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Waiting for AMD Ryzen

Dieses Jahr muß ich mal endlich wieder einen neuen Rechner zusammenbauen. Immer mit dem Gedanken vieles wieder zu verwenden. Seit 10/2015 hänge ich nun mit einem AMD FX 4300 4 Kerner mit 3,8GHz und einer GeForce GTX 650 Ti Boost rum. Ich Zocke schon Jahrelang nicht mehr. Trotzdem können immer mehr Anwendungen die Grafikkarte zum Rechnen nutzen. Günstige Mittelklasse reicht mir aber immer aus.

Wiederverwenden würde ich das PC-Gehäuse, Netzteil, Wasserkühlung (CPU – falls das mechanisch passt) und einige Festplatten (SSD/HDD).

Ich benötige kein Hi-End System, sondern einen guten durchsatzfreudigen Arbeitsrechner. Intensivste Rechenanwendung ist TV-Aufnahmen Video-Encoding.

CPU

Intel kommt für mich nicht in Frage. Bin seit damals der Thunderbird AMD Prozessor rauskam ein AMD Verfechter aus Prinzip. INTEL hat (und tut es immer noch) uns immer mit Hochpreisen gestraft. AMD hatte zu Thunderbird Zeiten ein kurzes Hoch. INTEL war allerdings immer DER Platzhirsch. Ganz schlecht lief es mal mit dem Pentium 4. Die waren irgendwann so veraltet und verbrauchten immens viel Strom das es weh tat (mir nicht hatte AMD 🙂

Zur Zeit hat definitiv AMD einen Mega Vorsprung. Die neuste Ryzen 3xxx Generation liegt bei 7nm Strukturgröße (stromsparend) und INTEL schafft das nicht, muß wieder auf alte größere Struktutgrößen zurückgreifen.

Ich nehme gerne möglichst hochgetaktete Varianten mit möglichst vielen Kernen, achte aber auch auf den Stromverbrauch (Strukturgröße). Eigentlich sollte man davon ausgehen, das eben die neuste 3xxx Generation der Ryzen alle auf 7nm basieren, ist aber nicht immer so.

Fangen wir mal oben in der Mittelklasse an.

Ryzen 3700X

7nm, 8 Kerne, 3600MHz (4400MHz Boost), Stromverbrauch maximal 65 Watt. Alles ziemlich top bis auf die etwas geminderte Taktrate. Leider kostet das Teil satte 330 € – einfach zu viel für meine Vorstellungen.

Ryzen 3600X

7nm, 6 Kerne, 3800MHz (4400MHz Boost), Stromverbrauch maximal 95 Watt. Preis 225 Euro was gerade noch erträglich wäre, aber der Stromverbrauch geht gar nicht. Warum verbraucht eine CPU mit zwei Kernen weniger und leicht erhöhtem Takt so viel mehr an Strom wie ein Ryzen 3700X ?

Ryzen 3600

7nm, 6 Kerne, 3600MHz (4200MHz Boost), Stromverbrauch maximal 65 Watt. Preis 190 Euro, erträglich, Leistung leich weniger wie der Ryzen 3600X, dafür passt der Stromverbrauch.

Ryzen 3200G

12nm, 4 Kerne, 3600MHz (Boost 4000MHz), Stromverbrauch maximal 65 Watt. Preis unter 100 Euro. Dank alter großer Strukturgrößen der gleiche Stromverbrauch wie z.B. der Ryzen 3600 der zwei Kerne mehr hat.

Irgendwie klafft eine große Lücke zwischen Ryzen 3200G (der auch noch eine integrierte Grafik hat die ich nicht brauche) und dem Ryzen 3600. Dort treibt sich die alte 2xxx Generation herum, die eigentlich sehr interessant erscheint aber auch viel mehr Strom zieht.

Bedeutet für mich noch einige Wochen/Monate warten bis lückenfüllende 3xxx er Ryzen kommen oder die oben genannten Modelle preislich fallen.

Wasserkühlung

Ich habe seit 09/2011 eine Corsair H60 Wasserkühlung (nur CPU) im Einsatz. Keinerlei Probleme/Geräusche seit über 8 Jahren !!

Ich meine schon mal gemessen zu haben und das es von den Abmessungen her geht.

