten. Also setzte ich als neuen Besitzer vdr in der Gruppe vdr

chown -R vdr:vdr /srv/vdr/video
chown -R vdr:vdr /srv/vdr/video.00

Danach konnte ich im VDR wieder Aufzeichnungen löschen.

Im VDR gibt es drei USER einmal root, dann vdr und der USER der bei der Installation abgefragt/eingerichtet wird und dessen Name in der Konsole erscheint. Und dem USER vdr gehören nun mal die Aufnahmen.

Filme wieder herstellen

Per Netzwerk hatte ich Lieblingsfilme/Serien zum vdr-PC übertragen (unter Windows \\Ubuntu\video). Diese landen am yaVDR Rechner im Ornder /srv/video. Nun lief aber der yaVDR Rechner seit Tagen gut und ich hatte keine Lust mehr Ihn zu öffnen um die alte Platte nochmal ranzuhängen. Also schob ich die alte Platte in meinen SATA-Quickport (USB 3.0) und installierte mal Paragon ExtFS (Gratis). Im Fenster kann man dann ExtFS HDD’s mounten. Dann kopierte ich die Filme per Netzwerk.

YouTube

Da ich extrem häufig YouTube nutze (ich gucke was ich will wann ich will) installierte ich noch Flash (sudo apt-get install flashplugin-installer). Dann im Firefox noch den YouTube Flash Player, der erkennt HTML5 Video’s und aktiviert sofort den echten Adobe-Flashplayer. Leider liefen die Videos danach kurz an dann kam “An Error Occured …) und nix ging mehr. Nachdem ich alles Probiert hatte kam ich per Zufall auf das YouTube AddOn, welches sich in das Menü am linken Bildrand einklinkt. Das hatte ich noch nie benutzt.

Ich installierte das AddOn mit “sudo apt-get install yavdr-addon-youtube”

Das AddOn möchte ich nicht mehr missen. Leider findet man nirgends eine Lautstärke Einstellung. Und das AddOn dröhnt immer mit voller Pulle. Ich habe nun aus der Not einfach meine Lautsprecher auf einen passenden Pegel zum YouTube AddOn justiert und lebe damit das ich das TV-Frontend/KODI/XBMC immer ziemlich hochdrehen muß um das gut zu hören.

Sommer/Winterzeit

Was hatte ich immer Aufzeichnungsverluste beim Wechsel Sommer/Winterzeit. Die BIOS Uhrzeit läuft ja bei mir immer um 1h verschoben zur Realzeit, das muß wohl so sein. Stellt man im BIOS die Uhrzeit korrekt ein, geht keine Aufnahme mehr in Ordnung.

Das komische war immer das der Rechner/yaVDR die Zeitumstellung durchaus mitmachte denn es wurde im TV-Frontend die korrekte Uhrzeit angezeigt. Trotzdem waren Aufzeichnungen wertlos weil zeitlich verschoben.

Durch Zufall stieß ich auf den Tip doch mal in der Konsole folgendes einzutippen “dpkg-reconfigure tzdata”

Danach lief wieder alles sauber.

Nachtrag 13.5.2016

Ich habe nun alles versucht um die Screenshot-Funktion ans laufen zu kriegen, keine Chance. So etwas simples muß doch einfach zu konfigurieren sein. Bei der 0.5x Version war das im TV-Frontend auch schon so das wenn ich per ALT + DRUCK einen Screenshot machen wollte ging ein kleines GNOME-Fenster auf das der Speicherpfad nicht gefunden wurde. Und ich bekam es da auch schon nicht hin den Pfad anzupassen.

Nun, in der 0.6x Version, blinkt nach ALT + DRUCK der Bildschirm kurz weiß auf und ein Kamera Auslöseton kommt, wunderbar. Es erscheint auch keine Fehlermeldung mehr. Leider wird der Screenshot nicht gespeichert. Gebe ich in der Konsole den Befehl gnome-screenshot ein wird sogar eine PNG gespeichert. Dort sind z.B. die Fenster (Firefox oder Konsole) wunderbar zu sehen, der TV Inhalt ist jedoch schwarz.

Das krasse ist, das selbst KODI keine Screenshot’s mehr gespeichert werden. Unter vormals XBMC war das kein Problem. Man findet unter KODI sogar die Möglichkeit den Pfad einzustellen, hilft aber nix.

Und was habe ich nicht alles probiert. dconf-editor installiert, dort kann man unter org/gnome/gnome-screenshot einen Pfad eingeben, der dort jedoch absolut nicht gespeichert wird.

Dann per “gsettings set…” versucht den Pfad einzustellen, nix.

Gnome-Control-Center installiert, nix.

Ist bestimmt für einen Nerd absolut simpel das hinzubekommen. Aber ich finde es ist ein totales Armutszeugnis, das die Programmierer nicht mal im Web-Frontend einen einfachen Eintrag dafür hinbekommen. Oder z.B. warum müssen die Suchtimer mühsam per Fernbedienung eingegeben werden (habe Dutzende) anstatt das man optional einfach die Tastatur nehmen könnte liebe Programmierer ?!

Ach ja, das Herunterfahren nach einem Timerevent funktioniert plötzlich auch nicht mehr, weiß nicht warum.

 

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