Mushkin Chronos 120GB SSD

Nun ist endlich der Moment gekommen mir meine erste SSD zu gönnen. Da es ein Modell mit neuster Technologie sein sollte, also Sandforce Controller der 3. Generation, mir die OCZ Vertex 3 aber zu teuer war und die OCZ Agility gedrosselt ist (und laut Kommentaren erst nach einem Firmware-Update ihre volle Speed erreicht), entschied ich mich für eine Mushkin Chronos (keine Deluxe) mit 120GB Kapazität. Theoretische Datenraten 550MB lesen/512 MB schreiben an einem SATA III-Controller. Jungs mit hochmodernen Mainboards erreichen auch annähernd solche Werte, ich mit meinem System (SB600 Southbridge SATA II) aber wahrscheinlich nicht. Da es bei SSD’s aber nicht direkt um reine MB/s geht sonder hauptsächlich um die geringen Zugriffszeiten ist das eher zweitrangig. Und weil alle Kommentare zu der Mushkin Chronos positiv waren habe ich das Teil gekauft.

mushkin_chronos_webserver

Zuhause dann mal wieder das Windows XP Umkopier-Drama mit den üblichen “ntldr fehlt” Meldungen. Nach einer Weile hatte ich es aber, wie immer, geschafft und war relativ enttäuscht darüber das sich die Windows XP Bootzeit kaum verkürzt hat. Erst nach Passwort-Eingabe bemerkt man das der Desktop quasi direkt da ist mit allem Krimskrams geladen.

Ich weiß Windows XP ist nicht gerade für SSD’s optimiert, wie auch. Bei den Anwendungsstarts merkt man aber eine deutliche Beschleunigung. Sehr schnell startet Firefox, Photoshop, TV-Browser und Thunderbird. Das Arbeiten mit Libre Office ist nun deutlich flüssiger.

Nun zum für mich wichtigstem, dem encodieren von Fernseh-Aufzeichnungen. Und dabei zeigten sich seltsame Effekte, nicht direkt von der SSD her, keine Angst.

Da die SSD ja nur 120GB Speicherplatz hat, hänge ich selbstredend noch ein HDD in das System, und weil ich auf Ruhe stehe nehme ich meine pfuschneue WD20EARX, deren Benchmarks ja einen deutlichen Vorsprung zur älteren 1TB von WD zeigte.

Das Phänomen war folgendes. Muxe ich eine MPEG2 mittels TMPGEnc 2.5 auf der WD20EARX bricht die Performance der SSD stark ein. Speziell beim “Rewriting Header”-Task von TMPGEnc. Das stellt sich so dar das Programme lange zum laden brauchen, von der SSD !

Die SATA II-Channels sollten doch eigentlich relativ unabhängig arbeiten. Auch ein umstecken der WD20EARX auf einen anderen SATA-Port am MoBo brachte keine Besserung. Also entschied ich mich dafür das gesamte Demuxing/Muxing mal testweise auf die SSD zu verlagern. Das Demuxen einer 6,4GB Datei mit ProjectX dauerte mit der WD20EARX 07:36 Min mit der SSD 06:43 Min also kein großer Unterschied. Das Muxen jedoch war der Hammer, die WD20EARX braucht 38:50 Min (die ältere WD10 1TB braucht komischerweise nur 24:24 Min) und die SSD braucht nur 04:42 Min. Speziell beim “Rewriting Header”-Task geht die SSD richtig ab.

Das ist zwar jetzt toll das die SSD beim Muxen sehr schnell ist, aber wie verhalten sich die Programmstarts und das gesamte Arbeiten nebenher? Denn ich gucke ja nicht gespannt beim Muxen zu. Alles erste Sahne, trotz der starken Belastung des SSD starten Programme so schnell wie ohne das Muxen, Doppelhammer. Und mit Programmstart meine ich den ersten Start nach einem Windows Neustart, also ohne das die Programmfiles aus irgendeinem Cache kommen.

Die Benchmark-Kurve in HDTune sieht merkwürdig aus erst etwas am Pendeln, dann auf einem Schlag leicht über 200MB/s. Seht’s euch selber an. Ich denke aber das die Leistung des SSD wenn alle Bereiche erst einmal beschrieben wurden sich noch steigert. Die SSD muß also eingefahren werden. Beim 2. und 3. Benchmark-Versuch (ATTO siehe Fotos) steigerten sich die Datenraten nochmals. Aber wie oben erwähnt , der Limitierende Faktor bei mir ist (noch) die AMD SB600 Southbridge mit SATA II. Ich hatte auch schon mal ein Raid0, welches eine gerade Datenrate mit Anschlag 200MB zeigte obwohl die modernen HDD’s bestimmt 150MB/Stück brachten.

Mushkin-Chronos-120GB-SSD Mushkin-Chronos-120GB-SSD-2.-Durchlauf

atto-benchmark-1.-durchlauf atto-benchmark-2.-durchlauf atto-benchmark-3.-durchlauf

 

 

 

 

 

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