8.5.2020 Nachtrag

Und als ob AMD mein Flehen erhört hätte kommt demnächst ein Ryzen 3300X (nein, den gibt es schon). Ein 4-Kerner für 130 Euro, genau meine Rede. Und der soll ordentlich abgehen mit 3,8GHz und Boost 4,3GHz.

AMD hat auch den alten Ryzen 1600 leicht aufgefrischt. Den gibt es für um die 100 €, ein 6 Kerner mit Hyperthreading also 12 Tasks. Er läuft zwar nur mit 3,2GHz ist aber ein tolles Angebot. Die neue Version hat 12nm anstatt 14nm und ein „AF“ in der Typenbezeichnung.

Leider kommt der neue B550 Chipsatz (PCIe Gen 4) erst Mitte Juni. Dieser unterstützt dann die kommende Generation der 4xxx Serie (kommt im Herbst) und PCie Gen4. Man könnte aktuell zwar zum X570 Chipsatz greifen, der ist aber teuer.

Dann warte ich eben noch ein bisschen…

Mist, im Herbst kommt schon wieder die nächste 4xxx Generation, sollte man noch warten ? Aber ich will endlich eine (oder Zwei) M.2 NVMe SSD(s) !!!

Ist aber doch eigentlich kein Problem. Mit einem B550 Mainboard ist man doch in die nächste 4xxx CPU Generation auf der sicheren Seite. Und so eine Generation muß sich Preislich auch mal erst einspielen.

Also könnte ich mir einen 3300X zulegen um Diesen (wenn überhaupt nötig) später tatsächlich mal OHNE Neu-Mainboard  Upgraden zu können.

Lustig dieses YouTube, da meint einer JETZT keinen Rechner bauen weil :

  • Netzteile knapp werden
  • eine neue CPU-Generation anrollt
  • neue GPU-Generation anrollt
  • irgendwas mit BIOS Speicher-Stabilitäten

Ich Game seit langen Jahren nicht mehr brauche nur noch die bis 150€ Klasse an Grafikkarten. Ein bisserl CUDA Power für Blender oder vielleicht erlebe ich es noch das XVid oder Lame Codecs mal CUDA verwenden bzw. erstmal Multicore richtig auslasten.

Die aktuellen CPU’s sind extrem viel stromsparender (trotz mehr Kernen) als alte Generationen, deswegen betreibe ich das aktuelle Netzteil weiter.

Wie oben gesagt CPU 3300X (evtl. auch einen 3600) dann evtl. upgraden.

BIOS-Speicher Instabilitäten gab es wohl während der ersten beiden Ryzen Generationen aktuell aber nicht mehr wirklich.

Ryzen 4xxx (nur Chipsatz X570 und B550)

Auch interessant wie AMD erklärt warum keine kommenden 4xxx Prozessoren auf aktuelle Boards können. Es liegt nicht an der Hardware, Sockel AM4 ist voll kompatibel. Es läge wohl an der geringen BIOS Speicherkapazität billiger Boards. Dort würden dann nicht mehr alle AMD-CPU Versions-Spezifikationen rein passen.

Klingt ja echt mal total vorgeschoben. Warum kreieren die Mainboardhersteller dann nicht einfach BIOS Versionen für User die ältere CPU’s nicht mehr einsetzen würden. Durch das Weglassen alter CPU-Specs spart man Speicherpatz der dann für neuen 4xxx CPU Typen verwendet werden kann. Wo ist das Problem. Da werden sich echt viele AMD User ziemlich ärgern schon wieder neue Boards kaufen zu müssen.

19.5.2020

Und genau heute kommt die Meldung, das AMD ein Einsehen hat und B450 und X470 Mainboard auch unterstützen wird. Es wird wohl “Beta-BIOS” Versionen geben, die durch Weglassen älterer CPU’s Speicherplatz für Neueres gewinnen.

Bin ich froh n.n. auf Ryzen umgestiegen zu sein…bin ich froh bald auf Ryzen umzusteigen 🙂

 

 

 

 

 

 

SSD Toshiba OCZ TR200

Angefangen mit einer 120GB Mushkin Chronos im September 2011, dann im Juli 2012 noch eine Mushkin Chronos mit 120GB gefolgt von einer PNY XLR8 mit 240GB im April 2013. Dann im Juni 2017 noch eine 120GB für Windows 10 und das auch nur für Cubase.

