Man kommt sich mit Linux vor wie in den Anfangstagen von Windows. Jedes Programm hat gewisse Vorteile und Nachteile.
Was ich nach Tagen der Suche nach DEM Video-Editor sagen muß ist : Jeder “Top” Editor hat irgendwo einige Feature’s die interessant sind leider aber auch viele Nachteile. Und ich finde Keinen der auf Dauer brauchbar wäre.
Der Größte Nachteil fast aller hier genannten Programme ist für mich total unverständlich und eigentlich so trivial.
ICH möchte das Ausgabeformat selber festlegen, also Breite x Höhe, Framerate, Codec, Quali/Datenrate. Das geht auch zumeist. Aber fast schon auffallend, verhalten sich die meisten Programme ähnlich bekloppt. Nach dem Rendering sind schwarze leer Bereiche zwischen skalierten Clips oder die Clips selber sind verzerrt. Ein absoluter Horror.
AVIDEMUX
Kein Video-Editor im eigentlichen Sinne, da es schon keine Möglichkeit gibt mit mehreren Spuren zu arbeiten.
Habe ich schon unter Windows genutzt und ist unter Linux quasi eine 1:1 Kopie. Und ich hasse dieses Programm dafür das man keine Presets erstellen kann. Immer wieder muß man sich die Filter neu zusammenschrauben, was zum Glück schnell geht.
Leider sind die Filter viel zu rudimentär und es fehlen Wichtige.
Deswegen wird es nun Zeit sich mal an umfangreichere Editoren heranzuwagen.
PS : AVIDEMUX werde ich allerdings so schnell nicht los, denn es gibt nix besseres um mal eben schnell Videoschnipsel als verlustlose Kopie zu extrahieren, oder Videos zu drehen/schärfen/Bildrate ändern/zuschneiden.
OpenShot
Sehr übersichtlich, kommt man ziemlich schnell mit klar. Schmeiße ich allerdings irgendein Video in eine der Spuren und spiele es ab, klingt der Ton digital zerhackt. Schon schlecht. Die Zahl der Effekte ist zudem recht bescheiden.
Viele Tage später …
Wie viele andere hier getesteten Programme ist OpenShot eine Katastrophe. Man kommt sich vor wie in der Computer-Steinzeit.
Stundenlang hacke ich ein Mini-Projekt mit nur 3 Spuren zusammen, es dauert Stunden um alles zurechtzurücken nur um am Ende wieder mal feststellen zu müssen : es kommt nach dem Rendering nicht das raus was in der Videovorschau zu sehen ist. Das gesamte Skalieren der 3 Video’s ist undurchschaubar schief.
Hier mal alle Auffälligkeiten von OpenShot
- es scheint KEIN Hotkey für einen simplen Cut in der Timeline zu geben, ist ja nur eine der Grundfunktionen
- Schnitt an Timeline Cursorposition geht NICHT mit Schere, die nicht mal einrastet wenn Cursorposition erreicht
- mehrere Clips in Spuren nicht mit SHIFT markierbar, mit Strg + Klick Stück für Stück schon und mit Rahmen aufziehen
- es werden unmerklich permanent Keyframes erzeugt, die man später nur wieder mühsam entfernen kann
- kein freies Einstellen von Profilen, geht nur über Textdateien und auch nur per sudo (und finde mal den tief verschachtelten Profile-Ordner)
- Keine Möglichkeit an der Spur eben mal Bild/Ton aus oder einzuschalten
- Kopieren mehrer Clips in der Timeline klappt je nach Auswahlmethode oft nur teilweise=wertlos
- keine Funktion um Lücken in Clips zu entfernen
- 2 Clips markiert, ENTF gedrückt, nur Einer wird gelöscht=?
- Clip Anfang/Ende ziehen oft keine Snap Funktion
- ZOOM Balken Timeline viel zu lang=zu viel Mausbewegung nötig und KEINE ZOOM-Alles Funktion
- Timeline Cursor reagiert nicht wenn Maus im unteren Slide-Bereich
- nur Zeit-Anzeige in Timeline, keine Frameanzeige
- nur 14 Effekte aber “1 Millionen Übergänge” nicht mal einen Grain/Noise Effekt gibt es
- hier wie auch bei anderen Programmen keine direkte Reaktion beim ersten Klick/Drag=unpräzises Arbeiten=Frust
- kein ZOOM in der Videovorschau
- nicht mal eine Bereichsmarkierung um kürzere Test-Renderings durchzuführen
- Timeline nicht erkennbar ob Spur Audio hat
- Timeline Clip selektiert, in Videovorschau nicht erkennbar Welcher es ist
Und das sind nur Ärgernisse nach 2h arbeiten mit OpenShot.
