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SAMSUNG 970 EVO Plus (2TB)

Davon konnte man vor Jahren nur träumen. 2TB NVMe gab es glaube ich da noch nicht. Aktuell im Rechner als Systemlaufwerk eine SAMSUNG 970 EVO (ohne Plus) mit 500GB. Damals auch schon 15€ mehr aber halt ‘ne SAMSUNG.

Die SAMSUNG’s 970 EVO Plus ist zwar nicht mehr die Neuste, dennoch lieber etwas mehr Geld ausgegeben mit 114€. Die Teile ab 80€ sind, wenn es drauf ankommt, nicht die Besten. Und damit meine ich Schreiben im allgemeinen, sowie mehrfach Belastungen.

Wie nur integriere ich die 2TB in’s System. Ich habe das Mainboard Gigabyte B550 AORUS Pro. Gekauft, weil es günstig und voll bestückt mit vielen schnellen USB-Anschlüssen ist.

Das Mainboard hat zwei M.2 Slots. Einer direkt mit der CPU verbunden (PCi-x 4.0) und einen per PCi-x 3.0 über die Southbridge angebunden.

Zuerst mal in den zweiten M.2 Slot (Southbridge) einbauen. Dann schnell mit ext4 formatiert. Eigentlich soll die neue EVO Plus als Datengrab dienen. Ist natürlich dafür zu schade. Ich überlege ob ich die jetzige 500GB 970 EVO mit Clonezilla clonen soll. Und JA, dazu tendiere ich.

Das ist ja eigentlich kein Problem. Nach dem Clonen muß ich beide NVMe’s ausbauen und in den jeweils anderen M.2 Slot bauen. Aber was passiert mit der 500GB EVO wenn ich den Mainboard-Kühler abziehe ? Ich will deren SAMSUNG-Label nicht beschädigen. Da ist auf jede Fall irgendein klebe PAD dazwischen.

Ich lade mir das neuste Clonezilla 3.1.0 und brenne die ISO über die alte Version auf eine DVD-RW.

Clonezilla (versagt auf ganzer Strecke)

Wow, hätte ich so nie gedacht.

Ich starte Clonezilla von DVD und möchte natürlich “Device to Device” kopieren, weil es die direkteste/schnellste Methode ist.

Leider findet diese Funktion die Ziel NVMe NICHT. Sie wird in der Liste einfach nicht angezeigt.

Dann nehme ich eben “Device to Image”. Interessanterweise taucht dort bei Auswahl des Quell-Laufwerk die neue EVO auf !! Aber es wird noch besser. Nachdem ich 1h lang ein Image auf eine USB-HDD erstellen ließ klappt danach das Zurückspielen nicht weil die neue EVO wieder nicht in der Liste der Ziellaufwerke auftaucht !!!!

Ja verdammt noch mal – mehr kann ich doch nicht tun !

Rescuezilla

Ich versuch’s mal mit Rescuezilla, die mal “brenne” ich das Image aber auf einen USB-Stick. Bootet deutlich schneller.

Leider läuft Rescuezilla auf meinem 4k Monitor gestochen Scharf dafür aber ultra klein. Ich krieche in den Monitor. KEINE Auflösungsänderung Seitens Rescuezilla möglich.

Und weil alles so klein ist übersehe ich am Anfang die Clone-Funktion, wähle “Sichern” … nö, dauert ja wieder so lang. Kann Rescuezilla nicht das Image von Clonezilla lesen. Nein, das wird als defekt deklariert.

Dann sehe ich die Clone-Funktion…und die funktioniert tadellos.

ALLES wird in ca. 6min 15sek kopiert, 80GB/s, hammer. 80GB : 60Sekunden = 1,333 GB/s Schreibgeschwindigkeit der neuen 970 EVO Plus, passt zu den Benchmarks.

Jetzt muß nur noch alles direkt laufen (bibber) …

Ich fahre den Rechner runter und schraube die alte 500GB EVO raus um beim 1. Start sicher zu sein, das von der neuen 2TB EVO gestartet wird…KLAPPT

Dual-Boot Windows 10 funktioniert, MINT läuft, Datenpartition ist da. Ein WUNDER das einfach alles beim ersten mal läuft. Und das obwohl die neue EVO noch am zweit M.2 hängt.

Schraube die alte EVO nun auf den M.2 der an der Southbridge hängt. Die neue 2TB EVO kommt in den M.2 Slot der direkt mit der CPU verbunden ist.

Durch Zufall startet der Rechner auch von den 2TB EVO.