Eins kann ich sagen, die Teile sind unzerstörbar. Ich kopiere ständig TV-Aufzeichnungen hin und her, encodiere Filme usw. und das seit langen Jahren. Ich habe noch keine SSD erlebt die schwächelt.

Eine spezielle Ausnahme ist die PNY XLR8. Seit dem ersten Tag kam es immer mal wieder (eher selten) zu Systemhängern. Nach einem Reboot war die SSD nicht mehr da. Während der BIOS Erkennung leuchtet HDD-LED dauerhaft. Rechner kurz ausgemacht dann neu gestartet, alles gut.

SSD PNY XLR8 240GB (böse)

Vor wenigen Tagen jedoch ein Systemhänger, war gerade viel am machen – Mist. Neustart, wieder alle Vorgänge mühevoll gestartet, wieder ein Hänger !!! Jetzt reicht es aber … neue SSD muß her.

SSD’s sind extrem im Preis gefallen also ‘auf zum ATOM’ äääh MediaMarkt (es muß ja nicht immer ALTERNATE sein – wie sich später rausstellte – doch wäre besser gewesen). Wollte gerade zu einer SanDisk greifen da warnt mich ein nerdiger Kollege. Finger weg, hatte Eine, taugt nix. 

OK, greife ich eben eine preislich gleiche Toshiba OCZ TR200 mit 240 GB für lasche 36 Euro. Noch kurz im Internet Datenraten und IOPS gecheckt. Standard über 500MB/s lesen/schreiben und satte 88.000 IOPS gekauft und tschüß.

SSD Toshiba OCZ TR200 240GB

Vor dem Kauf hatte ich mir schon mit Clonezilla ein Image der Windows XP Partition gemacht (40GB). Der restliche Speicherplatz ist eine Datenpartition.

Alte SSD raus, Neue rein, Clonezilla erkennt die neue SSD verlangt aber als Ziel nach einer bereits vorhandenen Partitionierung.

Egal, ich will sowieso die Alte SSD 1:1 kopieren, ob das klappt ?

Alte SSD auch wieder angeklemmt, Clonezilla erkennt nun beide SSD’s. Die 1:1 Kopie dauerte ca. 1,5h und oh Wunder Windows XP startet sofort, kein ‘NTLDR fehlt blabla’ oder sonstiges, so muß das sein.

Clonezilla sieht zwar grottig aus aber manchmal funktioniert es tatsächlich. Aber zur Ehrenrettung von Clonezilla, Acronis war DER Krampf zuletzt. Egal wie viele Backups man hatte, immer gab es Probleme das eine Acronis Version irgendwas nicht mehr lesen konnte, deswegen Umstieg auf Clonezilla.

Zwei Wochen später (die TR200 Enttäuschung)

Ich bemerke schon eine Weile, das Windows XP oder besser einige Programme nicht mehr so performen wie vor dem SSD-Austausch.

Woran merke ich das. Ich archiviere sehr oft TV-Aufnahmen. Dabei verwende ich gleichzeitig das uralte (und nicht mehr gepflegte) Project-X zum Demultiplexen/Syncen und TMPGEnc zum Multiplexen. Beides mache ich gerne verschachtelt, mehrere Filme Schlag auf Schlag. Vor SSD Zeiten unmöglich war das seit langem  ein Vergnügen.

Aber mit der neuen TR200 zeigt sich schon beim gleichzeitigen De/Muxen, das Project-X oft quasi einen Stop für Sekunden einlegt. Das war vorher nie so könnte ich wetten.

Oder nebenher eben mal den Browser öffnen oder den Writer, was spürbar länger dauert wie vor dem SSD-Tausch.

Ich lese deswegen nach und bin Erstaunt, die TR200er sollen ziemlich schwach beim Schreiben sein sein !!

HDTune
Toshiba OCZ TR200 240GB HD-Tune (nicht gut)
PNY XLR8 240GB HDTune (man beachte den BURST)
Toshiba A100 120GB (sieht auch viel besser aus)

Ich hänge die alte PNY XLR8 wieder mit in den Rechner und De/Muxe wiederum einmal auf der miesen neuen Toshiba TR200 und danach auf der uralten XLR8. Ich hab’s doch gewußt, ein Unterschied wie Tag und Nacht.

