Der Propeller Chip besitzt keine Interrupt Eingänge wie andere Microkontroller. Alle externen Ereignisse müssen wiederholt abgefragt werden oder es muss auf ein High oder Low an einem Port PIN gewartet werden. Für die Mehrkern Architektur des Propeller stellt das aber kein Problem dar. Man stellt einfach einen oder mehrere Cog’s zur Interrupt Verwaltung ab. Diese(r) wartet in einer Schleife bis die gewünschten Interrupt Ereignisse eintreten während in den anderen Cog’s weitere Programme unbeeinflusst ablaufen.
Bei mehreren Interrupts deren Timing unkritisch ist kann ein Cog mit einer zyklischen Abfrage auf mehrere Ereignisse reagieren. Kritische Interrupts können von einem einzelnen Cog binnen weniger Taktzyklen erfasst werden.
Ein Propeller Chip Programm läuft z.B. in einem Cog während andere Cog’s sich um Interrupts kümmern. Da alle Cog’s unabhängig arbeiten können mehrere Interrupts parallel bearbeitet werden. Das kann kein anderer Einkern Microcontroller, ausgenommen solche mit Hardware Interrupt Eingängen.
Da jeder Cog Hardware Zähler besitzt kann man auch kurze Signal Impulse erkennen. Das kann von einem Cog dazu verwendet werden um zyklisch Interrupt Eingänge abzufragen und ein eintreffendes Ereignis quasi nebenher zu bearbeiten.
Ein Cog der zyklisch mehrere Interrupt Eingänge abfragt kann eine eigene Interrupt Priorisierung durchführen. Durch diese zyklische mehrfach Abfrage ist es auch möglich Massnahmen einzuleiten, die auf dem Eintreffen mehrerer gleichzeitiger Interrupts basieren und nicht auf einem einzelnen Interrupt. Die Polarität der Interrupt Eingänge ist nur vom Programm abhängig und kann wenn erforderlich zur Laufzeit geändert werden.