Soll ich die 500GB EVO nun plätten, traue mich nicht … geschehen

Der nächste Morgen

Es fällt mir zunächst gar nicht auf. Plötzlich habe ich unten rechts in der Taskleiste 2x Aktualisierungsverwaltung, 2x die Lautstärke-Reglung und 2x die Netzwerkverbindung

Verschwindet aber alles nach einem Neustart.

 

 

 

 

 

 

SSD Toshiba OCZ TR200

Angefangen mit einer 120GB Mushkin Chronos im September 2011, dann im Juli 2012 noch eine Mushkin Chronos mit 120GB gefolgt von einer PNY XLR8 mit 240GB im April 2013. Dann im Juni 2017 noch eine 120GB für Windows 10 und das auch nur für Cubase.

Eins kann ich sagen, die Teile sind unzerstörbar. Ich kopiere ständig TV-Aufzeichnungen hin und her, encodiere Filme usw. und das seit langen Jahren. Ich habe noch keine SSD erlebt die schwächelt.

Eine spezielle Ausnahme ist die PNY XLR8. Seit dem ersten Tag kam es immer mal wieder (eher selten) zu Systemhängern. Nach einem Reboot war die SSD nicht mehr da. Während der BIOS Erkennung leuchtet HDD-LED dauerhaft. Rechner kurz ausgemacht dann neu gestartet, alles gut.

SSD PNY XLR8 240GB (böse)

Vor wenigen Tagen jedoch ein Systemhänger, war gerade viel am machen – Mist. Neustart, wieder alle Vorgänge mühevoll gestartet, wieder ein Hänger !!! Jetzt reicht es aber … neue SSD muß her.

SSD’s sind extrem im Preis gefallen also ‘auf zum ATOM’ äääh MediaMarkt (es muß ja nicht immer ALTERNATE sein – wie sich später rausstellte – doch wäre besser gewesen). Wollte gerade zu einer SanDisk greifen da warnt mich ein nerdiger Kollege. Finger weg, hatte Eine, taugt nix. 

OK, greife ich eben eine preislich gleiche Toshiba OCZ TR200 mit 240 GB für lasche 36 Euro. Noch kurz im Internet Datenraten und IOPS gecheckt. Standard über 500MB/s lesen/schreiben und satte 88.000 IOPS gekauft und tschüß.

SSD Toshiba OCZ TR200 240GB

Vor dem Kauf hatte ich mir schon mit Clonezilla ein Image der Windows XP Partition gemacht (40GB). Der restliche Speicherplatz ist eine Datenpartition.

Alte SSD raus, Neue rein, Clonezilla erkennt die neue SSD verlangt aber als Ziel nach einer bereits vorhandenen Partitionierung.

Egal, ich will sowieso die Alte SSD 1:1 kopieren, ob das klappt ?

Alte SSD auch wieder angeklemmt, Clonezilla erkennt nun beide SSD’s. Die 1:1 Kopie dauerte ca. 1,5h und oh Wunder Windows XP startet sofort, kein ‘NTLDR fehlt blabla’ oder sonstiges, so muß das sein.

Clonezilla sieht zwar grottig aus aber manchmal funktioniert es tatsächlich. Aber zur Ehrenrettung von Clonezilla, Acronis war DER Krampf zuletzt. Egal wie viele Backups man hatte, immer gab es Probleme das eine Acronis Version irgendwas nicht mehr lesen konnte, deswegen Umstieg auf Clonezilla.

Zwei Wochen später (die TR200 Enttäuschung)

Ich bemerke schon eine Weile, das Windows XP oder besser einige Programme nicht mehr so performen wie vor dem SSD-Austausch.

Woran merke ich das. Ich archiviere sehr oft TV-Aufnahmen. Dabei verwende ich gleichzeitig das uralte (und nicht mehr gepflegte) Project-X zum Demultiplexen/Syncen und TMPGEnc zum Multiplexen. Beides mache ich gerne verschachtelt, mehrere Filme Schlag auf Schlag. Vor SSD Zeiten unmöglich war das seit langem  ein Vergnügen.

Aber mit der neuen TR200 zeigt sich schon beim gleichzeitigen De/Muxen, das Project-X oft quasi einen Stop für Sekunden einlegt. Das war vorher nie so könnte ich wetten.

Oder nebenher eben mal den Browser öffnen oder den Writer, was spürbar länger dauert wie vor dem SSD-Tausch.

Ich lese deswegen nach und bin Erstaunt, die TR200er sollen ziemlich schwach beim Schreiben sein sein !!

HDTune
Toshiba OCZ TR200 240GB HD-Tune (nicht gut)
PNY XLR8 240GB HDTune (man beachte den BURST)
Toshiba A100 120GB (sieht auch viel besser aus)

Ich hänge die alte PNY XLR8 wieder mit in den Rechner und De/Muxe wiederum einmal auf der miesen neuen Toshiba TR200 und danach auf der uralten XLR8. Ich hab’s doch gewußt, ein Unterschied wie Tag und Nacht.