Zeitmessung Toshiba OCZ TR200 240GB         5min 35s
Zeitmessung PNY XLR8 240GB                                 1min 47s

oder 8,33GB Kopieren auf sich selber

TR200       8min 01s
XLR8           2min 12s

Das glaubste echt nicht, was für ein billig Schrott. Auch krass sieht man sich bei den HDTune Screenshots die Burst Raten an. Selbst die bis jetzt unauffällige TOSHIBA A100 (120GB) fällt beim BURST weit hinter die uralt XLR8 (April 2013) hat aber eine höheren Durchsatz.

Dann muß ich wohl wieder auf Reisen gehen um eine ordentliche SSD zu kaufen….NEIN

Ich nehme einfach wieder die (in weiser Voraussicht unberührt gelassene) alte XLR8 SSD. Und nun folgt wieder ein typisches Microsoft Drama. Leider hatte ich vorhin 1x von der Toshiba Windows XP gestartet UND die XLR8 mit an den PC gehängt.

Ich habe keine Ahnung wie, aber boote ich von der XLR8 komme ich bis zum Anmeldebildschirm es existiert aber kein USER mehr. Es tut sich auch nach einer Wartezeit nichts. Abgesicherter Start hängt an gleicher Position.

Kinderspiel, Clonezilla und die XP-Partition zur XLR8 Partition 1:1 kopieren. Nach dem 1. mal Kopieren boote ich händisch von der XLR8 und wundere mich das Windows das irgendwie anders sieht. Dort ist Datenträger 0 (Boot-Datenträger) komischerweise die TR200 ?!?

OK, ziehe ich die TR200 eben ab, boote von der nun ja geclonten XLR8 und lande wieder beim Login ohne USER !!

Nochmal Clonezilla 1:1 Kopie, danach direkt runtergefahren und TR200 abgeklemmt. Booten von XLR8 wieder kein USER !!! Ich gebe es auf.

Ich lasse jetzt die TR200 als XP SSD drinne und hänge die XLR8 als schnelles Arbeitsmedium dabei, nächstes Jahr baue ich sowieso alles auf Ryzen und M.2 um. Oh, interessant, selbst eine top moderne M.2 Samsung EVO 870 soll bei größeren Datenmengen beim Schreiben extrem einbrechen. Schöne neue Multi-Layer/x-Bit per Cell Technik.

Nachtrag 14.5.2020

Wie sich nach x Youtube Video’s und Recherchen raus stellt je mehr Levels (Bits) die Speicherzellen haben desto langsamer werden Sie. Mindestens genauso schlimm ist das auch die Dauerhaltbarkeit massiv abnimmt.

Ich frage mich aber wie hochmoderne M.2 der gehobenen Klasse das machen. Die haben auch keinen steinalt (SLC/MLC) Speicher mehr – ups, doch, genau das haben sie. Z.B. die Samsung 970 Pro, die hat tatsächlich MLC Speicher verbaut. Das heißt was bei der Einführung der SSD’s der Standard war, bezahlt man heute richtig saftige Aufpreise, danke.

Und die gehobene Mittelklasse (Samsung 970 Evo Plus) erwecken den Eindruck beim Schreiben schnell zu sein, weil Sie extrem viel Cache-Speicher in MLC/SLC Ausführung haben. Teilweise bis über 40GB.

Auch toll, die neuste NVMe M.2 Generation mit PCIe 4.0 haben teils Heatpipe-Kühlungen verbaut. Die Teile werden so heiß, das die teilweise ihren Dienst ganz einstellen, Andere fahren die Datenraten massiv herunter wieder Andere reduzieren nur um 10%. Diese Tests hat man allerdings absichtlich ohne aktive Kühlung der NVMe durchgeführt. Es würde also vermutlich reichen einen Seitenwandlüfter Richtung Mainboard M.2 Steckplatz pusten zu lassen. Ich lese aben das aktuelle Gen3 NVMe auch recht heiß werden. Beim Mainboardkauf sollte man drauf achten das NVMe Kühlkörper beigelegt/montiert sind.

Und in der Praxis soll der auf dem Papier vorhandene Vorteil (doppelte Datenrate [5GByte/s] PCIe Gen4 zu Gen3) kaum spürbar sein. PCIe Gen5 ist auch schon fertig geplant und soll nochmals die doppelte Datenrate der Gen4 bieten.

Ach was kann man bloß noch kaufen, hier eine coole Seite :

http://userbenchmark.com