Kdenlive
Was für ein Name (Linux) ich sach nix mehr. Klingt nicht, kaum merkbar, die Linuxer kreieren nicht nur die kryptischsten Befehle, Sie haben auch ein Faible für die dümmlichsten Programmnamen.
Natürlich gibt es das Programm 2x in der Anwendungsverwaltung, welches ist das Richtige (und was ist ein Flathub) ?

Zuerst probiere ich das Oberste. Sieht ziemlich gut aus, das Untere mit dem blauen Icon ist aber zum Ersten verdammt ähnlich und zum Zweiten nochmals schöner.
Leider stelle ich nach kurzer Zeit fest, das es offiziell nicht möglich ist eine Videospur einfach als Stream durchzureichen. Das ist so genial an VirtualDub und AVIDEMUX. Copy einstellen und KEIN Recodieren, was einmal immens viel Zeitkosten kann und viel schlimmer immer einen Qualitätsverlust bedeutet. Und das ist nicht sehr professionell.
Es scheint auch kaum möglich die Projektgröße (Breite x Höhe) manuell einzustellen. Entweder passt sich das Projekt an einen Clip an, was grundsätzlich nett ist, oder man wählt ein vorgefertigtes Profil mit festen Ausmaßen.
Am besten wäre man könnte über den Master-Output ein Rechteck zum Zuschneiden ziehen und fertig ist das Ausgabe-Format.
Das Rendern an sich ist auch so ein Krampf. Bei einem Codec kann man Bitraten einstellen beim Nächsten nur einen Quali-Regler. Und WYSIWYG scheint auch keinen zu kümmern. Oben rechts sieht man wunderbar was man will, aber oft rendert das Teil durch, raus kommt mal nur Audio, oder ein gezerrtes Bild. Warum muß das so schwer sein.
Eben mal eine Simpsons-Folge vom TV aufgezeichnet mit AC3 Tonspur neu Rendern lassen. Was ist das, vorher ist der Ton wunderbar, im gerenderten Video ist plötzlich ein tonaler minimaler Hall vorhanden. Immerhin ist der Ton absolut synchron, was ich bisher mit Project-X und einem Multiplexer immer durchexerzieren mußte würde dann endlich entfallen. Ein Traum von Zeitersparnis, einfach Video vom TV direkt mit Kdenlive rendern und fertig.
Ich prüfe den Ton in Kdenlive. Im linken Source-Fenster ist der Ton beim abspielen OK, im rechten Master-Fenster (bilde mir ein das ist eine Vorschau), hallt der Ton dann auch schon.
Hmm, schalte ich eine der Stereospuren AUS, klingt es wieder sauber. Eine Spur scheint leicht lauter zu sein und ein Audio-Vergleich mit der anderen Spur ergibt keine Ton-Inhalt Unterschiede. Ich rendere mit der lauteren Spur.
Heraus kommt ein definitiv räumlicher Stereoton bei dem die Sprechstimmen aber schön ohne Hall bleiben.
Bei Spielfilmen mit AC3 Ton genau dasselbe, ich muß eine Tonspur ausschalten damit es nach dem Rendern OK klingt.
9.5.2021
Nach einiger Eingewöhnung muß ich sagen Kdenlive ist mal echt nicht übel.
Zieht man einen Clip in den leeren Projektbereich erkennt Kdenlive direkt dessen Auflösung und fragt ob das Projekt an Dessen Auflösung angepasst werden soll, cool. Im Nachhinein kann man das auch manuell über “Menü/Projekt/Profil an aktuellen Clip anpassen” justieren.