Zeitmessung Toshiba OCZ TR200 240GB         5min 35s
Zeitmessung PNY XLR8 240GB                                 1min 47s

oder 8,33GB Kopieren auf sich selber

TR200       8min 01s
XLR8           2min 12s

Das glaubste echt nicht, was für ein billig Schrott. Auch krass sieht man sich bei den HDTune Screenshots die Burst Raten an. Selbst die bis jetzt unauffällige TOSHIBA A100 (120GB) fällt beim BURST weit hinter die uralt XLR8 (April 2013) hat aber eine höheren Durchsatz.

Dann muß ich wohl wieder auf Reisen gehen um eine ordentliche SSD zu kaufen….NEIN

Ich nehme einfach wieder die (in weiser Voraussicht unberührt gelassene) alte XLR8 SSD. Und nun folgt wieder ein typisches Microsoft Drama. Leider hatte ich vorhin 1x von der Toshiba Windows XP gestartet UND die XLR8 mit an den PC gehängt.

Ich habe keine Ahnung wie, aber boote ich von der XLR8 komme ich bis zum Anmeldebildschirm es existiert aber kein USER mehr. Es tut sich auch nach einer Wartezeit nichts. Abgesicherter Start hängt an gleicher Position.

Kinderspiel, Clonezilla und die XP-Partition zur XLR8 Partition 1:1 kopieren. Nach dem 1. mal Kopieren boote ich händisch von der XLR8 und wundere mich das Windows das irgendwie anders sieht. Dort ist Datenträger 0 (Boot-Datenträger) komischerweise die TR200 ?!?

OK, ziehe ich die TR200 eben ab, boote von der nun ja geclonten XLR8 und lande wieder beim Login ohne USER !!

Nochmal Clonezilla 1:1 Kopie, danach direkt runtergefahren und TR200 abgeklemmt. Booten von XLR8 wieder kein USER !!! Ich gebe es auf.

Ich lasse jetzt die TR200 als XP SSD drinne und hänge die XLR8 als schnelles Arbeitsmedium dabei, nächstes Jahr baue ich sowieso alles auf Ryzen und M.2 um. Oh, interessant, selbst eine top moderne M.2 Samsung EVO 870 soll bei größeren Datenmengen beim Schreiben extrem einbrechen. Schöne neue Multi-Layer/x-Bit per Cell Technik.

Nachtrag 14.5.2020

Wie sich nach x Youtube Video’s und Recherchen raus stellt je mehr Levels (Bits) die Speicherzellen haben desto langsamer werden Sie. Mindestens genauso schlimm ist das auch die Dauerhaltbarkeit massiv abnimmt.

Ich frage mich aber wie hochmoderne M.2 der gehobenen Klasse das machen. Die haben auch keinen steinalt (SLC/MLC) Speicher mehr – ups, doch, genau das haben sie. Z.B. die Samsung 970 Pro, die hat tatsächlich MLC Speicher verbaut. Das heißt was bei der Einführung der SSD’s der Standard war, bezahlt man heute richtig saftige Aufpreise, danke.

Und die gehobene Mittelklasse (Samsung 970 Evo Plus) erwecken den Eindruck beim Schreiben schnell zu sein, weil Sie extrem viel Cache-Speicher in MLC/SLC Ausführung haben. Teilweise bis über 40GB.

Auch toll, die neuste NVMe M.2 Generation mit PCIe 4.0 haben teils Heatpipe-Kühlungen verbaut. Die Teile werden so heiß, das die teilweise ihren Dienst ganz einstellen, Andere fahren die Datenraten massiv herunter wieder Andere reduzieren nur um 10%. Diese Tests hat man allerdings absichtlich ohne aktive Kühlung der NVMe durchgeführt. Es würde also vermutlich reichen einen Seitenwandlüfter Richtung Mainboard M.2 Steckplatz pusten zu lassen. Ich lese aben das aktuelle Gen3 NVMe auch recht heiß werden. Beim Mainboardkauf sollte man drauf achten das NVMe Kühlkörper beigelegt/montiert sind.

Und in der Praxis soll der auf dem Papier vorhandene Vorteil (doppelte Datenrate [5GByte/s] PCIe Gen4 zu Gen3) kaum spürbar sein. PCIe Gen5 ist auch schon fertig geplant und soll nochmals die doppelte Datenrate der Gen4 bieten.

Ach was kann man bloß noch kaufen, hier eine coole Seite :

http://userbenchmark.com