Überaus genial finde ich es, das man ganze Ordner mit Unterordnern in das Projekt schmeißen kann und alle Video’s werden sauber in ihren Unterordnern aufgelistet. Z.B. Serienaufnahmen vom TV. Nun kann man schnell irgendeine Folge in die Timeline ziehen und das Rendern starten. Nun direkt wieder die Timeline leeren und das Gleiche mit der nächsten Folge usw. All das während Kdenlive im Render-Fenster fröhlich Rendert. Das ist echt klasse.
Und wie oben schon geschrieben, absolut synchroner Ton OHNE Project-X Fehlerbereinigung und ReMuxen, was viel Zeit/Arbeit kostet. Superfein.
31.5.2021
Heute mal einige starke Nachteile von Kdenlive.
- simples Duplizieren eines Clips in der Timeline geht nicht (nicht mal per Hotkey). Man muß mühsam Clips markieren/kopieren/einfügen/zusammenschieben
- Markieren mehrerer Clips geht nicht z.B. per Tastatur. Auch per Maus einen Rahmen aufziehen geht nicht
- ein erstelltes Projekt-Profil eben mal editieren geht nicht, ein weiteres muß erstellt werden
- Audio normalisieren habe ich nicht gefunden
simples Transformieren z.B. um ein Video der X-Achse zu schieben erzeugt Ruckler bei Keyframes, weil KEINE Bezie-Funktion möglich – deswegen harte Beschleunigung=Rucken im Video=untauglich- wie schon gesagt die Vorschau zeigt alles Perfekt, im Render-Video dann total andere Positionen von Video’s
- Mausrad in der Timeline Zoomt anstatt wie gewohnt zu scrollen
- KEIN Motion-Tracking
- KEINE frei formbaren Alphamasken (mit soften Rändern)
- ab und an nach bestimmten System-Aktualisierungen startet das Programm nicht mehr, es hilft nur noch de/installieren
Also die BASIS ist ja echt mal gut, aber wenn es dann nur ein bisschen in die Tiefe geht fehlt mächtig was.
1.6.2021
Es ist unglaublich.
Warum ist es nicht möglich im Projekt-Monitor mal die Grenzlinien der Projekt-Größe darzustellen. Seit 1h habe ich nun intensiv danach gesucht. Fehlanzeige. Wer hat sich diesen Mist ausgedacht.
Ich möchte ein Projekt mit einer bestimmten Auflösung erstellen. Kein Problem, neues Profil erstellt und aktiviert. Im Rahmen dieser Auflösung hätte ich nun gerne mal einen RAHMEN im Projekt-Monitor der mir die Begrenzung dieser Abmessungen/Auflösung anzeigt. Wie soll man sonst Clips positionieren ohne Anhaltspunkte wo links/rechts/oben/unten endet. Leider scheint das unmöglich.
Es ist wohl der gelbe Rahmen, der aber nicht immer sichtbar ist.
Ja soll ich denn raten wo die Grenzen der Abmessungen liegen ?
Und selbst wenn ich Videos per Transform irgendwo (ratend) hinschiebe liegen Diese im Projekt-Monitor total viel näher an einem weiteren Video-Clip als dann im finalen Rendering (dessen Auflösung übrigens der Gewünschten entspricht).
Ich begreif’s nicht, der verdammte Projekt-Monitor zeigt immer 16:9 in grauer Farbe an. Mir würde anstatt eines Farbrahmen ja sogar eine schwarze Fläche mit meinen angegebenen Abmessungen reichen. Ich bin echt wie vor den Kopf gestoßen.
So ist kein Arbeiten möglich …
2.6.2021
Man will es ja einfach nicht wahrhaben …
Nochmals vieles mit Kdenlive ausprobiert.
Ich habe herausbekommen, warum der Projektmonitor immer ein 16:9 Format anzeigte auch wenn mein PROFIL z.B. 200 x 800 Pixel vorgab. Weil im Profil selber das verdammte 16:9 steht !! Wie konnte ich dummer User auch ahnen, das nicht meine angegebene Pixelauflösung relevant ist sondern viel eher das 16:9 !!!
Ich stelle die 16:9 auf 1:1 ein und siehe da, der Projektmonitor bequemt sich mal MEINE Abmessungen zu akzeptieren, meine Fresse. Damit zeigt dann der Projektmonitor endlich mal die Außengrenzen MEINER Auflösung an. So, weiter …
Ich lade MEIN Profil mit einer bestimmten finalen Videoauflösung weil … da will ich hin. Dann ziehe ich ein beliebiges Video in’s Projekt, Kdenlive fragt zurecht “soll ich das Projekt auf die Video-Abmessungen/Framerate anpassen” (eine absolut geniale Funktion will man z.B. TV-Aufnahmen Recodieren). Ich sage NEIN, weil ja ansonsten MEINE gewünschte Zielauflösung flöten ginge.
Ab dem Moment ist das hinzugefügte Video beim Effekt Transformieren mit einem nicht passenden (zu großen) roten Rahmen umgeben. Dann habe ich vieles ausprobiert und immer wieder Gerendert um festzustellen passt die Ausgabe zur Vorschau im Projektmonitor. Und das passte eben quasi NIE.
Im Effekt Transformieren kann man den roten Rahmen per W und H Wert an das Originalvideo manuell anpassen, aber mit diesem Button geht’s viel einfacher und genauer (unten der 4te von rechts).

Komischerweise stimmen danach die Maße des roten Rahmens exakt mit den Maßen des Quell-Video überein, aber in meinem Fall habe ich trotzdem links und rechts einen schwarzen Leerbereich der definitiv NICHT zum Video gehört !! Abmessungen unter W und H stimmen nun exakt mit dem Original-Video überein, aber der rote Rahmen beinhalten schwarze Leerbereiche.
Egal, passt man den roten Rahmen noch etwas ans Video an, stimmen dann auch mal so halbwegs die Positionen zweier Video’s zueinander im Rendering mit dem Projektmonitor überein.
Warum das so ist = ?
Nochmal, passt KdenLive die Projekteinstellungen beim Hinzufügen eines Video automatisch an passt auch alles, aber ich will eben final andere Abmessungen mit mehreren Videoquellen.
Ach ja, wo ich gestern schrieb KEINE Bezier Kurven, DOCH, die gibt es. Oben im Screenshot sieht man das Wort LINEAR, dort kann man auch Bezier einstellen. Leider hat man keine Justage-Möglichkeiten wie Ease In/Out. Aber besser wie nichts. Damit beschleunigen/bremsen Objekte sanft, was Ruckeln verhindert.
3.6.2021
Bin echt sauer, denn wie man es auch versucht auf der Projektfläche mehrere Video’s zu positionieren (Transform Effekt), im Rendering ist alles total versetzt. Die roten Rahmen sind unbeherrschbar, keine Chance.
So etwas simples klappt schon im Ansatz nicht. Bin nun geneigt KdenLive fallen zu lassen, so schwer es auch fällt, denn optisch ist die GUI schon mal lecker, aber …
- Effekte/Effekt-Stack speichern geht im Stack, laden aber nur über die Benutzer-Effekte – ich erwarte etwas dort laden zu könne wo ich’s gespeichert habe
- eben mal Effekte von einem Timeline Video in einen anderen Block verschieben/kopieren geht nicht
- Keyframes machen Scaling nicht mit (z.B. Geschwindigkeitsänderung eines Video)
- Keyframes werden beim “Clip umkehren” nicht mit umgekehrt
- Maus-Icons werden oft falsch dargestellt so daß man oft 3x klicken muß bis Reaktion erfolgt (z.B. X-Wert ändern in einem Effekt)
- Timeline Spurhöhe stellt sich immer wieder auf Ur-Größe
- Maus Scrollrad bewegt Timeline horizontal anstatt vertikal
- wie schon erwähnt in Timeline mit Maus keine Mehrfach-Auswahl
Ich könnte ewig weitermachen…es tut schon weh. Die Oberfläche scheint auf den ersten Blick ziemlich perfekt, aber vieles arbeitet gegen einen Arbeitsfluß, Funktionen wie Transform sind vom Verhalten her unkontrollierbar. Dazu kommen dann noch Maus-Bedienprobleme und grundlegende nicht Windows-Like Verhaltensweisen bei der Grundbedienung.
Gestern nochmal aus Verzweiflung Openshot probiert, sieht viel schlechter aus, funktioniert aber deutlich konformer. Leider sind die Effekte extrem eingeschränkt und das Key-Framing ein totaler Krampf. Es gibt nicht mal irgendeine Keyframe Sprungmöglichkeit. Ratet mal wo ein Keyframe war mit dutzenden Parametern.
Leute nehmt euch mal ein Beispiel an BLENDER, mega kompliziert (ich hab schon keine Lust mehr wenn ich nur ans Mapping der Texturen denke) aber eine top perkekte GUI und auch noch im Detail skalierbar.
Warum tun die Blender Freaks nicht mal eine Auskopplung des in Blender enthaltenen Video-Editor’s erstellen.
ShotCut
So, weil KdenLive mich echt nervte probiere ich nochmal ShotCut. Sieht im ersten Eindruck schön aus. Ich ziehe ein Video in die Timeline will einfach mal testweise EXPORTIEREN, justiere einige Codec-Parameter, finde aber den “JETZT geht’s Los Button” nicht. Hab ich was an den Klüsen ?! Ah, es ist der unscheinbare Button “Datei Exportieren”.
Ab hier hatte ich den Eindruck ShotCut würde immer beim klicken des “Datei Exportieren”-Button stehen bleiben, keine Reaktionen der GUI mehr. Später stellte ich fest das Linux-MINT auch bei Standard Dingen wie CAJA öffnen oder ALT + Druck (Screenshot erstellen) extrem verzögert reagierte. Ich hatte irgendeine Installation in der Shell gestartet die ich für hinfällig erachtet hatte. Jedenfalls Irgendwas zog mein MINT runter … NEUSTART
Soo, geht doch mit dem Datei Exportieren.
Erst bin ich verwundert, das unter Filter nix steht und man erst einen Clip auswählen muß, damit das + Zeichen aktiv wird und man damit dann einen Filter hinzufügen kann. Ich nehme “Größe, Position und Drehung”. Zwei Videos reingeschmissen, positioniert, skaliert, klappt. Nach dem Rendering sieht es aus wie in der Vorschau. Sehr interessant auch, das Filter einzelnen Clips als auch der gesamten Spur zugewiesen werden können und das auch gemischt. Z.B. wenn man alles auf einer Spur schärfen will aber jeden Clip für sich Skalieren/Positionieren muß. Als klasse erweist sich auch der Filter “Zuschneiden” mit der Option “Transparent” um mehrere Videos zu verschachteln.
Besonders schön oder übersichtlich ist die GUI von ShotCut aber nicht. Die verschieden Bereiche sind nur durch diese kleine Schieber getrennt, Linien wären da viel besser.
Aber wenn’s funktioniert … immerhin gibt es GPU-Rendering
Wieder kleines Projekt gestartet mit popeligen 3 Videospuren. Den Videomodus kann man schon mal frei definieren. Die Vorschau passt sich den Seitenverhältnissen an. Mehr braucht man nicht.
- Clips ohne Effekt nicht frei positionier/dreh/skalierbar
- Spuren in Timeline nicht frei verschiebbar – Layering erfordert umschichten der Clips
- hinzugefügte Spur erscheint irgendwo, verändert so die Layer-Reihenfolge
- Viele Effekt-Parameter als Zahlen nicht per Maus-Slide veränderbar – Tastatur-Eingabe nötig
- und diese Zahlen-Eingabe entspricht KEINER üblichen Konvention=ärgerlich
- Clip Geschwindigkeit nur über Clip-Eigenschaften und einer Änderung einer Komma-Zahl
- keine direkte Reverse Funktion Clip muß erst unter Eigenschaften umgekehrt werden (Vorteil ist aber, das die Umkehrung bei Clip Wiederholungen nicht neu berechnet wird)
- Cursortasten Links/Rechts Bild zurück/vor hat keine Repeat-Funktion in Timeline (absolut uncool)
- Rendering nutzt CPU-Kerne nicht voll aus
Langsames Rendering
Habe viel experimentiert. Einer der Haupt-Bremser ist beim Export die Video/Interpolation. Rendering braucht mit Bilinear/Bicubisch doppelt so lange wie mit Nächster Nachbar.
Der Haken Video/Parallelverarbeitung sollte drin sein.
Schaltet man oben Benutze Hardware-Encoder EIN (unter Konfigurierung ALLE 4 ausgewählt), verändert sich unter Codec automatisch der Codec selber. Bei mir springt er ohne Hardware-Encoder auf libx264 nach nvenc (NVidia Encoder).
Leider habe ich eine eher steinzeitliche GeForce GTX 650 Ti Boost, die ich seinerzeit tatsächlich für BLENDER angeschafft habe, was auch deutlich spürbar war.
Nutze ich nvenc zeigt NVidia-Settings wie die Temperatur der GPU ansteigt von 43° >> 51° wobei die CPU bei 40-60% rumdümpelt.
Nutze ich libx264 (CPU) liegt die CPU Leistung bei 60-80% und die Temperatur der GPU sinkt deutlich ab.
Dank meiner alten Grafikkarte aber moderner CPU sind Beide so gleichauf. Muß wohl doch mal eine möglichst günstige aber leistungsfähige GraKa besorgen.
Ach ja, die Render-Ausgabe entspricht bei diesem light Projekt (wahrscheinlich Zufall) mal der Vorschau.
Drag & Drop
Drag & Drop funktioniert nicht von ganz normalen Laufwerken im PC. Es kommt kurz eine Meldung “Öffnen fehlgeschlagen /mnt/cryptische Laufwerks-ID/Irgendein-Ordner/Dateiname-Videodatei
2. Möglichkeit der “Datei öffnen” Dialog. Der Öffnen-Dialog zeigt leider keine Laufwerke an. Mit dem Pfeil-nach -Oben Icon komme ich in’s Root-Verzeichnis. Dort nach /mnt und ab hier gut raten, ziemlich traurig.
Zum Vergleich starte ich GIMP und öffne dessen “Datei öffnen” Dialog, alles so wie gewohnt, Laufwerke vorhanden. Aber ich habe doch an ShotCut nichts geändert und das war neulich noch anders. Denn an das Problem kann ich mich nicht erinnern.
Außer das ich gestern auf MINT 21 Upgegraded habe, was aber den Speziellen Öffnen-Dialog von ShotCut nicht ändern sollte.
Doch, jetzt fällt’s mir wieder ein, Video’s habe ich immer per Drag & Drop importiert. Diese liefen dann selber im Vorschau-Fenster ab von wo ich Sie wieder per Drag & Drop in die Zeitleiste schob.
Aber wie oben geschrieben, Drag & Drop bringt eine Fehlermeldung hmmm …
Ich kopiere die Videodatei mal in den Persönlichen Ordner und dann per Drag & Drop in ShotCut, klappt !! Trotzdem war es vor dem MINT 21 Update anders.
Natrium 2.4
Nach kurzer Suche entdecke ich Natrium 2.4 und bin überwältigt von den Effekten und deren Anzahl. Die Bedienung gibt allerdings erst mal Rätsel auf da wie in Blender mit Nodes gearbeitet werden muß. Und Natrium erinnert auch irgendwie an Blender’s Interface kommt aber an dessen Perfektion bei weitem nicht ran.
Zum einen wäre da, das Zahlenwerte nur per Tastatur eingegeben werden können, in Blender kann man quasi jeden Parameter mit der Maus sliden.
Und die nicht perfekte Darstellung und Handhabung der Nodes macht so nur den halben Spaß. Zum Beispiel das Verbinden/Trennen von Nodes klappt nicht ganz optimal, ja es funktioniert, könnte aber besser sein. Oder die Node-Beschriftungen, die häufig überragen.

Schön ist, das vieles mit der Tastatur hinzugefügt werden kann.
Mit R z.B. fügt man einen READ (eine Datei) hinzu, mit W einen Write (Ausgabedatei) ohne den nicht Gerendert (F5) werden kann.
Will man zwei Bildquellen (Bilder und/oder Video’s) layern geht das mit M für Merge. Transformieren get per T für Transform.
Das alles geht natürlich im Node Graph auch per rechter Maustaste.
Und es scheint so das der Node Graph NICHT gespeichert werden kann. So ist man immer wieder gezwungen dieses Geflecht neu aufzubauen.
Und da ist es wieder mein Problem der Projekt-Auflösung. Einstellbar mit S für Projekt Settings …

Wie man erkennt kann man “New Format” klicken und dann eine Auflösung einstellen. Das habe ich x-mal getan, merken tut sich Natrium das erstellte Format trotz Namens-Angabe aber nicht.